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Politik und Grundgesetz im Fokus

Datum 22.01.2018

Solidarisch. Stark. Demokratisch. Geeint: So wünschten sich junge Leute Europa, beschrieb Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, seine Eindrücke aus einem Gespräch mit Schülerinnen und Schülern, das Ende letzten Jahres an der Deutschen Schule Thessaloniki (DST) stattfand. Auch Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgerichts, war kürzlich Gast an der DST.

Staatsminister Roth währen der Diskussion mit Oberstufenschülern der DS ThessalonikiQuelle: DS Thessaloniki

In der Gesprächsrunde zwischen Michael Roth und den Schülerinnen und Schülern der Klassen 10 bis 12 wurde schnell deutlich, dass sich die Jugendlichen – darunter zahlreiche Mitglieder der neu gegründeten Politik-AG – sehr gut vorbreitet hatten und dem Gast aus dem Auswärtigen Amt zahlreiche kritische Fragen stellen konnten. Alexander Viering, stellvertretender Schulleiter und Gründer der Politik-AG, wies zu Beginn der Veranstaltung darauf hin, dass nach einer schulinternen Umfrage über 90 Prozent der Schülerinnen und Schüler Europa und die EU als Garant für Frieden und Wohlstand sehen und sich somit als überzeugte Europäer dem Leitbild der DST, in dem es unter anderem heißt: "Unsere Perspektive ist Europa", verpflichtet fühlen.

Großes Interesse an Politik

Im Fokus des Gesprächs standen vor allem die Fragen "Quo vadis Griechenland?" und welche Rolle kann die EU einschließlich Deutschland bei der Lösung der Wirtschafts- und Finanzkrise spielen. Staatsminister Roth appellierte in diesem Zusammenhang an die Eigenverantwortung des griechischen Staats, aber auch an die der Schülerinnen und Schüler selbst. Dennoch sah er auch die EU in der Pflicht, die bisherigen Maßnahmen zu evaluieren und gegebenenfalls neue Wege einzuschlagen.

Es entwickelte sich eine lebhafte, intensive Diskussion zwischen dem Staatsminister und den Jugendlichen. Nach Durchführung einer Juniorwahl und einer Wahlparty im September letzten Jahres zeigte sich erneut, wie groß das politische Interesse der Schülerinnen und Schüler an der DST ist.

Bundesverfassungsgericht: nur blauer Himmel

Nur kurze Zeit später wurde Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgerichts, an der DS Thessaloniki empfangen. Mit dem Zitat des ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer "Über dem Bundesverfassungsgericht ist nur blauer Himmel" wurde Voßkuhle von Alexander Viering in der Aula begrüßt. Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts war für eine Stunde Gast an der DST und stand einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Klassen 8 bis 12 Rede und Antwort.

Die Frage "Deutschland in guter Verfassung?" stand im Mittelpunkt der Diskussion. Werden Minderheiten von der Mehrheit zu wenig beachtet? Brauchen wir mehr plebiszitäre Elemente auf Bundesebene? Fehlen soziale Grundrechte im Grundgesetz? Die Schülerinnen und Schüler unternahmen mit Prof. Voßkuhle einen kritischen Streifzug durch das Grundgesetz. Es entwickelte sich ein spannender Austausch zwischen dem obersten Verfassungsrichter und den Mitgliedern der Politik-AG. Mit vielen neuen Denkanstößen verabschiedeten sich schließlich die Schülerinnen und Schüler von ihrem Gast. "Eine intensive und spannende Stunde ging viel zu schnell vorbei!", hieß es anschließend in der Schule.














Die Deutsche Schule Thessaloniki gehört zu den 140 Deutschen Auslandsschulen weltweit, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts offiziell betreut werden. Auf der Grundlage des Auslandsschulgesetzes nimmt die ZfA die Schulaufsicht wahr, berät und fördert die Schulen personell, finanziell sowie pädagogisch und begleitet ihre qualitätsorientierte Schulentwicklung. Die Deutschen Auslandsschulen sind Orte der Begegnung und des interkulturellen Dialogs. Sie legen Wert auf die Mehrsprachigkeit und individuelle Förderung ihrer Schülerinnen und Schüler, die sowohl deutsche als auch internationale und einheimische Schulabschlüsse erwerben können.