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Lesefüchse International: Lesen oder Deutsch lernen? Beides!

Datum 21.09.2017

Was ist echte Freundschaft? Warum ist das Leben wertvoll? Was bedeuten Veränderungen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich sechs Finalistinnen und Finalisten des ZfA-Wettbewerbs "Lesefüchse International".

Lesefuchs 2017: Die stolze Siegerin Natālija Šreibere aus Lettland Lesefüchse International: Lesen oder Deutsch lernen? Beides!Quelle: ZfA

Am 14. September traten sechs junge Deutschlernerinnen und Deutschlerner aus Rumänien, Georgien, Bulgarien, Belarus, Lettland und Russland im Finale des Lese- und Diskutierwettbewerbs "Lesefüchse International" gegeneinander an. Auf der Bühne des Hauses der Berliner Festspiele herrschte eine spannende Atmosphäre: Nur die Besten erreichten die Finalrunde.

Anhand von vier Büchern diskutierten die Jugendlichen auf Deutsch die Fragen, die sich jeder Mensch mindestens einmal im Leben stellt. "Like me" von Thomas Feibel, "Zeit der großen Worte" von Herbert Günther, "Echt" von Christoph Scheuring und "Brennendes Wasser" von Lukas Erler, diese Bücher standen zur Debatte. Mit exzellenter Textkenntnis und beeindruckender Überzeugungskraft setzte sich Natālija Šreibere aus Lettland als Siegerin durch. Die Jury und das Publikum waren sich einig.

Man muss eine Leidenschaft haben

Natalija lernt erst seit zwei Jahren Deutsch und hat bereits an zahlreichen Wettbewerben teilgenommen. "Wenn man etwas will, dann schafft man das gar ohne Probleme", erzählte sie. "Man muss eine Leidenschaft dafür haben. Ein Mensch kann sehr gute Argumente haben, aber wenn seine Augen nicht glänzen, ist es für das Publikum nicht interessant." Heike Toledo, die in der Jury für die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen saß, war vom Deutschniveau der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beeindruckt: "Man merkt gar keinen Unterschied, ob jetzt deutsche Jugendliche diskutiert haben oder Schülerinnen und Schüler aus dem Ausland, die Deutsch als Fremdsprache lernen."

Das Wettbewerbsfinale fand im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals unter Schirmherrschaft von Außenminister Sigmar Gabriel statt.

Ein Bericht von Anastasiia Hryshyna, Alumna der DSD-Schule Gymnasium Nr. 6 in Charkiw in der Ukraine. Sie ist DAAD-Stipendiatin und studiert Publizistik und Kommunikationswissenschaft im fünften Semester an der FU Berlin.













Der Wettbewerb "Lesefüchse International" wurde von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) initiiert, um Deutschschülerinnen und -schülern in Mittel- und Osteuropa deutschsprachige Jugendliteratur nahezubringen. Sie besuchen die 9. bis 12. Klassen an Sprachdiplomschulen, die von der ZfA betreut werden und zum Deutschen Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz führen.

Insgesamt 14 junge Finalistinnen und Finalisten aus zehn Ländern im Alter von 14 bis 18 Jahren waren eine Woche lang in Berlin zu Gast. Sechs von ihnen traten im Finale gegeneinander an. Eine aus Valentin Pomakov, Gewinner der Lesefüchse 2016, Heike Toledo, ZfA, und Kathrin Köller, Fachjournalistin für Kinder- und Jugendliteratur, bestehende Jury wählte zusammen mit dem Publikum den "Internationalen Lesefuchs 2017", also die Kritikerin bzw. den Kritiker mit den überzeugendsten Argumenten.

Die Veranstaltung wurde von der ZfA organisiert und fand in Kooperation mit dem Internationalen Literaturfestival Berlin statt.