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Soll das Bargeld abgeschafft werden? Jugend debattiert in China

Datum 16.05.2018

Ansichten und Standpunkte überzeugend vertreten und das auch noch in deutscher Sprache: Das ist das Ziel des Wettbewerbs "Jugend debattiert in China", dessen siebtes Finale am 2. Mai in Chengdu stattfand.













Seit sieben Jahren debattieren neben Ländern in Mittel- und Osteuropa sowie Südamerika auch in China junge Deutschlernende überaus erfolgreich. Inzwischen ist das Netzwerk des Wettbewerbs "Jugend debattiert in China" auf 23 Sprachdiplom-Schulen angewachsen, das heißt, rund 500 Schülerinnen und Schüler, die das Deutschen Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz auf der Stufe II ablegen werden, beschäftigen sich mit dem Projekt im Rahmen ihres regulären Deutschunterrichts an den von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) geförderten DSD-Schulen.

Dreitägiges Siegertraining

Nachdem die jeweiligen Schulsieger ermittelt wurden, fanden am 17. März die Regionalfinale für die Regionen Peking, Shanghai und Chengdu statt. Die vier Erstplatzierten hatten sich damit ihre Teilnahme am dreitägigen Siegertraining mit Debattiercoach Professor Tim Wagner von der Humboldt Universität zu Berlin vom 29. April bis zum 1. Mai erkämpft.

Im direkten Anschluss daran fand das Nationale Finale 2018 an der Experimentellen Fremdsprachenschule Chengdu statt. Dort trafen die vier besten Debattantinnen und Debattanten, diesmal aus Shanghai, Chengdu, Yuxi und Nanjing kommend, aufeinander. Sie alle konnten mit beeindruckenden Sprachkenntnissen und inhaltlich guten Argumenten zur finalen Streitfrage "Soll das Bargeld abgeschafft werden?" das Publikum begeistern. Die Entscheidung fiel den Juroren, darunter auch dem Generalkonsul Dr. Klaus Otto Schmidt, nicht leicht. Sieger wurde am Ende He Yuankai von der Shanghai Fremdsprachenschule. Für ihre hervorragenden Leistungen im Wettbewerb wurden die Finalisten mit Preisträgerstipendien des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) der Kultusministerkonferenz ausgezeichnet.

Deutsche Sprache fördern

Jugend debattiert in China wird jährlich in Zusammenarbeit mit der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) organisiert und von der Stiftung Mercator finanziell unterstützt. Der deutschsprachige Schüler-Wettbewerb soll dazu beitragen, dass junge Menschen ihre Ansichten und Standpunkte inhaltlich fundiert und überzeugend vertreten können und will die deutsche Sprache als Medium der Debatte fördern. Debattiert wird zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Themen.

Quelle: Gundula Meyer-Oehring, Fachberaterin für Deutsch in Shanghai

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes betreut im Auftrag des Auswärtigen Amts als Schulaufsicht des Bundes unter Mitwirkung der Länder derzeit 140 Deutsche Auslandsschulen. Sie fördert die Schulen in finanzieller, personeller sowie pädagogischer Hinsicht und begleitet ihre qualitätsorientierte Schulentwicklung. Weiterhin betreut und fördert die ZfA rund 25 Deutsch-Profil-Schulen, nationale Schulen mit einem ausgeprägten deutschen Unterrichts- und Abschlussprofil, sowie rund 1.100 nationale Schulen, die zum Deutschen Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz führen. Alle von der ZfA geförderten Schulen gehören um Netzwerk der Initiative "Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH). Die ZfA berät bei der Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil, beim Aufbau des Deutschunterrichts in lokalen Schulen und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.