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16 neue kulturweit-Freiwillige an PASCH-Schulen in Chile

Datum 06.04.2018

Es ist wieder soweit: kulturweit entsendet im Rahmen der Ausreise März 16 neue Freiwillige nach Chile. Die jungen Leute zwischen 18 und 24 Jahren werden in den kommenden sechs bzw. zwölf Monaten an Schulen von Punta Arenas bis La Serena ihr Herkunftsland und ihre Muttersprache authentisch vermitteln.

Gruppenbild: Freiwillige, Schüler und die ZfA-FachberaterinQuelle: Anna Hendrischk-Seewald

Nachdem alle kulturweit-Freiwilligen bereits in einem zehntägigen Vorbereitungsseminar am Berliner Werbellinsee für ihre Aufgabe als Kulturvermittler und kommende interkulturelle Differenzen sensibilisiert worden waren, sollten sie nach der Ankunft in Chile auch noch speziell in ihr Einsatzland und ihre bevorstehenden Aufgaben an den PASCH-Schulen eingeführt werden. Bereits zum zweiten Mal lud die Fachberaterin der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), Anna Hendrischk-Seewald, alle Freiwilligen zu diesem zweitägigen Einführungsseminar ein.

Gute Vorbereitung ist alles

Nach ihrer Ankunft am 13. März sollten die Neuankömmlinge jedoch erst einmal einen Eindruck von dem Ort bekommen, an dem sie – 12.000 Kilometer von zu Hause entfernt – gelandet waren: Im Anschluss an die Begrüßung durch Humberto Mur, Mitarbeiter des PASCH-Büros im Goethe-Institut, zeigten die drei "alten" Freiwilligen Tina, Tabea und Florine den neuen Freiwilligen am Nachmittag während einer kleinen Stadttour das Zentrum von Santiago.

Das Seminar-Programm startete am nächsten Morgen mit grundlegenden Informationen zum chilenischen Schulsystem, zur Organisation von PASCH und den verschiedenen Schulen des Netzwerkes. Eva Buchwald von der Deutschen Schule Santiago und Malin Sauter von der DSD-Schule Santa Ursula Vitacura erläuterten anschaulich den chilenischen Schulalltag und erzählten, warum sich ihre Schulen für die Arbeit mit Kulturweit entschieden haben.

Empfang in der Botschaft, Mittagessen in der Deutschen Schule

Besuch in der Botschaft: Die kulturweit-Freiwilligen mit dem Leiter des Kulturreferats Udo EwertzQuelle: Anna Hendrischk-Seewald

Später empfing Udo Ewertz, Leiter des Kulturreferats, die neuen Freiwilligen in der Deutschen Botschaft. Er erklärte die Arbeit in der Botschaft und war offen für alle Art von Fragen, sodass für die Besucher ein etwas verändertes Bild der “Politik zum Anfassen” entstand.

Im Anschluss wurden alle Teilnehmenden zum Mittagessen in die Grundschule der nahe gelegenen Deutschen Schule Santiago eingeladen, wo sie sich gleich in das Gefühl des Schullebens einfinden konnten.

Auf den Spuren deutsch-chilenischer Geschichte

Am Nachmittag hatten die 16 neuen Freiwilligen die Gelegenheit, die deutsch-chilenische Geschichte eigenständig zu erleben. Im Stadtteil Vitacura, wo die geschichtlich bedingte enge Verbindung zwischen beiden Ländern nicht zu übersehen ist, erkundeten und recherchierten sie in Gruppen Orte wie das deutsche Altersheim, den deutschen Sportclub Manquehue und die Clinica Alemana.

Aus den anschließenden Präsentationen ergaben sich viele interessante Gespräche zur deutsch-chilenischen Geschichte, die bis heute besonders die Arbeit an den Deutschen Schulen prägt.

Freiwillige treffen Schüler

Freiwillige im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern aus ChileQuelle: Anna Hendrischk-Seewald

Gemeinsam mit Björte Pürschel, Mitarbeiterin des Goethe-Instituts, hatte Anna Hendrischk-Seewald am nächsten Morgen sechs Schülerinnen und Schüler des Instituto Nacional und der Deutschen Schule Santiago eingeladen. Dieses erste Aufeinandertreffen der kulturweit-Freiwilligen mit den Lernenden war einer der Höhepunkte des Seminars. Die anfängliche Anspannung der Gäste löste sich schnell auf, die Gespräche setzten sich wie von selbst fort und schon sprach man eher über aktuelle deutsche und chilenische Musik und Ausgeh-Möglichkeiten in Santiago anstatt über Schwierigkeiten im Deutschunterricht. Dabei erkannten die neuen Freiwilligen gleich den Vorteil ihrer neuen Rolle an den Einsatzstellen: als Mittler zwischen Schülern und Lehrkräften, die auf diese Art die deutsche Sprache und Kultur weitaus authentischer vermitteln können.

Anschließend machten sich die neuen Freiwilligen mit der Plattform PASCH.net vertraut und nutzten die verbleibende Zeit des zweiten Seminartages für erste eigene Projektideen. Man kann gespannt sein, was die jungen Leute in Chile alles auf die Beine stellen werden.

Quelle: Anna Hendrischk-Seewald, ZfA-Fachberaterin Santiago de Chile