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Parlamentarier des Deutschen Bundestages besuchen die FEDA Madrid

Datum 13.10.2016

Mitglieder der deutsch-spanischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages informierten sich am 6. Oktober über die Möglichkeiten der dualen Berufsausbildung an der Deutschen Auslandsschule FEDA Madrid.

Der Delegation gehörten neben der Ausschussvorsitzenden Jana Schimke die Abgeordneten Olav Gutting (beide CDU/CSU), Joachim Poß, Bernd Rützel (beide SPD) und Matthias W. Birkwald (Die Linke) an. Begleitet wurden die Parlamentarier von Dagmar Reidelshöfer, Referentin für Arbeit und Soziales an der Deutschen Botschaft in Madrid. Im Rahmen ihrer Delegationsreise nach Madrid und Valencia standen Fragen zur sozialen und wirtschaftlichen Lage des Landes im Mittelpunkt.

In seiner Begrüßung und Präsentation über die FEDA Madrid betonte der Schulleiter, Ingo Winter, unter anderem die Vorteile des vom Deutschen Bundestag vor drei Jahren beschlossenen Auslandsschulgesetzes: "Bezüglich der personellen und finanziellen Förderung im Rahmen der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik besteht nun für die Deutschen Auslandsschulen eine hohe Planungs- und Rechtssicherheit, Flexibilität und Transparenz." Besonders freut sich Winter darüber, dass auch die duale Berufsausbildung und damit die beruflichen Zweige an den Auslandsschulen explizit im Auslandsschulgesetz als förderwürdig aufgeführt sind.

Gute Aufstiegs- und Entwicklungschancen

Derzeit bietet die FEDA Madrid zusammen mit deutschen Unternehmen rund 130 jungen Menschen in Spanien die Chance auf eine berufliche Qualifizierung in folgenden Berufen: Kaufmann/-frau für Spedition- und Logistikdienstleistung, Industriekaufmann/-frau sowie Verkäufer/in im Einzelhandel. Im Gespräch mit den Auszubildenden María del Pino Delgado und Kamal Ben-Allal, beide von der Firma Aldi, interessierte sich die Ausschussvorsitzende Jana Schimke besonders für die Arbeitsbedingungen während und die Aufstiegschancen nach der zweijährigen Berufsausbildung. María del Pino Delgado hat ein klares Ziel vor Augen: "Nach der Ausbildung will ich möglichst bald Filialleiterin werden."

Auszubildende im Gespräch mit den AbgeordnetenQuelle: FEDA Madrid

Auf die Frage der Abgeordneten, warum Jugendliche in Spanien eine duale Berufsausbildung absolvieren und nicht wie die Mehrheit direkt ein Universitätsstudium beginnen, antwortete Julia Fernández, Auszubildende zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung bei Transfesa, eine Mehrheitsbeteiligung der DB Cargo in Spanien: "Nach meinem Abitur in Galicien wollte ich eine Kombination aus theoretischer und praktischer Ausbildung machen, außerdem will ich mein Deutsch noch verbessern und im Beruf benutzen." Dagegen sieht Johann Wandschneider, Azubi zum Industriekaufmann bei Mercedes-Benz, die Ausbildung in Spanien als eine große Chance zur persönlichen Entwicklung und um Auslandserfahrung zu sammeln. Er hat in diesem Jahr sein Abitur an einem Gymnasium in Hamburg mit dem Profil Wirtschaft erfolgreich abgelegt.

Die deutsche Berufsschule FEDA Madrid gehört zu den 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden. Die ZfA fördert die Schulen in personeller, finanzieller und pädagogischer Hinsicht und begleitet ihre qualitätsorientierte Schulentwicklung. Sie berät bei der Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil, beim Aufbau des Deutschunterrichts in lokalen Schulen und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards. An rund zehn berufsbildenden Zentren im Ausland wird die duale Ausbildung zu kaufmännischen und gewerblich-technischen Berufen angeboten.