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Außenminister Gabriel diskutiert mit tschechischen Schülern

Datum 03.07.2017

Die Politik sei wie eine Klassengemeinschaft: Mit diesen Worten begann eine Diskussion in der Aula des Gymnasiums Joachima Barranda in Beroun, Tschechien. Zu Gast waren Bundesaußenminister Sigmar Gabriel und der tschechische Außenminister Lubomír Zaorálek, die am 24. Juni zusammen mit zwanzig Schülerinnen und Schülern sprachen.













Die tschechische Kleinstadt Beroun, westlich von Prag gelegen, ist seit vielen Jahren die Partnerstadt von Goslar, dem Geburtsort von Sigmar Gabriel. Bei seinem Staatsbesuch in der Tschechischen Republik nutzte Gabriel die Gelegenheit, zusammen mit seinem Amtskollegen mit Jugendlichen und Lehrkräften sowie den Schulleitern Monika Beuerle von der Deutschen Schule Prag und Stanislav Lidinský vom Gymnasium Joachima Barrande zu diskutieren.

Wie Schulkameraden

"Wie zwei sehr gute Schulkameraden sind Sigmar Gabriel und Lubomír Zaorálek aufgetreten und wollten die deutschen und tschechischen Schüler in ihren Freundeskreis aufnehmen", hieß es seitens der Deutschen Schule Prag. "Genau wie unter Kameraden konnten wir Fragen stellen, selbst noch als die offizielle Zeit schon abgelaufen war." Die Diskussion zum Thema "aktuelle Lage in Europa" begann mit Fragen zum Brexit, zu dem Stand der deutsch-tschechischen Beziehungen und handelte von der neuen Rolle Europas.

Europa sei nicht "Deutschland oder Frankreich", Europa sei die Gemeinschaft der verbleibenden 27 Staaten, die "nicht nur nach innen", sondern "auch nach außen" gemeinsam auftreten sollten, war Tenor der Diskussion, bei der auch Schülerinnen und Schüler der Deutschen Schule Prag beteiligt waren.

Diskussion auf Augenhöhe

Nicht nur die künftigen Krisen waren ein Gesprächsthema, sondern auch die vergangenen Krisen des 20. Jahrhunderts spielten eine bedeutsame Rolle. "Für viele von uns war es ein außergewöhnliches Ereignis, an dem wir sehr gerne, trotz schulfreiem Samstag, teilgenommen haben" berichteten Beteiligte der Deutschen Schule Prag. "Sigmar Gabriel und Lubomír Zaorálek kamen als deutsch-tschechische Klassenkameraden und diskutierten mit uns auf Augenhöhe, genauso wie es alle aus der Klassengemeinschaft unserer deutsch-tschechischen Begegnungsschule in Prag kennen." Der Bundesaußenminister gab den Schülerinnen und Schülern noch einen Hinweis mit auf den Weg: "Wir sind die erste Generation, die im Frieden leben darf", appellierte Sigmar Gabriel an die Jugendlichen, "die Zukunft liegt an Euch, ihr könnt sie bestimmen".

Die Deutsche Schule Prag gehört zu den 140 Deutschen Auslandsschulen weltweit, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts offiziell betreut werden. Auf der Grundlage des Auslandsschulgesetzes nimmt die ZfA die Schulaufsicht wahr, berät und fördert die Schulen personell, finanziell sowie pädagogisch und begleitet ihre qualitätsorientierte Schulentwicklung. Die Deutschen Auslandsschulen sind Orte der Begegnung und des interkulturellen Dialogs. Sie legen Wert auf die Mehrsprachigkeit und individuelle Förderung ihrer Schülerinnen und Schüler, die sowohl deutsche als auch internationale und einheimische Schulabschlüsse erwerben können.