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ZfA informiert beim Tag der offenen Tür in Berlin

Datum 02.09.2015

Sommer, Sonne, Staatsbesuch hieß es Ende August in Berlin. Die Bundesregierung lud ein zum Tag der offenen Tür am 29. und 30. August. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich über die vielfältigen Aufgaben der Ministerien zu informieren. Mit dabei: die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA).

Gleich mit zwei Informationsständen war die ZfA in diesem Jahr beim Bundesministerium des Innern (BMI) und auch beim Auswärtigen Amt (AA) vertreten. Die Beteiligung bei zwei Ministerien konnten die ZfA-Standbetreuerinnen und -betreuer den zahlreichen Interessierten erklären: Organisatorisch ist die ZfA Teil des Bundesverwaltungsamtes, das dem BMI unterstellt ist. Die Fachaufsicht hat jedoch das AA inne, denn das Auslandsschulwesen ist das älteste Instrument der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik und seit fast 150 Jahren im AA verankert.

Viele weitere spannende Fragen konnten den Gästen beantwortet werden: Was ist eigentlich eine Deutsche Auslandsschule? Welche Möglichkeiten haben Absolventen mit dem Deutschen Sprachdiplom (DSD)? Und vor allem: Wie kann ich als Lehrkraft im Ausland unterrichten? Denn unter den Interessenten an den ZfA-Infoständen fanden sich immer wieder Lehrerinnen und Lehrer, die sich für einen Einsatz an einer der 140 Deutschen Auslandsschulen (DAS) oder der rund 1100 Sprachdiplomschulen in aller Welt interessierten.

Bundesminister des Inneren Thomas de Maizière am Stand der ZfA ZfA informiert beim Tag der offenen Tür in BerlinQuelle: ZfA

Maus und Minister

Unter den mehr als 9.000 Besuchern im AA und den rund 6.740 Gästen im BMI konnten die ZfA-Standbetreuer auch zwei VIPs an ihren Ständen begrüßen. Im BMI suchte Innenminister Dr. Thomas de Maizière das Gespräch mit den ZfA-Mitarbeitern am Stand. Er zeigte sich beeindruckt von den Leistungen der ZfA und des Auslandsschulwesens insgesamt. Denn mit rund 444.500 Schülerinnen und Schüler weltweit lernen an den DAS und den Sprachdiplomschulen mehr Kinder und Jugendliche als in manchem Bundesland.

Seit einigen Jahren wirkt die Auslandsschularbeit auch hinein in die innerdeutsche Schullandschaft: in sogenannten Vorbereitungsklassen wird in acht Bundesländern das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz angeboten, in denen aus dem Ausland zuziehende Migrantenkinder auf den Übergang in Regelklassen vorbereitet werden, wie die ZfA-Standbetreuer erläuterten. Die deutschen Sprachkenntnisse, die die Schülerinnen und Schüler in diesen Kursen erwerben, befähigen sie dazu, das DSD der Stufe I abzulegen. Der Einsatz der DSD-Prüfung in Deutschland leistet einen Beitrag zur sprachlichen Erstintegration.

Im Auswärtigen Amt begab sich "die Maus" zu einem Gespräch an den ZfA-Stand. Ihrem Vermittlungswunsch an eine Deutsche Auslandsschule konnte leider nicht entsprochen werden.

Gedränge am ZfA-Stand im BMI ZfA informiert beim Tag der offenen Tür in BerlinQuelle: ZfA

Als Lehrkraft ins Ausland

Interessierte Lehrerinnen und Lehrer, die nicht in Berlin waren, können sich natürlich jederzeit für den Auslandsschuldienst bewerben. Ins Ausland vermittelt werden können vor allem Lehrkräfte mit der Lehrbefähigung für die Sekundarstufe II und den Fächerkombinationen Deutsch und/oder eine moderne Fremdsprache und ggf. einem Beifach sowie Mathematik- und Naturwissenschaftslehrer. Gesucht werden auch Pädagogen mit einem Deutsch-als-Fremdsprache-Master. Unter www.auslandsschulwesen.de/bewerbung finden interessierte Lehrkräfte alle wichtigen Informationen rund um den Auslandsschuldienst sowie die Bewerbungsunterlagen.

Die 140 Deutschen Auslandsschulen und rund 1200 Sprachdiplomschulen werden von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes (BVA) im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.