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Gemeinsam sind wir stärker

Datum 29.09.2017

Die Deutsche Schule in Mexiko-Stadt unterstützt Erdbebenopfer mit über 150 Tonnen Hilfsgüter. Solidarität ist in Mexiko nicht nur ein Wort. Solidarität wird in Mexiko gelebt und ist kennzeichnend nicht nur für die Landesbewohner im Allgemeinen, sondern ganz besonders auch für die Gemeinschaft der Deutschen Schule in Mexiko-Stadt.














Als Mexiko am 7. September 2017 von einem Erdbeben der Stärke 8.2 Grad erschüttert wurde, hatten sich die Mitglieder der Schulgemeinschaft wenige Stunden später bereits zusammengetan und sowohl an den drei Campus in Mexiko-Stadt als auch an privat organisierten Orten Spendensammelstellen eingerichtet. Die Sachspenden wurden unverzüglich in besonders stark betroffene Gebiete wie Chiapas und Oaxaca transportiert.

Nur wenige Tage später - die Spendensammelaktionen waren noch am Laufen - wurde Mexiko-Stadt selbst von einem erneuten, verheerenden Erdbeben heimgesucht: Am 19. September 2017 ließ ein Erdbeben der Stärke 7.1 Grad auf der Richterskala in der mexikanischen Hauptstadt Gebäude und Häuser einstürzen, welche tausende von Menschen unter sich begruben. Auch in Bundesstaaten wie Morelos, Puebla und dem Estado de México waren schwerste Sachschäden sowie Todesopfer zu beklagen.

Das entstandene Leid ließ die Schulgemeinschaft keine Sekunde zögern, sondern unverzüglich zur Tat schreiten: Schülerinnen und Schüler, Alumni, Eltern, Lehrkräfte, Verwaltungspersonal und Vertreter der Schulleitung, Jung und Alt, aus Mexiko, Deutschland und anderen Ländern, machten sich auf, um den in Not geratenen Mitmenschen zu helfen. Die einen gingen direkt in die Stadtteile Mexico Citys, die besonders stark betroffen waren, um bei der Suche nach Überlebenden zur Hand zu gehen, die Rettungskräfte und Familien der Opfer mit Wasser und Essen zu versorgen oder mit Motorrädern Ärzte in die Gefahrenzonen zu transportieren. Psychologen begaben sich in die Notunterkünfte, um mit den traumatisierten Menschen zu sprechen und viele machten sich auf den Weg um Blut zu spenden.

Einrichtung von Spendensammelstellen

Zunächst in den Häusern einiger Eltern und Lehrkräfte, und schließlich - als die Schulgebäude detailliert untersucht und zur Nutzung wieder freigegeben worden waren - richtete die Deutsche Schule an ihren drei Campus und unter der großen Unterstützung der Elternvertretungen und Schülerinnen und Schülern Spendensammelstellen ein. Der Zulauf war überwältigend. Hunderte Helfer legten Hand an, und es gingen tausende Hilfsgüter ein. Innerhalb von wenigen Tagen hatte die Deutsche Schule mehr als 150 Tonnen Medikamente, Lebensmittel, Wasser, Rettungsartikel, Zeltplanen, Decken und so weiter gesammelt. Diese wurden täglich in privat organisierten Transportern in die vom Erdbeben besonders stark betroffenen Gebiete in Mexiko-Stadt sowie in die Bundesländer Morelos, Puebla und Estado de México gebracht und verteilt.

Damit ist die Hilfeleistung noch lange nicht zu Ende. Die Finanzkampagne der Deutschen Schule richtete ein Konto ein, über das Geldspenden getätigt werden können. Vertreter der Schulleitung arbeiten mit Partnerschulen in Deutschland, der ZfA und Deutschen Auslandsschulen Wege aus, um auch aus anderen Ländern finanzielle Hilfe empfangen zu können. Die Liste an Hilfsaktionen der Schulgemeinschaft, sowohl institutioneller als auch privater Natur, ist lang.

"Zusammen sind wir stärker" und "#FuerzaMéxico" ist das Motto, das zum Wahlspruch für die Zeit nach den schweren Erdbeben des Monats September in Mexiko wurde. Es ist Synonym für Mexiko - und für die Gemeinschaft der Deutschen Schule in Mexiko-Stadt.

Ein Beitrag von Patricia Münch, Deutsche Schule Mexiko-Stadt

Hier sehen Sie einen Bericht des Senders n-tv über das Erdbeben in Mexiko-Stadt und die Spendensammelaktion der Schule.














Die Deutsche Schule in Mexiko-Stadt gehört zu den 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder betreut werden. Die ZfA fördert die Schulen in personeller, finanzieller und pädagogischer Hinsicht und begleitet ihre qualitätsorientierte Schulentwicklung. Sie berät bei der Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil, beim Aufbau des Deutschunterrichts in lokalen Schulen und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.