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Joachim Lauer als ZfA-Leiter verabschiedet / Heike Toledo übernimmt Nachfolge

Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik wichtiger denn je

Ausgabejahr 2017
Datum 30.11.2017

Der Leiter der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes Joachim Lauer wurde am 29. November in den Ruhestand verabschiedet. Er leitete die ZfA seit dem Jahr 2001. Seine Nachfolge übernimmt Heike Toledo.

Während Joachim Lauers Amtszeit wurde unter anderem ein systematisches Qualitätsmanagement an den Deutschen Schulen im Ausland eingeführt. Ein besonderes Anliegen war ihm die Stärkung des Netzwerks der Schulen. So wurden ein Direktorenbeirat und ein Verwaltungsleiterbeirat ins Leben gerufen, ein Vorständebeirat wird sich 2018 konstituieren. Neue Projekte, wie beispielsweise die Einführung des Deutschen Sprachdiploms (DSD) als Prüfungsformat in Frankreich und weiteren Ländern gemeinsam mit der Kultusministerkonferenz, waren große Erfolge. Ebenfalls in seine Amtszeit fiel der Start der Initiative "Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH) des Auswärtigen Amts. Neue Schulen wurden in die Förderung und ins Netzwerk aufgenommen, Kooperationen mit den PASCH-Partnern wurden gefestigt und ausgebaut. Ein Meilenstein war das Inkrafttreten des Auslandsschulgesetzes im Jahr 2014. Die Förderung der Deutschen Auslandsschulen hat damit erstmals eine gesetzliche Grundlage erhalten. Auch die Vernetzung von In- und Ausland hat Lauer nie aus dem Blick verloren. So wird zum Beispiel das DSD als Instrument der Auslandsschularbeit seit 2012 auch erfolgreich im innerdeutschen Schulwesen in Willkommensklassen eingesetzt.

Bei der offiziellen Verabschiedung am 29. November in Köln hob der Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation im Auswärtigen Amt, Dr. Andreas Görgen, hervor: "Joachim Lauer hat in seiner 16jährigen Amtszeit große und grundlegende Erfolge für das Auslandsschulwesen erzielt und dabei immer sein besonderes Interesse an der Arbeit der Auslandsschullehrerinnen und Auslandsschullehrer behalten". Christoph Verenkotte, Präsident des Bundesverwaltungsamtes, betonte: "Mit seinem unermüdlichen Engagement hat Joachim Lauer maßgeblich dazu beigetragen, dass sich das Auslandsschulwesen heute eines hervorragenden Rufs erfreut".

Ab dem 1. Dezember wird Heike Toledo die Facharbeit der ZfA steuern. Damit die ZfA auch zukünftig erfolgreich wirken kann, sei es unerlässlich, betont sie, die Auslandsschularbeit als wichtigen Bestandteil der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik weiterhin zu profilieren: "Angesichts der vielen Krisen weltweit ist die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik wichtiger denn je. Sie öffnet Türen und ermöglicht Dialoge. Die deutsche Auslandsschularbeit spielt hier eine ganz entscheidende Rolle, denn an den von der ZfA geförderten Schulen beginnen Bildungsbiografien."

Über Heike Toledo: Heike Toledo, geboren 1964 in Neustrelitz, ist Lehrerin für Geografie, Russisch, Spanisch und Deutsch als Fremdsprache. Erste Auslanderfahrung sammelte sie als Ortslehrkraft in Kuba. Anschließend unterrichtete Heike Toledo mehrere Jahre an einem Gymnasium in Neubrandenburg und war nebenamtlich als Studienleiterin am Landesinstitut für Schule und Ausbildung in Mecklenburg-Vorpommern tätig, bevor sie im Jahr 2002 als Fachberaterin für Deutsch für die ZfA nach Polen ging. Dort koordinierte die Pädagogin bis zum Jahr 2007 das Lehrerentsendeprogramm. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland wurde Toledo als Regionalbeauftragte für Mittel-Ost-Europa und die GUS-Staaten in der ZfA tätig. 2010 übernahm sie die Teamleitung des Bereichs "Deutsches Sprachdiplom", 2014 die Leitung des Fachbereichs ZfA 3 "Deutsches Sprachdiplom, Deutsch als Fremdsprache".

Über die ZfA: Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes betreut im Auftrag des Auswärtigen Amts als Schulaufsicht des Bundes unter Mitwirkung der Länder derzeit 140 Deutsche Auslandsschulen. Sie fördert die Schulen in finanzieller, personeller sowie pädagogischer Hinsicht und begleitet ihre qualitätsorientierte Schulentwicklung. Weiterhin betreut und fördert die ZfA rund 25 Deutsch-Profil-Schulen, nationale Schulen mit einem ausgeprägten deutschen Unterrichts- und Abschlussprofil, sowie rund 1.100 nationale Schulen, die zum Deutschen Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz führen. Alle von der ZfA geförderten Schulen gehören um Netzwerk der Initiative "Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH). Die ZfA berät bei der Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil, beim Aufbau des Deutschunterrichts in lokalen Schulen und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.