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Neuer Auslandsschultyp gegründet: Deutsch-Profil-Schule

Datum 13.12.2016

Im Dezember riefen das Auswärtige Amt und die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) einen neuen Schultyp ins Leben: die Deutsch-Profil-Schulen (DPS). Vom 7. bis 9. Dezember trafen sich dazu erstmalig die Leiterinnen und Leiter dieser 27 Deutsch-Profil-Schulen in Berlin.

Übergabe der DPS-Urkunden, v.l.n.r.: Rolf Knieling und Heidrum Forßbohm (Beauftragte der KMK), Peter Dicke (ZfA), Isabelle Negrel (Vertreterin der DPS St. Germain-en-Laye), Oliver Schramm (Auswärtiges Amt) DPS-TagungQuelle: ZfA

Oliver Schramm, der im Auswärtigen Amt für die Auslandschulen verantwortliche Referatsleiter, und Peter Dicke, ständiger Vertreter des Leiters der ZfA, eröffneten die Tagung. Sie hießen die Schulen herzlich als Deutsch-Profil-Schulen in der Auslandsschulwelt willkommen und überreichten den Leiterinnen und Leitern die im Auswärtigen Amt unterzeichneten Urkunden, die den Schulen offiziell ihre Eigenschaft als Deutsch-Profil-Schule bescheinigen.

Deutsch-Profil-Schulen (DPS) sind nationale Schulen mit einem ausgeprägten deutschen Unterrichts- und Abschlussprofil. Unterrichtet werden das Fach Deutsch und mindestens ein weiteres deutschsprachiges Fach in signifikantem Umfang bis zur Abschlussprüfung der Sekundarstufe II. Die deutschsprachigen Fächer sind Teil der nationalen Abschlussprüfung.

DPS gehören zur PASCH-Initiative

Wie die Deutschen Auslandschulen und die Sprachdiplomschulen sowie die vom Goethe-Institut betreuten Fit-Schulen gehören auch die DPS zum weltumspannenden Netzwerk der PASCH-Initiative. Die DPS befinden sich in mehr als zehn Ländern, hauptsächlich in Europa.

Während der Fachtagung informierten die anwesenden ZfA-Regionalbetreuerinnen Kerstin Caffo, Christiane Drasdo und Sabine Langrehr sowie die Beauftragten der Kultusministerkonferenz Heidrum Forßbohm und Rolf Knieling über die Profile der Schulen und deren Rolle in der PASCH-Initiative. Sie zeigten den Schulleitern Möglichkeiten und Grenzen des pädagogischen Qualitätsmanagements an staatlichen und privaten Schulen auf. Dabei gab es viele Unterstützungsangebote und gute Wünsche für die zukünftige Zusammenarbeit.

Fachlicher Austausch DPS-TagungQuelle: ZfA

Interesse am Studienstandort Deutschland

Besonders interessiert zeigten sich die Teilnehmer am Thema "Studienstandort Deutschland", über das der Leiter des Hauptstadtbüros des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), Daniel Zimmermann, informierte. Sichtbarkeit der DPS war ein weiteres Thema der Veranstaltung. Wie können die DPS ihre Profile und ihre intensive Arbeit im Sitzland als PASCH-Schule sichtbar machen? Hierzu erfolgte ein Austausch mit Judith Weyer aus der ZfA-Öffentlichkeitsarbeit.

Der Wunsch nach gegenseitigem Kennenlernen, fachlicher Zusammenarbeit und Vernetzung der neuen DPS untereinander wurde durch die Tagung und das Rahmenprogramm verwirklicht.

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes betreut im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder derzeit 140 Deutsche Auslandsschulen, rund 25 Deutsch-Profil-Schulen sowie rund 1.100 Sprachdiplomschulen. Sie fördert die Schulen in finanzieller, personeller und pädagogischer Hinsicht und begleitet ihre qualitätsorientierte Schulentwicklung. Die ZfA berät bei der Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil, beim Aufbau des Deutschunterrichts in lokalen Schulen und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.