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Königin Silvia von Schweden erhält Theodor-Wanner-Preis

Datum 28.09.2017

Am 26. September wurde in Berlin der Theodor-Wanner-Preis des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) an Königin Silvia von Schweden verliehen. Sie ist Alumna der Deutschen Schule Colégio Visconde de Porto Seguro in Sao Paulo. In seiner Laudatio hob Außenminister Sigmar Gabriel die wichtige Rolle der Deutschen Auslandsschulen in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik hervor.













Ein Gong ertönte und die Gäste im Berliner Allianz Forum erhoben sich von ihren Plätzen, um ihre Majestät die Königin von Schweden feierlich zu begrüßen. An diesem Abend wurde sie mit dem Theodor-Wanner-Preis für ihr herausragendes Engagement für den Dialog der Kulturen ausgezeichnet. Königin Silvia von Schweden engagiert sich in zahlreichen internationalen Initiativen für benachteiligte und missbrauchte Kinder ebenso wie für Demenzkranke und behinderte Menschen.

Außenminister Gabriel beschrieb sie mit den Worten: "Sie leben vor, wie es gelingen kann, als höchste Repräsentantin eines Landes eben nicht das Enge, das Nationale zu betonen, sondern der Engstirnigkeit Weltoffenheit und Menschlichkeit entgegenzusetzen, die nach Innen in unsere Gesellschaften hinein wirkt und nach außen Verbindung zwischen Gesellschaften und Kulturen schafft, zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft."

Königin Silvia von Schweden wuchs in Brasilien auf und war Schülerin an der Deutschen Schule Colégio Visconde de Porto Seguro in Sao Paulo, mittlerweile eine der größten Deutschen Schulen im Ausland. In seiner Laudatio betonte Außenminister Sigmar Gabriel auch die wichtige Rolle der Deutschen Auslandsschulen als kulturelle Brückenbauer, die wichtige Freiräume schaffen, für Austausch und die Öffnung über Grenzen hinweg.

Seit 2009 verleiht das ifa den Theodor-Wanner-Preis unter der Schirmherrschaft des Bundesaußenministers. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Human Rights Watch, Yoko Ono und Daniel Barenboim. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro spendete Königin Silvia in diesem Jahr dem Sociedade Beneficente Alemã (Deutscher Hilfsverein) in Sao Paulo. Der Verein betreut ältere Menschen mit kognitiver Abhängigkeit und bietet pädagogische und kulturelle Programme für sozial benachteiligte Kinder an.

Die Deutsche Schule Colégio Visconde de Porto Seguro in Sao Paulo gehört zu den 140 Deutschen Auslandsschulen weltweit, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts offiziell betreut werden. Auf der Grundlage des Auslandsschulgesetzes nimmt die ZfA die Schulaufsicht wahr, berät und fördert die Schulen personell, finanziell sowie pädagogisch und begleitet ihre qualitätsorientierte Schulentwicklung. Die Deutschen Auslandsschulen sind Orte der Begegnung und des interkulturellen Dialogs. Sie legen Wert auf die Mehrsprachigkeit und individuelle Förderung ihrer Schülerinnen und Schüler, die sowohl deutsche als auch internationale und einheimische Schulabschlüsse erwerben können.