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Deutsche Schule Sofia feiert Tag der Pressefreiheit

Datum 15.05.2018

Zehn Jahre Deutsche Schule Sofia: Das muss gefeiert werden, unter anderem mit einem "Tag der Pressefreiheit". Am 8. Mai veranstalteten Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften diesen Tag an ihrer Schule, vielleicht der Beginn einer langjährigen Tradition?













Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen hatten den Programmauftakt vorbereitet: Sie informierten ihr Publikum aus Schülerschaft, Lehrkräften und Eltern über die bedeutendsten Aspekte der Meinungs- und Pressefreiheit. "Was aber noch wichtiger ist, es gelang ihnen ihre eigene subjektive Meinung über aktuelle Ereignisse und politische Zustände bezogen auf das Thema, auf eine kreative und anspruchsvolle Art und Weise zu präsentieren", betonte Ralitza Kirova, Schülerin der Klasse 10.

Um sich vertieft mit dem Thema Meinungs- und Pressefreiheit auseinandersetzen, insbesondere im World Wide Web, gab es anschließend eine Podiumsdiskussion, die von Vilia Vassileva, Klasse 10, und Violeta Helling, Klasse 11, geleitet wurde. Hier wurde das Thema "Freedom of opinion on the internet", insbesondere "How to deal with hate speech on the internet?" von vier Teilnehmenden diskutiert. Dazu gehörte die Journalistin Irina Nedeva, Vorsitzende des bulgarischen Flügels der Association of European Journalists, Maria Stoyanova, bulgarische Vorsitzende im European Regulators Group for Audiovisual Media Services, Marcus Haas, Pressesprecher der Deutschen Botschaft in Sofia, sowie Konstantin Pavlov, der unter dem Pseudonym "Komitata" einen der erfolgreichsten Blogs in Bulgarien führt und mit Kommentaren, positiven wie negativen, im Internet täglich zu tun hat.

Diskussion zu hate speech

Nach einer kurzen Vorstellung wurden die Gäste gebeten, den Ausdruck hate speech zu definieren. Darunter verstanden sie Äußerungen, hinter denen keine konstruktive Kritik steht, sondern die Absicht eine Person zu verletzen aufgrund einer Tatsache oder Eigenschaft, die außerhalb des Einflussbereiches, der jeweiligen Person steht. Anschließend diskutierten sie die Frage, ob es im Sinne demokratischer Werte sei, solche Äußerungen als illegal zu bezeichnen. Hier waren sich die Teilnehmer einig, dass es hierzu Regulierungen geben solle. Doch wie man mit solchen Kommentaren persönlich umgehen sollte, dazu gab es Meinungsunterschiede. Maria Stoyanova äußerte, man solle solche Kommentare besprechen, um das allgemeine Gewissen zu steigern, denn dabei werden auch Menschen aktiv informiert, die ursprünglich keine aktive Rolle in der Internetdiskussion spielten. Konstantin Pavlov teilte mit, dass er persönlich Hasskommentare auf seinem Blog löscht, während Irina Nedeva die jeweilige Person anschreibt und diese bittet den Kommentar selber zu löschen und zu überdenken.

Zur Frage, wieso hate speech und fake news überhaupt entstehen, wurde neben den schon oft thematisierten Punkten wie Terrorismus und Xenophobie auch angesprochen, dass hate speech ein effektives Marketingmittel sei.

Meinung des Anderen akzeptieren

Anschließend wurde über die Möglichkeit staatlicher Regularien diskutiert. Unterschiede hierzu in Deutschland und Bulgarien wurden erwähnt wie auch die Verantwortung der Europäischen Union. Alle waren sich einig, auch außerhalb des Internets respektvoll zu bleiben und stets die Meinung des Anderen zu akzeptieren. Eine Fragerunde mit dem Publikum rundete den Tag ab.

Ralitza Kirova resümiert: "Grundsätzlich fand ich persönlich diesen Tag äußerst erfolgreich, da er es geschafft hat, das Bewusstsein über ein Thema, die Meinungsfreiheit, das wir in der heutigen modernen Zeit als selbstverständlich verstehen, zu steigern, nicht nur bei dem Publikum, sondern sicherlich auch bei denjenigen, die den Tag organisiert und daran Teil genommen haben. Der Tag der Pressefreiheit bot den Schülern eine Plattform an, auf der sie sich frei entfalten und ihren Ideen und Meinungen freien Lauf lassen konnten."

Quelle: Ralitza Kirova, Klasse 10, Deutsche Schule Sofia

Die Deutsche Schule Sofia gehört zu den 140 Deutschen Auslandsschulen weltweit, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts offiziell betreut werden. Auf der Grundlage des Auslandsschulgesetzes nimmt die ZfA die Schulaufsicht wahr, berät und fördert die Schulen personell, finanziell sowie pädagogisch und begleitet ihre qualitätsorientierte Schulentwicklung. Die Deutschen Auslandsschulen sind Orte der Begegnung und des interkulturellen Dialogs. Sie legen Wert auf die Mehrsprachigkeit und individuelle Förderung ihrer Schülerinnen und Schüler, die sowohl deutsche als auch internationale und einheimische Schulabschlüsse erwerben können.