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TERMINHINWEIS FÜR DIE PRESSE:
PREISVERLEIHUNG AM 6. JANUAR 2015 IM AUSWÄRTIGEN AMT

Das Auswärtige Amt zeichnet sieben innovative Projekte der Auslandsschulen zur Inklusion und zur Berufsbildung aus.

Ausgabejahr 2014
Datum 16.12.2014

Am 6. Januar verleihen Prof. Maria Böhmer, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, und Ulla Schmidt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, die Preise an sieben Auslandsschulen. Schirmherren sind Bundesaußenminister Frank‐Walter Steinmeier und Ulla Schmidt.

Von Quito über Accra und Dublin bis Shanghai: In 71 Ländern der Welt leisten Deutsche Auslandsschulen ambitionierte Arbeit. 140 Schulen sind es inzwischen auf allen Kontinenten, an denen 81.800 Schülerinnen und Schüler, unter ihnen 61.000 Nichtdeutsche, unterrichtet werden. Hinzu kommen rund 1.100 Schulen, die das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz weltweit anbieten, mit derzeit über 350.000 jungen Deutschlernern. Längst geht es um mehr als die reine Vermittlung der deutschen Sprache.

Die Themen "Berufliche Bildung" und "Inklusion" haben nicht nur an Schulen in Deutschland, sondern auch an den vielen Auslandsschulen Priorität. Auch die Auslandsschulen suchen nach den Fachkräften von morgen. Auf diese Weise bringen sie nicht nur hochmotivierte Studierende und Auszubildende nach Deutschland, sondern bilden auch Fachkräfte für einheimische Unternehmen aus und liefern starke Impulse für das jeweilige Schulsystem ihres Landes. Der neue Ansatz der inklusiven Beschulung unterstützt nicht nur die Gemeinschaft, sondern auch eine individuelle Leistungsentwicklung.

Die beiden in diesem Jahr ausgelobten Preise "Beruf macht Schule – Exzellenzpreis Berufsorientierung in der deutschen Auslandsschularbeit" und "DAS – Gemeinsam lernen und leben – Inklusion an Deutschen Auslandsschulen" unterstreichen die fortschrittlichen Initiativen der geförderten Schulen im Ausland.

Dr. Frank‐Walter Steinmeier, Bundesminister des Auswärtigen, übernahm gerne die Schirmherrschaft für den Wettbewerb "Beruf macht Schule": "Viele Partner in der Welt lassen sich vom Ansatz der dualen Ausbildung inspirieren und entwickeln ähnliche Ideen. Sie dabei zu unterstützen, ist ein wichtiges Anliegen der Bundesregierung. Die Deutschen Auslandsschulen und die Schulen, die das Deutsche Sprachdiplom anbieten, sind ideale Orte, bewährte Modelle beruflicher Bildung zu erproben und an die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort anzupassen."

Ulla Schmidt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, und Schirmherrin für den Wettbewerb "Inklusion an Deutschen Auslandsschulen" freut sich sehr über die Initiative dieses Preises: "Deutsche Schulen bedeuten Vielfalt auf jeder Ebene. Wir können nicht damit zufrieden sein, dass bislang nur sehr wenige Kinder und Jugendliche mit Behinderungen die Möglichkeit haben, eine Deutsche Schule im Ausland zu besuchen. Wir müssen uns hier um so mehr um neue Ideen und pragmatische Ansätze bemühen."

Die Preisverleihung findet im Rahmen des Jahrestreffens der Leiterinnen und Leiter der 140 Deutschen Auslandsschulen statt. Alle ausgezeichneten Projekte werden kurz vorgestellt. Im Anschluss lädt das Auswärtige Amt, gemeinsam mit der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen des Bundesverwaltungsamtes, zu einem Empfang ein. Zu den Gästen gehören die Auslandsschulleiter, jeweils
drei Vertreter der prämierten Schulen, sowie Akteure aus bildungspolitischen Institutionen und Ministerien.

INTERVIEWMÖGLICHKEIT
Prof. Maria Böhmer, Ulla Schmidt sowie Vertreterinnen und Vertreter der prämierten Schulen stehen im Vorfeld bzw. am Veranstaltungstag für Interviews zur Verfügung.

ANMELDUNG
Wir bitten um vorherige Anmeldung für die Veranstaltung und die Interviews bei der beauftragten Agentur unter presse‐auslandsschulen@meder.eu.



DIE VIER PREISTRÄGER DES WETTBEWERBS "GEMEINSAM LERNEN UND LEBEN – INKLUSION AN DEUTSCHEN AUSLANDSSCHULEN"

1. Preis (dotiert mit 10.000 Euro)
Deutsche Schule Rio de Janeiro – Escola Alemã Corcovado, Brasilien
Die 1.300 Schülerinnen und Schüler der Deutschen Schule Rio de Janeiro können zwischen einem deutschen und einem brasilianischen Ausbildungszweig wählen. Das Thema Inklusion ist fest als Teil der Schulkultur verankert. Die gesamte Schulgemeinschaft einschließlich der Eltern befasst sich aktiv mit dem Thema und es gibt eine offene Kommunikation auch zu strittigen Fragen. Auf Früherkennung legt die Schule mit ihrem Inklusionsmodell höchstes Augenmerk.

