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IHK-Auslandsschulwettbewerb: Siegerschulen ausgezeichnet

Datum 12.05.2016

Am 10. Mai fand die Preisverleihung des fünften IHK-Auslandsschulwettbewerbs "Schüler bauen weltweit Brücken" im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin statt. Diesjährige Gewinner sind die Deutsche Schule Pretoria, die Deutsche Schule Washington und die Deutsche Evangelische Oberschule Kairo.

"Verständigung ist der Dreh- und Angelpunkt Auswärtiger Kultur- und Bildungspolitik. Die Deutschen Auslandsschulen spielen dabei eine zentrale Rolle.", betonte Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier in seiner Eröffnungsrede. Die Gewinner erhielten ihre Auszeichnung bei einer Preisverleihung im Rahmen der Weltkonferenz der Deutschen Auslandshandelskammern. Zu den zahlreichen Gästen gehörten hochkarätige Politiker sowie Wirtschafts- und Verbandsvertreter.

Auch Dr. Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), lobte das Engagement der Auslandsschulen: "Was die Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrkräfte und Eltern, die sie unterstützen, leisten, ist praktizierte Völkerverständigung." Als der DIHK-Präsident bekannt gab, dass das Preisgeld von insgesamt 80.000 auf 120.000 Euro erhöht wurde, reagierte das Publikum mit großem Applaus.

Anschließend begrüßten die prämierten Schülerinnen und Schüler die Gäste in den Sprachen ihrer Heimatländer und stellten die Projekte in anschaulichen Kurzfilmen vor. Auf der Bühne schilderten sie auch ihre persönlichen Eindrücke und Erfahrungen. Zusammen mit Prof. Dr. Maria Böhmer, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, überreichte Dr. Schweitzer den angereisten Schülern und Lehrkräften die Preise.

Die Sieger-Projekte

Den ersten Platz gewann die Deutsche Schule Pretoria mit ihrem Projekt "Lego-Robotik-Aktivitäten". Bei der Entwicklung von Lego-Robotern eignen sich die Jugendlichen in Teams Fachwissen in Automatisierungstechnik an. Anschließend wecken sie den spielerischen Erfindergeist ihrer Mitschüler, indem sie ihre neu gewonnen Kenntnisse mit ihnen teilen. Schüler und Schülerinnen aus benachteiligten Regionen, wie den Townships in Südafrika, werden dabei besonders gefördert. Das Preisgeld von 60.000 Euro soll den Jugendlichen der Klassenstufe 10 ein Praktikum in Deutschland ermöglichen.

Für die Entwicklung innovativer Geschäftsideen bekam die Deutsche Schule Washington den mit 40.000 Euro dotierten zweiten Platz. In eigenständiger Projektarbeit planen die Schülerinnen und Schüler von der Marktanalyse bis hin zum Businessplan ihr fiktives Unternehmen. Fachliche Beratung leistet dabei der German Executive Roundtable. Viktoria Buben von der Deutschen Schule Washington sagte bei der Verleihung: "Das Projekt hat mich dazu inspiriert, internationale Betriebswirtschaft zu studieren. Ich hoffe, meine Idee eines Tages in die Realität umsetzen zu können."

Die Deutsche Evangelische Oberschule Kairo gewann mit herausragendem sozialem Engagement den dritten Platz. Seit über 25 Jahren hilft ihr Sozialkomitee aus etwa 25 Schülerinnen und Schülern benachteiligten Gesellschaftsgruppen in ihrer Region. In kleinen Projekten organisieren sie Brotaktionen, kostenlosen Unterricht oder Spendenaufrufe. Das Preisgeld von 20.000 Euro ist bereits für Ferienausflüge und Schulgelder benachteiligter Kinder verplant, wie Hanna Hartmann, Leiterin des Sozialkomitees, erklärte.

Über den 1. Platz freut sich die DS Pretoria Über den 1. Platz freut sich die DS PretoriaQuelle: ZfA

Der 2. Platz ging an die DS Washington Der 2. Platz ging an die DS WashingtonQuelle: ZfA

Die DEO Kairo erreichte den 3. Platz Die DEO Kairo erreichte den 3. PlatzQuelle: ZfA

Der Wettbewerb wird seit 2008 alle zwei Jahre von den Industrie- und Handelskammern ausgerichtet. Eines seiner zentralen Ziele ist es, die Beziehungen zwischen den Auslandsschulen und deutschen Unternehmen in den jeweiligen Gastländern zu stärken. Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen leistet dabei pädagogische und organisatorische Unterstützung.

Auf der DIHK-Website finden Sie ein Video vom Festabend sowie die Kurzfilme der drei Siegerschulen.

Die 140 Deutschen Auslandsschulen werden von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.