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Erste Damen übergeben Sprachdiplome in Warschau

Datum 23.05.2017

Schülerinnen und Schüler der Willy-Brandt-Schule Warschau begrüßten am 19. Mai hohen Besuch. Elke Büdenbender und Agata Kornhauser-Duda, die beiden "Ersten Damen" der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen, besuchten die Deutsche Schule in Warschau.














Elke Büdenbender, Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, reiste gemeinsam mit dem deutschen Staatsoberhaupt am 19. Mai zu ihrer beider Antrittsbesuch nach Polen. Dort stand für die "First Lady" ein Termin in der Deutschen Schule auf der Agenda.

Gemeinsam mit Agata Kornhauser-Duda, Ehefrau das polnischen Staatspräsidenten Andrzej Duda und Schirmherrin des DSD-Programms in Polen, trug sie sich in das Goldene Buch der Schule ein. Die Frau des Bundespräsidenten ließ es sich nicht nehmen, dabei Schülerinnen und Schülern der ersten Klasse, die sich an der Fensterscheibe zur Pausenhalle die Nasen plattdrückten, zuzuwinken.

Ausdruck der deutsch-polnischen Verständigung

Zur Sprachdiplomverleihung hieß Jörg Frobieter, Schulleiter der Willy-Brandt-Schule, rund 200 Gäste willkommen. Repräsentanten des polnischen Staates, Schulleitungen, Lehrkräfte und DSD-Absolventinnen und Absolventen aus acht polnischen Sprachdiplomschulen aus Warschau, Łódź, Białystok, Lublin und Radom sowie deren Eltern waren an die Willy-Brandt-Schule gekommen.

Agata Kornhauser-Duda betonte in ihrer Ansprache die völkerverbindende Kraft des DSD-Programms, das sie als Ausdruck der deutsch-polnischen Verständigung bezeichnete. Elke Büdenbender führte den Anwesenden die weltweiten Dimensionen des Programms vor Augen und zeigte sich über die hohe Bestehensquote in Polen überrascht.

Dann wurde es spannend für die über 100 DSD-Absolventinnen und Absolventen: Schulweise wurden sie gemeinsam mit ihren Schulleitungen und Deutschlehrkräften auf die Bühne gebeten und erhielten ihre Diplome zum Deutschen Sprachdiplom (DSD) Stufe II der Kultusministerkonferenz. "Eine Gratulation gleich durch zwei Präsidentengattinnen bekommt man nicht alle Tage", freut sich Karl-Martin Everding, Fachberater/Koordinator der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in Warschau, der das DSD-Programm vor Ort betreut.

Feierlicher Anlass

"Ein feierlicher Anlass für die Diplomanden, eine Würdigung der Arbeit der ZfA und ein vergnüglicher Programmpunkt für alle Beteiligten", heißt es seitens der Schule.














Das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund und Ländern. Die Prüfungssätze werden von der ZfA in Bonn erstellt. Hier findet auch die Auswertung der Ergebnisse statt. Alle Regularien des DSD werden im Zentralen Ausschuss behandelt. Die Sprachdiplomprüfung ist mehr als eine bloße Sprachfeststellungsprüfung. Sie hat darüber hinaus Auswirkungen auf den Deutschunterricht in vielen Ländern und ermöglicht eine weltweite Vergleichbarkeit der Leistungen, weil sie am Europäischen Referenzrahmen für Sprachen orientiert ist.

Die Willy-Brandt-Schule Warschau gehört zu den 140 Deutschen Auslandsschulen weltweit, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts offiziell betreut werden. Auf der Grundlage des Auslandsschulgesetzes nimmt die ZfA die Schulaufsicht wahr, berät und fördert die Schulen personell, finanziell sowie pädagogisch und begleitet ihre qualitätsorientierte Schulentwicklung. Die Deutschen Auslandsschulen sind Orte der Begegnung und des interkulturellen Dialogs. Sie legen Wert auf die Mehrsprachigkeit und individuelle Förderung ihrer Schülerinnen und Schüler, die sowohl deutsche als auch internationale und einheimische Schulabschlüsse erwerben können.