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IHK-Auslandsschulwettbewerb: Drei Deutsche Auslandsschulen ausgezeichnet

Ausgabejahr 2014
Datum 14.05.2014

Am 13. Mai fand die Preisverleihung des vierten IHK-Auslandsschulwettbewerbs „Schüler bauen weltweit Brücken“ im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin statt. Ausgezeichnet wurden das Istanbul Lisesi, die Deutsche Schule St. Kilian`s in Dublin und die Deutsche Schule Santiago de Chile. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel eröffnete den Festabend.

Mit persönlichen Interviews und Kurzfilmen konnten die Schülerinnen und Schüler sowie Schulleiterinnen und Schulleiter den rund 700 geladenen Gästen, darunter viele hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft, ihre Projekte präsentieren. Die Auszeichnung der Schulen ist fester Bestandteil der alle zwei Jahre stattfindenden Weltkonferenz der Deutschen Auslandshandelskammern.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel begrüßte in seiner Eröffnungsrede explizit die Schülerinnen und Schüler und dankte den Auslandshandelskammern. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka lobte die Arbeit der Schulen: „Ich habe gerade vor kurzem eine Deutsche Auslandsschule in Ankara besucht. Wir müssen dankbar sein für die Arbeit, die an den Deutschen Auslandsschulen vor Ort geleistet wird“.

Maria Böhmer, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, und Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), überreichten die mit insgesamt 80.000 Euro dotierten Preise. „Deutsche Auslandsschulen stehen mit Sicherheit für eine qualifizierte Bildung und in Zukunft für eine qualifizierte duale Ausbildung. Sie sind lebendiger Ausdruck einer wirklichen Willkommenskultur“, lobte die Staatsministerin und ergänzte: „Der DIHK spricht mit dem Wettbewerb eine Anerkennung an alle Deutschen Auslandsschulen aus. Ich baue auf das fünfte Mal“.

Die Preisträgerschulen

Über den ersten Platz und ein Preisgeld von 40.000 Euro konnte sich das Istanbul Lisesi freuen. In ihrem Projekt „Noch kein Abitur, aber schon Studierende“ baut die Schule für Hochbegabte eine Brücke zum Studienstandort Deutschland. In Form eines Fernstudiums können Schülerinnen und Schüler ab der zehnten Klasse bereits ein sogenanntes Frühstudium an der TU Kaiserslautern beginnen.

Für das Projekt „Grüne Schule“ vergab die Jury den mit 25.000 Euro dotierten zweiten Preis an den Eurocampus der Deutschen Schule St. Kilian’s. Eine Initiative für umweltbewusstes Verhalten wurde so in den schulischen Alltag integriert, dass die Schüler sich selbständig um die Umsetzung und Weiterentwicklung kümmern und ein nachhaltiges Bewusstsein zum Schutz der Umwelt entwickeln.

Die Deutsche Schule Santiago de Chile erhielt 15.000 Euro für den dritten Platz. Ausgezeichnet wurde sie für ihr Sozial-Projekt C.A.S.A. (Centro de Acción Social del Alemán). Dieses von Schülerinnen und Schülern eigenverantwortlich durchgeführte Projekt hat zum Ziel, jedes Jahr Holzhäuser für bedürftige Familien zu bauen. Dabei lernen die teilnehmenden Schüler andere Lebensrealitäten kennen und können eine wichtige soziale Rolle in der chilenischen Gesellschaft einnehmen.

Ein Ziel des Wettbewerbs, den die IHK-Organisation seit 2008 alle zwei Jahre durchführt, ist es, die besondere pädagogische Qualität der Auslandsschulen deutlich zu machen und die Kooperation zwischen den Schulen und der Wirtschaft vor Ort zu stärken. Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) unterstützt den Wettbewerb pädagogisch.

Die drei Preisträgerschulen gehören zu den mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.