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Neuer Ausbildungsgang auf Teneriffa

Datum 28.09.2017

23 Auszubildende starteten am 19. September auf Teneriffa ihre Ausbildung zu Hotelfachleuten. Die deutsche Auslandsberufsschule FEDA Madrid eröffnete diesen neuen dualen Ausbildungsgang als Pilotprojekt feierlich.

Das große Interesse der Inselregierung, die deutsche duale Berufsausbildung einzuführen, und der ständige Bedarf an gut ausgebildeten mehrsprachigen Fachkräften in der Hotelbranche auf Teneriffa bilden die Grundpfeiler des neuen Ausbildungsprojektes der FEDA (Formación Empresarial Dual Alemana) Madrid. Im Rahmen der feierlichen Eröffnungsveranstaltung betonte der Präsident des Cabildo de Tenerife, Carlos Alonso, die hervorragenden Zukunftschancen, die sich für die 23 Auszubildenden zu Hotelfachleuten ergeben. Gleichzeitig appellierte er an die teilnehmenden Hotels, ihren Ausbildungsauftrag verantwortungsvoll wahrzunehmen.

Die Inselregierung hatte im Vorfeld einen Deutsch-Intensivkurs subventioniert, den die FEDA Madrid für 50 Jugendliche der Insel als Vorbereitung auf die deutschsprachige Berufsausbildung durchgeführt hat. Neben dem Erlernen der Fachsprache waren in dem fast fünfmonatigen Deutschkurs auch Elemente der Ausbildungsvorbereitung enthalten, zum Beispiel Workshops zum Bewerbungsverfahren, Besuche bei Ausbildungshotels mit Fachvorträgen und das Kennenlernen touristischer Sehenswürdigkeiten der Kanareninsel.

Duale Ausbildung: qualifizierter Einstieg in den Arbeitsmarkt

Der deutsche Botschafter in Spanien, Peter Tempel, wies in seiner Ansprache auf die Bedeutung der Kombination von praktischer und theoretischer Ausbildung hin. Er sieht die duale Berufsausbildung als einen wesentlichen Faktor für eine niedrige Jugendarbeitslosigkeit an. Die hoch motivierten Auszubildenden werden auf Teneriffa sowohl bei internationalen Hotelketten als auch bei lokalen Hotels ausgebildet. Als Vertreter der Auszubildenden begrüßten Jeremy Afonso und Miriam Rodríguez die fast 100 Gäste im Sala Noble des Cabildos. Afonso freut sich auf seine Ausbildung zum Hotelfachmann. Er sieht darin eine ausgezeichnete Möglichkeit, einen qualifizierten Arbeitsplatz in der Hotelbranche zu erlangen und dabei mitzuwirken, die zahlreichen Touristen und Besucher der Kanarischen Inseln professionell und gastfreundlich willkommen zu heißen.

Die FEDA Madrid ist für die Koordination des Ausbildungsgangs auf Teneriffa und für die Durchführung sowie Qualitätssicherung des Berufsschulunterrichts nach dem Rahmenlehrplan für Hotelfachleute der Kultusministerkonferenz (KMK) verantwortlich. Zur Unterstützung des Pilotprojektes hat die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) Karen Wunsch, Berufsschullehrerin mit dem Berufsfeld Ernährung und Hauswirtschaft aus Hamburg, nach Teneriffa vermittelt. Karen Wunsch fasst ihre ersten Eindrücke zusammen: "Die meisten Auszubildenden erlebe ich als leistungsstark und besonders motiviert, diese anspruchsvolle Aufgabe zu meistern und gute Gastgeber auf Teneriffa zu werden."

Vermittlung der deutschen Sprache

Bei der Qualitätssicherung des praktischen Teils der dualen Berufsausbildung ist die Deutsche Handelskammer für Spanien (AHK Spanien) beteiligt. Sie ist für die Durchführung der Zwischen- und Abschlussprüfungen zuständig, vergibt zusammen mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die Prüfungszeugnisse, qualifiziert die Ausbilder in den Hotels weiter und berät sie bei der Umsetzung der praktischen Ausbildung in den Unternehmen.

Zusätzlich steht die Vermittlung der deutschen Sprache im Mittelpunkt der zweijährigen Ausbildung. Ziel ist es, dass die Auszubildenden das neue Prüfungsformat Deutsches Sprachdiplom (DSD) I PRO der ZfA und KMK erfolgreich ablegen können. Auf dem Lehrplan stehen aber auch branchenspezifischer Englischunterricht sowie Wirtschaft/Recht und Politik. Als Highlights sind im zweiten Ausbildungsjahr ein zweiwöchiger Aufenthalt an einer Berufsschule und Praktika in Deutschland im Rahmen eines Erasmus+ Projektes vorgesehen.

Die FEDA Madrid gehört zu den 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder betreut werden. Die ZfA fördert die Schulen in personeller, finanzieller und pädagogischer Hinsicht und begleitet ihre qualitätsorientierte Schulentwicklung. Sie berät bei der Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil, beim Aufbau des Deutschunterrichts in lokalen Schulen und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards. An rund zehn berufsbildenden Zentren im Ausland wird die duale Ausbildung in kaufmännischen und gewerblich-technischen Berufen angeboten.