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Was muss ich beachten, wenn ich gegen einen Bescheid Widerspruch einlegen möchte?

Bei einem Widerspruch sind Fristen zu beachten. Der Widerspruch ist innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe eines Bescheides beim Bundesverwaltungsamt (BVA) zu erheben.
Ein Bescheid gilt bei der Zusendung per Post im Inland am dritten Tag als zugegangen (Zugangsfiktion).

Die drei-Tagesfrist beginnt mit dem Tag, an dem wir den Bescheid der Post übergeben haben. Die Zugangsfiktion gilt auch dann, wenn der dritte Tag auf einen Sonntag, einen gesetzlichen Feiertag oder einen Samstag fällt.
Es kommt für die Bekanntgabe des Bescheides nicht darauf an, wann Sie (Empfänger) diesen tatsächlich zur Kenntnis genommen haben, sondern nur, ob er so in Ihren Machtbereich gelangt ist, dass Sie von diesem Schriftstück haben Kenntnis nehmen können. Zum Machtbereich gehört beispielsweise der Briefkasten.

Bitte beachten Sie, dass Erstelldatum und Absendedatum des Bescheides aus technischen Gründen erheblich auseinander fallen können. Daraus entstehen für Sie jedoch keine Nachteile, da die Widerspruchs- und Antragsfristen erst mit Bekanntgabe des Bescheides beginnen.

Beispiel für einen Standardfall:

Ein Bescheid vom 15.10.2013 wird am 16.10.2013 auf den Postweg gegeben. Der Bescheid liegt am 17.10.2013 in Ihrem Briefkasten. Trotzdem gilt der Bescheid erst am 19.10.2013 (Samstag) als Ihnen bekannt gegeben (§ 37 SGB X). In diesem Beispiel ist der Widerspruch fristgerecht eingelegt, wenn er bis zum 19.11.2013 bei uns eingegangen ist.

Der Widerspruch kann schriftlich, zur Niederschrift oder auf dem elektronischen Weg eingelegt werden. Eine elektronische Einlegung des Widerspruches ist aktuell im BVA nicht möglich.

Schriftlich: Ein Widerspruch ohne Ihre eigenhändige Unterschrift ist nicht gültig! Wir akzeptieren einen Widerspruch schriftlich nur als

  • Schreiben mit eigenhändiger Unterschrift
  • Fax mit eigenhändiger Unterschrift
  • E-Mail mit einem eingescannten, eigenhändig unterschriebenen Dokument

Eine E-Mail ohne eingescanntes Dokument mit Ihrer eigenhändigen Unterschrift stellt keinen gültigen Widerspruch dar.