Herzlich Willkommen auf der Homepage des Bundesverwaltungsamtes

Studieren in Deutschland dank BIDS

Datum 01.06.2015

Mit der Jahrestagung vom 20. bis zum 22. Mai läutete der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) die vierte Förderphase seiner BetreuungsInitiative Deutsche Auslands- und PartnerSchulen (BIDS) ein. Eingeladen waren neben Vertretern verschiedener Institutionen und Hochschulen auch das Auswärtige Amt sowie die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA).

Dr. Kathrin Misera-Lang aus dem Auswärtigen Amt stellt PASCH vor Studieren dank BIDSQuelle: ZfA

BIDS unterstützt deutsche Hochschulen und Studienkollegs dabei, Netzwerke zu PASCH-Schulen im Ausland aufzubauen und deren Absolventinnen und Absolventen einen erleichterten Übergang zum Studium in Deutschland zu bieten. Dazu zählen eine umfangreiche Information und Betreuung bereits an den Schulen, studienvorbereitende Maßnahmen, Beratung in der Bewerbungsphase und eine intensive Begleitung vor allem in den ersten beiden Semestern.

Gleich zu Beginn der Tagung gab Dr. Kathrin Misera-Lang aus dem Auswärtigen Amt einen Überblick über den momentanen Stand der Initiative "Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH). Zu Beginn der Initiative gab es 550 von der Bundesrepublik Deutschland geförderte Schulen, inzwischen ist die Zahl auf rund 1800 Schulen weltweit angestiegen.

Zu den unmittelbaren Zielen von PASCH gehöre es, die Alumniarbeit weiter auf- und auszubauen. Im nächsten Jahr werde eine große PASCH-Konferenz mit ca. 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Berlin stattfinden, mit dem Ziel, noch stärker ausländische Studenten für ein Studium in Deutschland zu begeistern, so Misera-Lang. Absolventen der weltweiten PASCH-Lerngemeinschaft können unmittelbar von den BIDS-Angeboten profitieren.

Interesse wecken für deutsche Hochschulen

Darum ging es auch in der sich anschließenden Podiumsdiskussion, an der neben Vertretern des Goethe-Instituts auch ZfA-Pädagogen teilnahmen. Zunächst schilderte Christiane Drasdo die Maßnahmen, mit der die ZfA junge Menschen der geförderten Deutschen Auslands- (DAS) und DSD-Schulen für ein Studium in Deutschland motivieren möchte.

Für ein erstes Kennenlernen von Deutschland, seiner Gesellschaft und seiner Hochschulen unterhalten viele DAS und DSD-Schulen Schüleraustauschprogramme oder unternehmen Studienfahrten nach Deutschland. "An allen DAS befinden sich von der ZfA vermittelte Studien- und Berufsberater, die zunehmend auch Schülerinnen und Schüler von DSD-Schulen in ihre Beratung mit einbeziehen", betonte Drasdo, die das Auslandsschulwesen nicht nur durch ihre langjährige Tätigkeit in der ZfA, sondern auch als Fachberaterin im Ausland kennt. Als Fachberaterin betreute sie Schulen und Lehrkräfte vor Ort im Programm des Deutschen Sprachdiploms (DSD).

In verschiedenen PASCH-Vernetzungsprojekten konnten Jugendliche der von der ZfA betreuten Schulen bereits ihre deutschen Sprachkennnisse mit Gleichaltrigen erproben. Schülerpraktika in deutschen Betrieben am Schulort oder direkt in Deutschland sowie sogenannte Schnupperstudien bieten interessierten Schülern erste Einblicke in den beruflichen oder studentischen Alltag. Nicht selten wurde dabei der Wunsch, zum Studium oder für eine Berufsausbildung nach Deutschland zu kommen, geweckt bzw. konkretisiert. Kooperationsvereinbarungen zwischen den geförderten Schulen und einzelnen Hochschulen unterstützen dabei, so dass die Neuankömmlinge am Studienort nicht auf sich alleingestellt sind.

Hemmschwelle senken

"Wir müssen die ausländischen Schülerinnen und Schüler schon während ihrer Schulzeit nach Deutschland bringen, um ihnen die Hemmschwelle, von zu Hause weg zu gehen, zu nehmen", ergänzte Wolfgang Lehmann, ZfA-Fachberater in Prag. Fünf DSD-Schulen in Tschechien führen bereits auf sein Betreiben Auslandspraktika in Deutschland durch. "Dabei lernen sie auch die in der Nähe gelegenen Universitäten kennen", so der Fachberater.

Er wies auch auf die bisherige Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg hin, die auch schon DSD-Schüler aus Tschechien eingeladen hat. Dies seien sehr effektive Methoden, um die Jugendlichen zur Aufnahme eines Studiums in Deutschland zu motivieren. Nicht ganz einfach seien jedoch die Finanzierungen der Deutschlandaufenthalte während der Schulzeit. Dank BIDS gibt es zwar Studien-Stipendien für die PASCH-Absolventen, jedoch müssten bei vorherigen Austauschprogrammen und Schnupperstudien für Schüler deren Eltern für einen Teil der Kosten aufkommen.

Sebastian Uffmann, Studien- und Berufsberater der Deutschen Schule Prag Studieren dank BIDSQuelle: ZfA

Kooperation und Alumniarbeit

Sebastian Uffmann stellte den Teilnehmern seine Arbeit als Studien- und Berufsberater an der Deutschen Schule Prag vor. Dank einer intensiven Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen in Tschechien können die Schülerinnen und Schüler auch dort ihr Betriebspraktikum in der 10. Klasse absolvieren und ihre Deutschkenntnisse im betrieblichen Umfeld anwenden. Die Schule bietet eine Studienmesse in der Schule an, auf der unter anderem auch Alumni, die bereits in Deutschland studieren, aus erster Hand über ihr Studium und ihre ersten Schritte in der Fremde berichten. Vorträge von deutschen Hochschulprofessoren und eine Studienberatung der Bundesagentur für Arbeit runden das Angebot der Deutschen Schule Prag ab.

Die Tagung bot allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Gelegenheit, die Kontakte zwischen dem DAAD, den Hochschulen, den verschiedenen Institutionen und den Vertretern der ZfA weiter auszubauen.