Herzlich Willkommen auf der Homepage des Bundesverwaltungsamtes

ZfA bei der Langen Nacht der Ideen 2017

Datum 19.05.2017

Sehnsüchte, Fremdheit, Liebe: Beeindruckende Sprach- und Kunstprojekte zeigte die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in Kooperation mit dem Haus der Kulturen der Welt und einem Poetry Project mit Schülerinnen und Schülern aus Willkommensklassen.














Das Atrium der Reinhardtstraßenhöfe, Sitz der ZfA in Berlin, war am Abend des 12. Mai mit gut 90 Besucherinnen und Besuchern bis auf den letzten Platz besetzt. Auf der Bühne stand der 16-jährige Kahel Kaschmiri und erinnerte sich in einem Gedicht an seinen letzten Sommer in Afghanistan. Der Lyrikvortrag von sechs geflüchteten Jugendlichen aus Afghanistan war der Höhepunkt dieses Abends. Im Poetry Project, initiiert von der Journalistin Susanne Koelbl, hatten sie sehr persönliche Gedichte geschrieben - über Sehnsüchte, Fremdheit, Liebe, Ängste und ihre Erfahrungen der Flucht. Das Publikum war sichtlich bewegt.

Flucht und Migration im Kontext Schule

Die Kooperation "Poetry, Partnerschulen und Neue Expert*innen - Rethinking schools and migration" der ZfA, dem Haus der Kulturen der Welt und dem Poetry Project war Teil der "Langen Nacht der Ideen" des Auswärtigen Amts. Lyrik, Videoarbeiten und künstlerische Installationen machten Flucht und Migration im Kontext Schule sicht- und erlebbar. Bei diesen innovativen Ansätzen zukunftsorientierter Bildung trafen In- und Ausland aufeinander.

Silvia Fehrmann vom Haus der Kulturen der Welt stellte im Interview mit einer Schülerin und dem Künstlerduo "Superfuture" das Projekt "Neue Expert*innen" vor. Jugendliche aus Berliner Willkommens- und Regelklassen hatten gemeinsam mit Künstlergruppen zu den Themen Migration und Flucht, Gemeinschaft und Identität geforscht. Ihre Ergebnisse zeigten sie nun in einer Ausstellung mit Kurzfilmen und Bild-Sound-Installationen.

Wirkungsvoller Transfer von Erfahrungen der Auslandsschularbeit ins Inland

In vielen Willkommensklassen für neu in Deutschland angekommene Schülerinnen und Schüler lernen die Jugendlichen Deutsch mit dem von der ZfA entwickelten Deutschen Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz. Ursprünglich für Schulen im Ausland geschaffen, unterstützt das DSD-Programm auch die sprachliche Erstintegration von Schülerinnen und Schülern in Deutschland. "Die Durchführung des DSD-Programms in Willkommensklassen zeigt sehr deutlich den wirkungsvollen Transfer von Erfahrungen der Auslandsschularbeit ins Inland. Die Förderung der Kommunikationsfähigkeit zur sozialen Teilhabe ist uns dabei besonders wichtig", betont Joachim Lauer, Leiter der ZfA.

Die "Lange Nacht der Ideen" fand zum zweiten Mal statt. Das Auswärtige Amt und seine Partner öffneten dafür interessante Räume in der Hauptstadt, um die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik erlebbar zu machen. Man sah, wie sehr Außen und Innen in der Kultur zusammengehören. Das große Interesse am ZfA-Beitrag machte die starke Bedeutung der schulischen Arbeit in diesem Kontext deutlich.

Ein Video mit Eindrücken von der Veranstaltung finden Sie unter: www.dpa-video.com