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Start der bilingualen dualen Ausbildung in gewerblich-technischen Berufen in Ungarn

Datum 14.11.2016

Die Audi Hungaria Schule Győr (Ungarn) arbeitet seit Beginn des Schuljahres 2015/2016 gemeinsam mit verschiedenen Partnern an der Realisierung eines deutsch- ungarischen Kooperationsprojekts zur internationalen dualen Berufsausbildung. "Dieses Deutsch-ungarische Kooperationsprojekt markiert einen weiteren Meilenstein in der internationalen dualen Berufsausbildung", heißt es seitens der Schule.

Im Rahmen dieses Kooperationsprojekts engagieren sich die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), die Audi Hungaria Motor Kft., die Audi Akademie Hungaria sowie die Lukács-Sandor-Schule Győr gemeinsam mit der Audi Hungaria Schule in der Weiterentwicklung der beruflichen Bildung bei Unternehmen in der Region Győr.

Fachlich und sprachlich auf den neusten Stand: Auszubildende des deutsch-ungarischen Kooperationsprojektes Bilinguale duale Ausbildung in UngarnQuelle: Audi Hungaria Schule Győr

Ziel: Sprachdiplom DSD I PRO

Die Lukács-Sandor-Schule führte bereits im Schuljahr 2015/2016 die Förderung der deutschen Sprache in den Klassen 9 und 10 ein. Ziel ist es, die Auszubildenden des Projektes zukünftig in jeweils drei Jahren – Klassen 9 bis 11 – zum Deutschen Sprachdiplom DSD I PRO zu führen. Mit Beginn des Schuljahres 2016/2017 wurde nun auch wie geplant die bilinguale duale Berufsausbildung in gewerblich-technischen Berufen in Ungarn gestartet. Im Rahmen dieser Ausbildung erhalten Auszubildende der Berufsbilder Mechatroniker, Kfz- Mechaniker, Techniker für alternative Fahrzeugantriebe sowie Industrielle Instandhalter an der Audi Akademie Hungaria ihren Unterricht sowohl in deutscher als auch in ungarischer Sprache.

Um ihre Fachsprachenkompetenz Deutsch zu fördern, werden Jugendlichen mittels Team-Teaching von einem Trainer der Audi Akademie Hungaria und einer Lehrkraft der Audi Hungaria Schule gemeinsam unterrichtet. Die Auszubildenden erhalten hierbei die Möglichkeit des integrierten Aufbaus von beruflicher Fach- und Fachsprachenkompetenz Deutsch. Durch dieses Unterrichtskonzept sollen bei den Auszubildenden die notwendigen Fähigkeiten zur Bewältigung der zukünftigen beruflichen Anforderungen in einem europäischen Arbeitskontext gefördert werden.

Berufsausbildung "Fremdsprachiger Industriekaufmann"

Parallel hierzu arbeitet die Audi Hungaria Schule Györ derzeit an der Vorbereitung der kaufmännischen Berufsausbildung "Fremdsprachiger Industriekaufmann", die ab dem 1. September 2017 dort gestartet wird. Diese Ausbildung richtet sich an leistungsorientierte Abiturientinnen und Abiturienten, die mindestens über das Sprachniveau C1 der deutschen Sprache verfügen. Das neue Bildungsangebot wird die Audi Hungaria Schule gemeinsam mit interessierten Ausbildungsunternehmen der Region Győr gestalten. Für dieses Berufsbild wird eine Doppelanerkennung in Deutschland und Ungarn angestrebt.

Ein Schüler der DS Audi Hungaria Györ beim einem praktischen Ausbildungsabschnitt im Werk Bilinguale duale Ausbildung in UngarnQuelle: Audi Hungaria Schule Győr

Ideale Einstiegsmöglichkeiten in die Berufslaufbahn

Das deutsch-ungarische Kooperationsprojekt zur internationalen dualen Berufsausbildung soll insbesondere ein Beitrag zur Sicherstellung des Fachkräftebedarfs und des Einsatzes bei deutschen Unternehmen in Ungarn, speziell in der Region Győr, geleistet werden. Das Erfolgsmodell der dualen Ausbildung bietet dem einzelnen Auszubildenden ideale Einstiegsmöglichkeiten in eine erfolgreiche berufliche Laufbahn. Die Unternehmen ihrerseits haben gleichzeitig die Möglichkeit ihren zukünftigen Fachkräftebedarf zu sichern und den Herausforderungen der sich stets wandelnden Arbeitswelt, wie zum Beispiel Digitalisierung und Elektrifizierung, auf kompetente Weise zu begegnen.

Die Audi Hungaria Schule Győr gehört zu den 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards. An rund zehn berufsbildenden Zentren im Ausland wird die duale Ausbildung in kaufmännischen und gewerblich-technischen Berufen angeboten.