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Brasilianische Berufsschüler besuchen Region Köln

Datum 04.07.2018

Bereits zum siebten Mal reisten Berufsschülerinnen und -schüler der Deutschen Schule Colégio Humboldt São Paulo vom 17. bis 29. Juni für eine Studienfahrt nach Deutschland. Auch in diesem Jahr war das Ziel die Region Köln, wo die Auszubildenden ein abwechslungsreiches Programm erwartete.

Die angehenden Industrie- und Speditionskaufleute besuchten an zwei Tagen das Karl-Schiller-Berufskolleg in Brühl, wo der ehemalige Berufsschuleiter der Deutschen Schule São Paulo Sven Peters nun als Lehrer arbeitet. Die brasilianischen Jugendlichen hatten Präsentationen aus den Bereichen Geschichte, Politik, Wirtschaft und Kultur vorbereitet, um den deutschen Schülerinnen und Schülern ihr Land näher zu bringen. Es entstand eine interkulturelle Diskussion zwischen den beiden Gruppen, in der die Unterschiede in den Bereichen Gesundheitsversorgung, persönlicher Umgang untereinander, Sicherheit oder öffentlicher Nahverkehr deutlich wurden. So meinte etwa Thomas Silvano Spieker, Industriekaufmann bei Zeiss do Brasil: "Köln ist im Vergleich zu São Paulo ein Dorf. Ich kann mich frei bewegen und die Bahnen und Busse sind immer leer und pünktlich. Dafür fehlt mir die menschliche Wärme Brasiliens sehr."

Interesse am Studium in Deutschland wecken

Den Besuch an der Universität zu Köln hatte Rudolf Menne, Mitarbeiter der Zentralen Studienberatung, organisiert. Neben einer Führung über den Campus und den Besuch einer Vorlesung der Mikroökonomie war für die Auszubildenden besonders der Austausch mit brasilianischen Studierenden interessant, die von ihren Erfahrungen in Deutschland erzählten und das Interesse an einem Studium bei einigen Berufsschülerinnen und -schülern wecken bzw. vertiefen konnten.

Weitere Aktivitäten während der zwei Wochen eröffneten den jungen Leuten Einblicke in verschiedene wirtschaftliche und kulturelle Bereiche Deutschlands. Den Besuch des Bayer Kommunikationszentrums begeisterten nicht nur die beiden mitreisenden Auszubildenden des Leverkusener Pharmakonzerns. Auch die Speditionskaufleute kamen bei dem Besuch des Flughafens Köln/Bonn auf ihre Kosten. Neben einer allgemeinen Führung lernten die Jugendlichen die Lufthansa Cargo kennen. Der Direktor der Unternehmensniederlassung am Flughafen, Achim Binte, führte durch den Abfertigungsbereich, wo alle Arten von Gütern transportiert werden - von flüssigem Material bis hin zu Tieren. Auch die Besuche der Medieninstitutionen Deutsche Welle, DuMont und Westdeutscher Rundfunk (WDR) bedeuteten für die Schülerinnen und Schüler neue Einblicke in die Vielfalt der Informationsangebote. Da es in Brasilien nur private Sendeanstalten gibt, zeigten sie sich überrascht über die Existenz von öffentlich-rechtlichen Anbietern. Die Besuche des Hauses der Geschichte, des Brühler Schlosses und des Schokoladenmuseums rundete die zweiwöchige Reise ab.

Zukunft in Brasilien

Am Ende zogen die Berufsschülerinnen und -schüler ein sehr positives Fazit. "Dies war eine tolle Reise und eine wertvolle Erfahrung für mich. Sie hat mir die Augen über die vielfältigen Möglichkeiten geboten, die mir Deutschland nach meiner Ausbildung bietet. Hier würde ich gerne eine Weile leben, auch wenn ich meine Zukunft in Brasilien sehe", sagt Nicole Borges Silva, Speditionskauffrau im zweiten Ausbildungsjahr.

Alle Auszubildenden blieben im Anschluss an die Reise in Deutschland. Die Mehrzahl wird ein Praktikum beim Mutterkonzern ihres Ausbildungsunternehmens absolvieren, um die Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede der Unternehmensprozesse zwischen Brasilien und Deutschland kennenzulernen.

Quelle: Heiko Weinhappl, Berufsschulleiter des BBZ der Deutschen Schule Colégio Humboldt São Paulo

Das Berufsbildungszentrum der Deutschen Schule Colégio Humboldt São Paulo gehört zu den 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder betreut werden. Die ZfA fördert die Schulen in personeller, finanzieller und pädagogischer Hinsicht und begleitet ihre qualitätsorientierte Schulentwicklung. Sie berät bei der Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil, beim Auf-bau des Deutschunterrichts in lokalen Schulen und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards. An rund zehn berufsbildenden Zentren im Ausland wird die duale Ausbildung in kaufmännischen und gewerblich-technischen Berufen angeboten.