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10 Jahre PASCH - Bundespräsident besucht DSD-Schule in Kiew

Datum 06.06.2018

Anlässlich des deutsch-ukrainischen Sprachenjahres und des 10-jährigen Jubiläums der PASCH-Initiative besuchte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier während seines Staatsbesuches in der Ukraine am 30. Mai die Schule 239 in Kiew.













Während seines Schulbesuchs begrüßte er die Vertreter der PASCH-Partner Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) und Goethe-Institut und führte Gespräche mit Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften, die aus den 25 DSD-Schulen und 16 Fit-Schulen der ganzen Ukraine zusammengekommen waren. Zudem bekam die Deutsche Schule Kiew das Gütesiegel "Exzellente Deutsche Auslandsschule" verliehen.

Die Schule 239 in Kiew ist - zusammen mit der Schule 90 in Odessa - die älteste DSD-Schule der Ukraine. Bereits im Jahre 1996 wurden hier die ersten Deutschen Sprachdiplome verliehen. Auf diesen Umstand wurde der Bundespräsident gleich im Eingangsbereich der Schule aufmerksam gemacht. Denn dort hängt eine fast mannshohe Replik eines Sprachdiploms der Anfangszeit. Auch viele weitere Urkunden von Absolventen der Schule über Siege bei Deutsch-Olympiaden, Jugend-Debattiert-International und Teilnahmen an nationalen und internationalen Projekten nahm Frank-Walter Steinmeier dort wahr, bevor er vom Kiewer ZfA-Fachberater Christoph Jeggle in die Aula der Schule begleitet wurde.

Austausch mit PASCH-Vertretern

In der Aula warteten an Stehtischen als Vertreter aller ukrainischen PASCH-Schulen jeweils vier Schülerinnen und Schüler mit Fotos und anderen sprechenden Zeugnissen auf den Bundespräsidenten, um vom Leben mit PASCH im Deutschunterricht, bei Projekten, Schulpartnerschaften und anderem zu berichten. Steinmeier wurde begleitet vom Botschafter Ernst Reichel sowie von weiteren Delegationsmitgliedern wie dem Bundestagsabgeordneten Omid Nouripour und dem Historiker Karl Schlögel, die sich ihrerseits auch an den Stehtischen mit den verschiedenen Schülervertretern unterhielten.

Den zweiten Teil des Besuchs bildete ein Gespräch am Runden Tisch mit Lehrkräften der ukrainischen PASCH-Schulen. Dabei ging es um aktuelle Fragen rund um das Fach Deutsch im Zusammenhang mit den anstehenden Bildungsreformen und der allgemeinen politischen Situation im Land. Als erfreuliches Ergebnis konnte der Botschafter verkünden, dass unmittelbar vor dem Eintreffen des Bundespräsidenten mit dem stellvertretenden Bildungsminister der Ukraine, Pavlo Chobzej, eine Vereinbarung unterzeichnet wurde, die den DSD-Schulen weiterhin ermöglicht, diejenigen Schülerinnen und Schüler auszuwählen, die besonderes Interesse und Talent für Deutsch haben.

Großer Erfolg der PASCH-Initiative

Steinmeier zeigte sich erfreut darüber, dass die unter seiner Federführung vor zehn Jahren ins Leben gerufene PASCH-Initiative sich in der Ukraine gut entwickelt. Er habe damals die Hoffnung gehabt, in einer Zeit, in der sich viele zersplitternde und isolationistische Tendenzen bemerkbar machten, mithilfe der vermittelnden Kraft der deutschen Sprache und Kultur Brücken und Verbindungen weltweit zu schlagen und zu pflegen. Zum Abschluss wurde, wieder in der Aula der Schule 239, der Deutschen Schule Kiew das Gütesiegel "Exzellente Deutsche Auslandsschule" verliehen.

Die anwesenden Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen waren begeistert und betonten die Angemessenheit und Authentizität des Bundespräsidenten. Als nach den Interviews für die vor dem Schultor wartenden Journalisten die schwarze Staatskarosse mit Frank-Walter Steinmeier samt der Kolonne an Begleitfahrzeugen die Schule verlassen hatte, sagte Valentina Orap, die seit über 30 Jahren stellvertretende Schulleiterin der Schule 239 ist und in den 1990er Jahren das DSD-Programm nach Kiew geholt hatte: "Das war eine großartige Sache, der Besuch des Bundespräsidenten! Jetzt wissen auch die ukrainischen Bildungsbehörden, welch besondere Schulen die DSD-Schulen sind!"

Quelle: Christoph Jeggle

Die Initiative "Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH) vernetzt weltweit mehr als 1.800 Schulen, an denen Deutsch einen besonders hohen Stellenwert hat. PASCH ist eine Initiative des Auswärtigen Amtes in Zusammenarbeit mit der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), dem Goethe-Institut (GI), dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und dem Pädagogischen Austauschdienst der Kultusministerkonferenz (PAD). Durch PASCH sollen lebendige, langfristige Bindungen zu Deutschland aufgebaut werden. Ziel ist eine internationale weltumspannende Lerngemeinschaft, die Schulen, ihre Lehrkräfte und ihre Schülerinnen und Schüler anregt, sich untereinander auszutauschen und in deutscher Sprache zusammenzuarbeiten (siehe auch www.pasch-net.de).