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Schüler im Gespräch mit Außenminister Steinmeier in Warschau

Datum 25.01.2016

Schülerinnen und Schüler der Willy-Brandt-Schule Warschau sowie des Goethe-Lyzeums Warschau, einer Sprachdiplomschule, nahmen am 21. Januar an einer Gesprächsrunde mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier teil.

Außenminister Steinmeier reiste auf Einladung seines polnischen Amtskollegen Witold Waszczykowski am 21. Januar zu einem eintägigen Besuch nach Warschau. Abschließender Programmpunkt war der Besuch der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit. Dort traf der Außenminister mit deutschen und polnischen Schülerinnen und Schülern zu einer Diskussion zusammen. Moderiert wurde die Gesprächsrunde vom Geschäftsführer des Deutsch-Polnischen Jugendwerks, Pawel Moras.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen Fragen der Schülerinnen und Schüler zum Stand und zur Zukunft der deutsch-polnischen Beziehungen. Thematisiert wurden u.a. die Berichterstattung in deutschen und polnischen Medien sowie Einschätzungen zur Migration.

Miteinander statt übereinander reden

Außenminister Steinmeier verwies auf die in den letzten 70 Jahren zurückgelegte Strecke der Entspannung und Vertrauensbildung in Europa, insbesondere im deutsch–polnischen Kontext. Er appellierte an die nachwachsende Generation, den mit Europa auf das Engste verbundenen Friedens- und Entwicklungsprozess aufmerksam zu pflegen und dem „Miteinander reden“ immer einen deutlichen Vorzug gegenüber dem „Übereinander reden“ zu geben.

Schülerinnen und Schüler während der Diskussionsrunde DS Warschau - Besuch von Minister Steinmeier Bild 3Quelle: Willy-Brandt-Schule Warschau

Eine Schülerin des Goethe-Lyzeums Warschau nutzte die Gelegenheit, um sich für die Teilnahme an einem Projekt zu bedanken: "Ich habe am Projekt 'Bewahren, Begegnen, Bewegen' mit einer ukrainischen Partnerschule aus Drohobych teilgenommen. Das Projekt wurde vom deutschen Außenministerium finanziert und hat uns ein tieferes Verständnis der polnischen, deutschen und ukrainischen Geschichte vermittelt. Dafür möchte ich Ihnen danken."

"Alle Beteiligten waren von dieser ´Lehrstunde in Diplomatie´ sehr angetan", so das Fazit von Jörg Frobieter, Schulleiter der Willy-Brandt-Schule Warschau. Auch nach Beendigung des offiziellen Teils haben die Schülerinnen und Schüler die Gespräche fortgesetzt und Interviews gegeben. "Zu guter Letzt hat die WBS eine Einladung an die Goethe-Delegation ausgesprochen zum Besuch einer Performance mit Steffen Möller, einem Autor und Polen-Kenner par Excellence, die am 26. Januar in der Aula der Schule stattfinden soll", berichtet Schulleiter Frobieter.

In Polen gibt es eine Deutsche Auslandsschulen und 95 Sprachdiplomschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden. Die ZfA verstärkt eine qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.