2. Preis (dotiert mit 5.000 Euro)
Deutsche Schule Pretoria, Südafrika
"Gemeinsam auf dem Weg": Unter diesem Motto setzt die Deutsche Schule in der Hauptstadt Südafrikas, einem Land mit elf offiziellen Sprachen, inklusive Maßnahmen auf inner- und außerschulischer Ebene ein. Barrierefreie Zugänge, spezielle Schalldämmungen in den Klassenzimmern für Hörgeschädigte, regelmäßige sozialpädagogische Übungen mit den Kindern und "Runde Tische" mit den Eltern gehören dazu. 850 Kinder und Jugendliche werden hier unterrichtet. "Entscheidend ist für uns die innere Haltung aller am Schulleben Beteiligten", sagt Schulleiter Norbert Klevenz.

3. Preis (dotiert mit 2.500 Euro)
Deutsche Schule Barcelona, Spanien
Individuelle Lernbegleitungen und Nachteilsausgleiche bietet die Deutsche Schule Barcelona schon seit zehn Jahren an. Entwicklungsgefährdete Kinder können sich auf Wunsch der Eltern einem
psychopädagogischen Testverfahren unterziehen. Die 1.400 Schüler umfassende Einrichtung bietet Supervisionen für Lehrer und Workshops für Eltern an. In einem umfangreichen Leitfaden sind die
Grundsätze der Schule zur individuellen Förderung festgehalten und dienen allen Lehrkräften als Grundlage für ihre Arbeit.

Sonderpreis
German Swiss International School Accra, Ghana
Kinder mit Behinderung haben es in Ghana schwer, oft werden sie von ihren Familien versteckt. Die German Swiss International School bietet mit ihrem Stützunterricht einen Gegenpol. Zehn Prozent der Schüler weisen besondere Herausforderungen auf, wie Sprachentwicklungsstörungen oder Autismus. Zu den Förder- und Inklusionsmaßnahmen gehören kreative Angebote wie "Time for Talents", "Free Play", individuelle Studienzeiten. Hier darf sich der schwer körperbehinderte sechsjährige Michael frei äußern: "So bin ich eben!"



DIE DREI PREISTRÄGER DES WETTBEWERBS „BERUF MACHT SCHULE – EXZELLENZPREIS BERUFSORIENTIERUNG IN DER DEUTSCHEN AUSLANDSSCHULARBEIT

1. Preis (dotiert mit 10.000 Euro)
Deutsche Schule Instituto Ballester in Buenos Aires, Argentinien
Um ihre Schüler früh für einen Berufsweg in Deutschland zu interessieren, hat die Schule umfangreiche Maßnahmen entwickelt. Gemeinsam mit dem in die Schule integrierten Berufsbildungszentrum konnte das Konzept "MehrAusBildung" bereits erfolgreich umgesetzt werden: Mit einem zweimonatigen Austauschprogramm inklusive einer Hochschulbesuchswoche in Bayern, mit Ausbildungstutoren und durch Partnerschaften mit den Hochschulen in Regensburg und Coburg. Zu der Berufsbildungsmesse "EduAlemania" und dem Unternehmensplanspiel "Junior Manager" werden auch weitere südamerikanische Schulen eingeladen.

2. Preis (dotiert mit 5.000 Euro)
Loyola‐Gymnasium in Prizren, Kosovo
Das noch nicht einmal zehn Jahre junge klassische Gymnasium im Süden des Kosovo weist die landesweit besten Schul-Abschlüsse auf. Pro Jahr legen hier rund 100 von 700 Schülerinnen und Schülern das Deutsche Sprachdiplom ab. Von Anfang an pflegte das Loyola‐Gymnasium Kontakte zu Förderern in Deutschland. So konnten seit 2010 hochmotivierte Absolventen als Auszubildende an mehrere mittelständische Unternehmen in Westfalen vermittelt werden. Gut die Hälfte der 14 jungen Menschen, die dieses Jahr im Rahmen der "Ausbildungsinitiative" nach Westfalen kamen, waren Mädchen. Besonders Begabte erwartet hier ein Duales Studium.

3. Preis (dotiert mit 2.500 Euro)
Deutsche Schule Bilbao, Spanien
Derzeit liegt die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien bei über 50 Prozent. Umso mehr Gewicht erhält hier eine frühe Berufsorientierung. Die Deutsche Schule Bilbao schreibt Berufs‐ und Studienberatung groß. Bereits seit 2005 schickt sie, mittels einer Vereinbarung mit neun Europaschulen, alle Schülerinnen und Schüler ihrer Abiturklassen für zweiwöchige Praktika in Unternehmen nach Schleswig‐Holstein. In diesem Herbst fand die vierte Studien‐ und Berufsmesse an der Schule statt. Unterstützung erfahren die jungen Menschen auch in dem breiten Alumni‐Netzwerk und einer neuen Kooperation mit der Humboldt‐Universität.

PRESSEKONTAKT
Im Auftrag der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen für die Schulpreise des Auswärtigen Amtes:
Dorothee Tackmann
meder. agentur
für veranstaltungen
und kommunikation gmbh
rosenstraße 18
10178 berlin

tel.: +49 (0) 30 / 2888451‐16
mobil: +49 (0)179 / 1003845
mail: presse‐auslandsschulen@meder.eu
internet: www.meder.eu

geschäftsführung: christoph meder
hrb: 160165 B – amtsgericht charlottenburg
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