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Erfolgreicher Weltkongress stärkt Wahrnehmung Deutscher Auslandsschulen

Ausgabejahr 2014
Datum 11.06.2014

Unter dem Motto "Bildung weltweit. Chancen weltweit." fand in Berlin vom 4. bis zum 7. Juni der 4. Weltkongress Deutscher Auslandsschulen statt. Auf Einladung des Weltverbands Deutscher Auslandsschulen (WDA), des Auswärtigen Amts und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes kamen rund 450 Vorstände, Schul- und Verwaltungsleiter der mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen sowie erstmalig auch Vertreter der rund 1.100 Sprachdiplomschulen, der Berufsbildungszentren im Ausland, Fachberater und Prozessbegleiter zu dem Spitzentreffen.

Im Mittelpunkt der zahlreichen und hochrangig besetzten Podiumsdiskussionen, Workshops und Fachbeiträge standen aktuelle bildungspolitische Themen wie das Auslandsschulgesetz, die gemeinsame Identität der geförderten Schulen im Ausland oder die Bedeutung von Bildungsqualität. Best-Practice-Beispiele verdeutlichten erste Erfolge, aber auch Handlungsbedarf im Bereich berufliche Bildung sowie Inklusion.

Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier betonte in seiner Eröffnungsrede, dass Kultur und Bildung in der zukünftigen Außenpolitik eine stärkere und entscheidende Rolle spielen werden. "Wir kommen häufig einfach zu spät, wenn wir Abiturienten in China oder Indien ansprechen, die ihren Schulabschluss schon haben". Was die Deutschen Schulen im Ausland leisten, sei daher "kein schmückendes Beiwerk, sondern ein wichtiger Bestandteil der auswärtigen Politik", so der Außenminister. Auch Politiker wie der Vorsitzende des Unterausschusses für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik Dr. Peter Gauweiler sowie die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags Ulla Schmidt unterstrichen in ihren Redebeiträgen die Bedeutung des deutschen Auslandsschulwesens.

Sylvia Löhrmann, Präsidentin der KMK und Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, hob hervor, dass Deutschland bereit sei, "zukünftig stärker auch Initiativen beruflicher Bildung an Auslandsschulstandorten zu unterstützen, nicht nur vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, sondern gerade auch vor dem Hintergrund der dramatisch hohen Jugendarbeitslosigkeit in den von der jüngsten europäischen Wirtschafts- und Finanzkrise am stärksten betroffenen Ländern".

Der alle vier Jahre stattfindende Weltkongress soll das Netzwerk der Auslandsschulen stärken und das Engagement seiner unterschiedlichen Akteure würdigen. "Der Weltkongress in Berlin hat gezeigt, dass die Wahrnehmung der deutschen Auslandsschularbeit nicht nur bei allen Beteiligten, sondern auch bei den politisch Verantwortlichen stark gewachsen ist", fasst Joachim Lauer, Leiter der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, zusammen. Impulse konnte hier auch eine vom WDA initiierte Studie zum Wertbeitrag Deutscher Auslandsschulen der Universität St. Gallen setzen, die beim Weltkongress vorgestellt wurde. "Die Untersuchung schafft die Grundlage für den langfristigen Austausch, um über die vielfältigen Wertbeiträge dieses einzigartigen globalen Schulnetzwerkes zu diskutieren", sagt Detlef Ernst, Vorstandsvorsitzender des WDA.