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Neue Karrierewege in Ungarn

Datum 14.09.2017

Zum ersten Mal starteten Auszubildende im Ausbildungsberuf der Industriekaufleute am 1. September an der Audi Hungaria Schule Györ mit ihrer zweijährigen dualen Berufsausbildung.

Schultag für die angehenden Industriekaufleute an der Audi Hungaria Schule Györ Neue Karrierewege in UngarnQuelle: Audi Hungaria Schule Györ

Es war ein ganz besonderer erster Schultag an der Audi Hungaria Schule: Erstmals wurden auch die Auszubildenden des beruflichen Zweigs in der traditionellen Schuljahreseröffnungsfeier am 1. September in die Schulgemeinschaft der Audi Hungaria Schule aufgenommen. Mit den Worten "Du gehörst zu uns!" überreichten die Grundschülerinnen und -schüler den ersten kaufmännischen Auszubildenden eine Schultüte.

In der kaufmännischen Berufsausbildung arbeitet die Schule mit Unternehmen des automobilen Umfeldes in Györ als dualer Partner zusammen. Die Auszubildenden werden an zwei Tagen in der Woche an der Audi Hungaria Schule unterrichtet und an den übrigen drei Tagen am Arbeitsplatz im jeweiligen Ausbildungsunternehmen ausgebildet. Auch dort kommt der deutschen Sprache beim Kontakt mit Lieferanten und Kunden eine besondere Bedeutung zu.

Berufliche Handlungskompetenz und persönliche Entwicklung

Den Kern des dualen Systems der Berufsausbildung beschreibt der Leiter des beruflichen Zweigs, Andreas Mittermair, an der Audi Hungaria Schule so: "Ziel ist der integrative Erwerb beruflicher Handlungskompetenz, um zukünftige berufliche Anforderungen kompetent und verantwortungsbewusst bewältigen zu können. Hierbei ist uns neben der fachlichen Ausbildung auch die persönliche Entwicklung unserer Auszubildenden im beruflichen Zweig besonders wichtig."

Dem umfangreichen Auswahlverfahren konnten sich Abiturientinnen und Abiturienten stellen, die mindestens über das deutsche Sprachniveau B2/C1 verfügten. Das Berufsbild "Fremdsprachige/r Industriekaufmann/-frau" wurde auf Initiative der Träger- und Betreiberstiftung der Audi Hungaria Schule in Ungarn neu geschaffen. Die Jugendlichen können im Verlauf der Ausbildung auch ein Fremdsprachenzertifikat Englisch erhalten.

Bereits heute freuen sich die Jugendlichen auf ein vierwöchiges Sommerpraktikum zwischen dem ersten und zweiten Ausbildungsjahr am Stammsitz ihres Ausbildungsunternehmens in Deutschland.

Neue Karrierewege in Ungarn

Nachdem 2015 bereits die Sprachförderung mit Zielrichtung DSD I PRO begonnen wurde und im Sommer 2016 auch die Einführung der dualen Ausbildung in gewerblich-technischen Berufen erfolgt ist, sei nun mit der Einführung der kaufmännischen dualen Berufsausbildung zum Beginn dieses Schuljahres ein weiterer Meilenstein erreicht, teilte die Schule mit. Olivia Schubert, Vorsitzende der Trägerstiftung, betont: "Die Trägerstiftung der Audi Hungaria Schule möchte eine Vorreiterrolle in der Schaffung neuer Karrierewege in Ungarn einnehmen. Als Träger sehen wir uns in der Pflicht, die Rahmenbedingungen für die Audi Hungaria Schule zu sichern, um eine hohe Qualität und Innovation im Bildungswesen verwirklichen zu können. Neben der hervorragenden Allgemeinbildung richtet sich unser Augenmerk nun auf die duale Berufsausbildung."

"Wir sind sehr stolz darauf, dieses Projekt an unserer Schule starten zu können", freut sich Schulleiter Günther Schuster. "Damit entsteht in Györ ein für die jungen Menschen in Ungarn einzigartiger Bildungsgang, der ihnen hervorragende berufliche Perspektiven vermittelt." In Theorie und Praxis gut ausgebildete Jugendliche werden gesucht, um den Fachkräftebedarf der Unternehmen zu sichern.

Die Audi Hungaria Schule Györ gehört zu den 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder betreut werden. Die ZfA fördert die Schulen in personeller, finanzieller und pädagogischer Hinsicht und begleitet ihre qualitätsorientierte Schulentwicklung. Sie berät bei der Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil, beim Aufbau des Deutschunterrichts in lokalen Schulen und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards. An rund zehn berufsbildenden Zentren im Ausland wird die duale Ausbildung in kaufmännischen und gewerblich-technischen Berufen angeboten.