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Qualität weiter verbessert

Datum 08.05.2017

Wie gut sind die Deutschen Auslandsschulen? Diese Frage beschäftigt nicht nur Eltern und Lehrkräfte, sondern auch die Fördernden Stellen. Mit der Bund-Länder-Inspektion (BLI) gehen Schulexperten der Zentralstelle für das Auslandschulwesen (ZfA) und der Bundesländer diesem Thema auf den Grund.

Schulrundgang in der Grundschule der DS Toulouse: Inspektoren im Gespräch mit der Grundschulleiterin Qualität weiter verbessertQuelle: S. Miegel

Seit Einführung der BLI 2.0 (zweiter Zyklus der BLI) 2014 hängt die Messlatte für die Deutschen Auslandsschulen (DAS) noch etwas höher. Im März wurde unter anderem die Deutsche Schule Toulouse vom Inspektorenteam besucht und hat die Auszeichnung als "Exzellente Deutsche Auslandsschule" erneut erhalten.

"Die ganze Zeit haben wir uns auf die BLI vorbereitet, aber als es losging, war ich doch etwas aufgeregt", sagt Susanne Self-Prédhumeau, Schulleiterin der Deutschen Schule Toulouse, "auch als der Besuch dann in meinen Unterricht kam". Dies ging den Lehrkräften und den Schülerinnen und Schülern genauso. Alles war zwar ganz so wie sonst auch, aber doch ein bisschen anders in dieser BLI-Woche Ende März.

Seit Einführung der BLI 2.0 wurden bereits fast 50 DAS auf Herz und Nieren geprüft. Damit wurden für ca. ein Drittel der Schulen, für die im Verlauf des gesamten Zyklus ein Schulbesuch vorgesehen ist, die Qualitätsprofile ausgewertet. Erste Ergebnisse liegen inzwischen vor.

Im Vorfeld einer BLI werden jeweils vier Profilmerkmale den schulischen Spezifika gemäß aus zehn möglichen Qualitätsmerkmalen ausgewählt. Entsprechend variiert die Grundgesamtheit der Bewertungen bei den Profilmerkmalen. Die Merkmale "Unterricht differenzieren" und "Schüler stärken" weisen nach der Auswertung die niedrigsten Durchschnittsergebnisse insgesamt auf. Das höchste Durchschnittsergebnis wurde beim Merkmal "Schulzufriedenheit entwickeln" festgestellt, gefolgt vom Merkmal "Ergebnisse und Erfolge".

Qualität weiter verbessert

Während der Ergebnisverkündung (Frau Kuhlmei-Scheppelmann, die Inspektorin) Qualität weiter verbessertQuelle: S. Miegel

Die vorliegenden Daten geben erste Hinweise darauf, dass die Deutschen Schulen im Ausland ihre Qualität weiter verbessert haben. Trotz erhöhter Normierung zeichnen sich ähnlich gute Durchschnittsergebnisse wie bei der Datenauswertung für die Bilanzbroschüre 2010 ab.

Wie erreichen die Schulen solche Ergebnisse? "Wir haben uns gleich nach der ersten BLI mit der Steuergruppe auf den Weg gemacht und einfach konsequent weitergearbeitet", sagt Sven Mérono, der seit fünf Jahren die Steuergruppe der DS Toulouse leitet und dort das Pädagogische Qualitätsmanagement koordiniert. Der Bilanzbericht der Schulaufsicht diente dabei als Richtschnur zur eigenen Weiterentwicklung.

In sich anschließenden Workshops für das Kollegium in Toulouse ging es insbesondere um zwei Fragen: Worauf sind wir besonders stolz? Wo sehen wir Entwicklungsmöglichkeiten? "Sehr gute Schule ist immer ein Ergebnis der Zusammenarbeit aller an der Schule Beteiligten", heißt es seitens der DS Toulouse. Eine Einschätzung, die sich auch bei anderen DAS als Treiber für die Qualitätsentwicklung erwiesen hat.

Qualität ist das Ganze

Das Schulleitungs- und Verwaltungsteam der DS Toulouse mit dem Vorstandsvorsitzendem und den beiden Inspektoren nach erfolgreicher BLI  Qualität weiter verbessertQuelle: S. Miegel

Dr. Guillaume Kobuch, Vorstandvorsitzender der DS Toulouse, ist mit dem Ergebnis der BLI zufrieden: "Schön, dass es uns gelungen ist, die Qualität unserer Schule auch in dieser Woche sichtbar zu machen! Wir freuen uns darüber, weiterhin eine Exzellente Deutsche Auslandsschule sein zu dürfen".

Die Datenauswertung soll bis zum Ende des Zyklus der BLI 2.0 bis 2020 fortgesetzt werden. Auf diese Weise kann beobachtet werden, ob sich die hier beschriebenen Tendenzen und Hypothesen auf einer breiteren Datenbasis bestätigen. Mehr über die Bund-Länder-Inspektion 2.0 veröffentlicht die ZfA demnächst in der Broschüre "Qualität ist das Ganze", die voraussichtlich im Sommer erscheinen wird.

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes betreut im Auftrag des Auswärtigen Amts als Schulaufsicht des Bundes unter Mitwirkung der Länder derzeit 140 Deutsche Auslandsschulen. Sie fördert die Schulen in finanzieller, personeller sowie pädagogischer Hinsicht und begleitet ihre qualitätsorientierte Schulentwicklung. Weiterhin betreut und fördert die ZfA rund 25 Deutsch-Profil-Schulen, nationale Schulen mit einem ausgeprägten deutschen Unterrichts- und Abschlussprofil, sowie rund 1.100 nationale Schulen, die zum Deutschen Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz führen. Alle von der ZfA geförderten Schulen gehören um Netzwerk der Initiative "Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH). Die ZfA berät bei der Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil, beim Aufbau des Deutschunterrichts in lokalen Schulen und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.