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BVA-Präsident Christoph Verenkotte bei der Eröffnung des Weltkongresses Deutscher Auslandsschulen in Berlin

Ausgabejahr 2014
Datum 06.06.2014

"Bildung weltweit. Chancen weltweit" lautet das Motto des diesjährigen Weltkongresses Deutscher Auslandsschulen, der gerade in Berlin stattfindet. Aus über 70 Ländern dieser Welt sind Gäste angereist, um sich mit den Themen der Auslandsschularbeit zu beschäftigen. Veranstaltet wird das Spitzentreffen des Auslandsschulwesens vom Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA), dem Auswärtigen Amt (AA) und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des BVA.

"Die Deutschen Auslandsschulen sind täglich gelebte Orte unserer Willkommenskultur. Sie eröffnen über 60.000 jungen Menschen aus unseren Partnerländern den Zugang zur deutschen Sprache und Kultur. Sie sind Orte des interkulturellen Lernens, der Begegnung und der gegenseitigen Verständigung" stellt Christoph Verenkotte, Präsident des Bundesverwaltungsamtes (BVA), die Auslandsschulen vor und dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die an den Deutschen Auslandsschulen eine unverzichtbare Arbeit leisten.

"Lassen Sie uns "Chancen weltweit" nicht nur verstehen als die Chancen, die sich jungen Menschen über die Bildung eröffnen, sondern auch als Chancen, die sich für Deutschland bieten und noch besser genutzt werden sollten", greift Verenkotte in seiner Rede das Motto auf.

Er betont einen weiteren Aspekt des Mottos und führt an, dass viele Jugendliche, zum Beispiel in den Ländern Südeuropas mangelhafte berufliche Perspektiven und dadurch wenig aussichtsreiche Zukunftschancen hätten. Das Modell der dualen Bildung, wie es in Deutschland durchgeführt wird, sieht er als einen Weg, der neue Chancen eröffnen kann und erklärt: "An zwölf Standorten Deutscher Auslandsschulen wird die berufliche Bildung bereits angeboten. Im Koalitionsvertrag ist der politische Auftrag formuliert worden, die berufliche Bildung an den Deutschen Auslandsschulen noch stärker zu verankern. Diesem Auftrag widmet sich die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen des BVA." Er betont, dass die Herausforderungen, die sich dabei stellen, nur zu meistern seien, wenn alle an einem Strang zögen: die Schulen, die Eltern, die Unternehmen und deren Verbände sowie die Politik. "Investitionen in Bildung sind Investitionen mit einer hohen Effizienzrendite für die gesamte Gesellschaft. Hier lohnt sich das Engagement" appelliert Verenkotte.

An den Deutschen Auslandsschulen und DSD-Schulen werden aktuell rund 432.000 Schüler unterrichtet - 10 % mehr als im letzten Jahr. Dieses Potential gilt es angesichts des demographischen Wandels als Chance zu sehen und zu nutzen. Absolventen von Deutschen Auslandsschulen und DSD-Schulen verfügen über Schlüssel-Qualifikationen wie Mehrsprachigkeit, interkulturelle Kompetenz und Weltoffenheit. Sie spielen eine wichtige Rolle als Mittler zwischen den Kulturen und als verantwortliche Akteure in einer globalisierten Welt. "Wir sollten noch mehr daran arbeiten, dass sie in Deutschland Rahmenbedingungen und Zugangsvoraussetzungen vorfinden, die ihnen das Gefühl vermitteln, im Sinne einer gelungenen Willkommenskultur ‚zu Gast bei Freunden‘ zu sein" fordert Christoph Verenkotte.

Die Themen des Weltkongresses Deutscher Auslandsschulen geben einen Überblick über die vielfältigen Entwicklungen und Verdienste der Auslandsschularbeit. Sie zeigen gleichermaßen neue Aufgaben und Herausforderungen auf und geben einen Einblick in die unterschiedlichen Bildungswelten, in denen die ZfA mit ihrer Auslandsschularbeit tätig ist.