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Auslandsschulleitertagung am neuen ZfA-Standort in Berlin

Datum 13.01.2017

Die Tagung der Leiterinnen und Leiter der Deutschen Schulen im Ausland vom 4. bis 6. Januar 2017 war eine Premiere: Zum ersten Mal fand die Konferenz am neuen Standort der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) Berlin in der Reinhardtstraße statt.

BVA-Präsident Christoph Verenkotte auf der Schulleitertagung in BerlinQuelle: ZfA

Der Präsident des Bundesverwaltungsamtes, Christoph Verenkotte, war bei der Eröffnung sichtbar stolz: "Liebe Schulleiterinnen und Schulleiter, ich freue mich, Sie erstmals in den neuen Räumen der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen Berlin in zentraler Lage hier in der Reinhardtstraße begrüßen zu können". Mit diesen Worten eröffnete er die Schulleitertagung der Deutschen Auslandsschulen 2017. "Wir haben uns mit Unterstützung des Auswärtigen Amts für den neuen Standort eingesetzt. Damit ist ein wichtiger Schritt getan, um die Auslandsschularbeit in angemessener Weise am politischen Standort Berlin sichtbar zu machen." Verenkotte dankte den Schulleiterinnen und Schulleitern für ihr großes Engagement besonders angesichts vieler Herausforderungen in Zeiten des Umbruchs. Die Erfahrungen aus dem Auslandsschuldienst, beispielsweise in der Sprachvermittlung, seien auch für das Inland sehr wertvoll: "Mit dem steigenden Bedarf in Deutschland, nicht-deutschsprachige Kin-der in den Unterricht zu integrieren, wurde das Deutsche Sprachdiplom als erfolgreiches Instrument der Auslandsschularbeit zum DSD-Inland weiterentwickelt."

Auch Dr. Andreas Görgen, Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation des Auswärtigen Amts, sprach den Schuleiterinnen und Schulleitern seinen Dank aus. Er hob die Rolle der Deutschen Auslandsschulen im Rahmen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik gerade in Krisenzeiten hervor. Die Schulen seien Freiräume, die man vor Politisierung schützen müsse. Die Aufgabe der Deutschen Schulen im Ausland sei einerseits, den Zugang zu Bildung und Kultur zu gewährleisten, andererseits aber auch die der Vertrauensbildung und Festigung internationaler Beziehungen zwischen Deutschland und den Gastländern.

Erfahrungsaustausch im Zentrum

Auf dem Podium wurden anschließend der Ausbau von Inklusion und beruflicher Bildung, die Anpassung der Zuwendung für Auslandslehrkräfte, die Erhöhung von Sozialermäßigungen und der wertschätzende Umgang mit interkultureller Kompetenz diskutiert. An den folgenden Tagen standen inhaltliche Fachvorträge, Fortbildungen und Workshops beispielsweise zu Blended Learning, Inklusion und Sicherheit, aber auch zu Wettbewerben, Alumni-Arbeit und Möglichkeiten des Schüleraustauschs auf dem Programm.

Joachim Lauer, Leiter der ZfA, forderte die Entwicklung einer Auslandsschulkultur, die die unterschiedlichen Erwartungen und Perspektiven der Akteure und Nutznießer der DAS bündelt und auf die sich alle Teilhaber der DAS verpflichten müssten. Als Instrumente einer solchen Schulkultur sollen das Projekt Auslandsschulqualitätsmanagement, das Format der Regionalen Netzwerktagungen sowie das Austauschforum dienen.

Für die Schulleiterinnen und Schulleiter ist auch die jährliche Tagung eine wichtige Gelegenheit Erfahrungen auszutauschen. "Es ist sehr wichtig, einmal im Jahr alle zusammen zu haben. Der kollegiale Austausch auch über die Region hinaus ist sehr wertvoll", bestätigte Bernhard Sabol-Wimmer, Schulleiter in Poprad. "Der direkte Austausch in Regionen und mit den Regionalbeauftragten ist wirklich hilfreich", ergänzte Silvana Stapel, Leiterin der Deutschen Schule St. Petersburg. "Und die neuen Räume sind wunderbar!"

Vertreter der Länder und des Bundes bei der Eröffnungsveranstaltung der SchulleitertagungQuelle: ZfA

Intensive Gespräche während der Tagungspausen: Vernetzung ist allesQuelle: ZfA