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Dialog mit China weiter ausbauen

Datum 01.06.2017

Am 23. Mai reiste Außenminister Sigmar Gabriel nach Peking. Im Rahmen seines Besuchs fand erstmalig ein gesellschaftlicher Dialog statt, die erste Sitzung des "hochrangigen deutsch-chinesischen Dialogs für den gesellschaftlich-kulturellen Austausch" mit rund 200 Vertretern beider Länder zu den Themen Bildung, Kultur, Medien, Sport und Jugend.

Die chinesische Vize-Ministerpräsidentin Liu Yandong und der deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel unterzeichneten eine Erklärung zum weiteren Ausbau des gemeinsamen Dialogs. Sowohl der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als auch der chinesische Staatspräsident XI Jinping schickten ihre Glückwünsche an die Teilnehmenden. Die beiden Staatschefs stellten einen neuen Aufschwung in der Entwicklung der deutsch-chinesischen Beziehungen in Aussicht, die sich seit der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen vor 45 Jahren kontinuierlich intensiviert haben.

Deutsch-chinesische Zusammenarbeit

Eine besondere Rolle in der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit im Bereich Bildung spielt die im Jahr 2008 vom Auswärtigen Amt ins Leben gerufene Initiative "Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH). Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) unterstützt aktuell chinaweit 45 PASCH-Schulen, die ihren Schülerinnen und Schülern die Teilnahme am Programm zum Deutschen Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz (DSD) ermöglichen und ihnen dadurch die Perspektive des direkten Zugangs zu deutschen Universitäten und Hochschulen eröffnen.

Auch Joachim Lauer, Leiter der ZfA, nahm an der Sitzung des deutsch-chinesischen Dialogs für den gesellschaftlich-kulturellen Austausch teil. Er nutzte seinen Aufenthalt zum konstruktiven Austausch über gemeinsame Projekte mit hochrangigen Vertretern des chinesischen Erziehungsministeriums und den drei ZfA-Fachberatungen vor Ort.

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes betreut im Auftrag des Auswärtigen Amts als Schulaufsicht des Bundes unter Mitwirkung der Länder derzeit 140 Deutsche Auslandsschulen. Sie fördert die Schulen in finanzieller, personeller sowie pädagogischer Hinsicht und begleitet ihre qualitätsorientierte Schulentwicklung. Weiterhin betreut und fördert die ZfA rund 25 Deutsch-Profil-Schulen, nationale Schulen mit einem ausgeprägten deutschen Unterrichts- und Abschlussprofil, sowie rund 1.100 nationale Schulen, die zum Deutschen Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz führen. Alle von der ZfA geförderten Schulen gehören um Netzwerk der Initiative "Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH). Die ZfA berät bei der Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil, beim Aufbau des Deutschunterrichts in lokalen Schulen und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.