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Neue Richtlinie für Lehrkräftevergütung

Ausgabejahr 2016
Datum 29.09.2016

Die neue "Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen an Lehrkräfte im Auslandsschulwesen“ wurde am 22. September veröffentlicht und wird voraussichtlich im November erstmalig angewendet. Da sie bereits rückwirkend zu Anfang Januar wirksam wird, erhalten Lehrkräfte eine zusätzliche Einmalzahlung.

In der Bereinigungssitzung des Deutschen Bundestags am 11. November 2015 wurde die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) deutlich gestärkt. Das Auswärtige Amt erhielt für die personelle und finanzielle Förderung der Deutschen Auslandsschulen 2016 zusätzlich 20 Millionen Euro. Damit soll vor allem der Auslandsschuldienst für Lehrkräfte attraktiver gemacht werden.

Um die Lehrkräftevergütung anzupassen, erarbeiteten das Auswärtige Amt und die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen des Bundesverwaltungsamtes (ZfA) eine Neufassung der "Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen an Lehrkräfte im Auslandsschulwesen“. Diese Richtlinie fasst die bisher auf acht Richtlinien verteilten Regelungen zusammen. Unter Beibehaltung bewährter Grundstrukturen wurde den Erfordernissen und Interessen der Lehrkräfte durch Angleichung an Regelungen des Bundesbesoldungsgesetzes Rechnung getragen. Nach Beteiligung des Bundesrechnungshofes und Bundesministeriums für Finanzen ist die neue Richtlinie am 22. September veröffentlicht worden.

Die neue Richtlinie modernisiert das Zuwendungssystem, schafft einen einheitlichen Rahmen für alle von der ZfA vermittelten Lehrkräfte und passt sich dynamisch entsprechend der Einkommensentwicklung vergleichbarer Beschäftigter an sich verändernde Lebens- und Arbeitsumstände an. Unter anderem wurde die Familienzuwendung angepasst, die die Situation von Auslandsdienstlehrkräften mit mitreisenden Familienangehörigen berücksichtigt. Die bisherigen pauschalierten Mietzuschüsse wurden durch Mietobergrenzen ersetzt, um eine angemessene Unterbringung sicherzustellen.

Weiterer Schwerpunkt der Neufassung der Richtlinie war die Verbesserung der finanziellen Unterstützung der Bundesprogrammlehrkräfte (BPLK). Sie erhalten nun Zuwendungen in Höhe der jeweils für Inlandsbedienstete vergleichbaren Eingangsbesoldungen. Die Zuwendungen für BPLK werden damit auf ein marktgerechtes Niveau gehoben.

Die umfassende Modernisierung des Zuwendungssystems gewährleistet aus der Sicht des Auswärtigen Amts und der ZfA nachhaltig die Attraktivität des Auslandsschuldienstes und ist damit wesentlicher Baustein, um die Wettbewerbsfähigkeit und Qualität des deutschen Auslandsschulwesens insgesamt zu stärken. Die strukturelle Anpassung an das Bundesbesoldungsgesetz sichert dauerhaft eine gleichgerichtete Entwicklung der Zuwendungen. Gleichzeitig werden Transparenz und Vergleichbarkeit zwischen den Lehrkräften und den entsprechenden Beschäftigungsgruppen im Auslandseinsatz gefördert.

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes betreut im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder derzeit 140 Deutsche Auslandsschulen, 25 Deutsch-Profil-Schulen sowie rund 1.100 Sprachdiplomschulen. Sie fördert die Schulen in finanzieller, personeller und pädagogischer Hinsicht und begleitet ihre qualitätsorientierte Schulentwicklung. Die ZfA berät bei der Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil, beim Aufbau des Deutschunterrichts in lokalen Schulen und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.