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Zwei der interessantesten Jobs im Schuldienst: Schulleiter und Fachberater im Ausland

Datum 23.06.2015

Gleich zwei Vorbereitungslehrgänge stehen in dieser Woche auf der Agenda der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA): Neue Schulleiterinnen und Schulleiter sowie neue Fachberaterinnen und Fachberater werden auf ihren mehrjährigen Einsatz an Deutschen Auslandsschulen bzw. im Programm des Deutschen Sprachdiploms in aller Welt vom 22. bis zum 26. Juni vorbereitet.

"Auf Sie wartet eine der interessantesten Tätigkeiten im Schuldienst", teilte Joachim Lauer, Leiter der ZfA, den angehenden Auslandsschulleitern und Fachberatern mit und umriss kurz deren Tätigkeitsfelder. Die über 55 Fachberaterinnen und Fachberater/Koordinatoren der ZfA betreuen in rund 65 Ländern den Deutschunterricht an rund 1.100 einheimischen Schulen, die auf das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz vorbereiten. Das DSD der Stufe II stellt die sprachliche Voraussetzung zur Aufnahme eines Studiums in Deutschland dar. Zu den Aufgaben eines Fachberaters gehört unter anderem, den Deutschunterricht an den Sprachdiplomschulen den jeweiligen Niveaustufen entsprechend zu unterstützen, die einheimischen Deutschlehrkräfte fortzubilden, die Prüfungen organisatorisch und logistisch zu begleiten und Vernetzungsprojekte zu veranstalten. "Kurz: ein ganz anderes Aufgabengebiet als es Deutsch- oder Fremdsprachenlehrkräfte vom innerdeutschen Schuldienst gewohnt sind", erklärte Lauer.

Joachim Lauer, Leiter der ZfA, informiert neue Schulleiterinnen und Schulleiter Schulleiter und Fachberater im AuslandQuelle: ZfA

Das gilt auch für die Leiterinnen und Leiter der mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen (DAS). Zu der pädagogischen Leitung der Schule kommen noch eine Vielzahl weiterer Aufgaben hinzu, vor allem die Zusammenarbeit mit dem privaten Schulträger, der für die finanziellen Geschicke verantwortlich ist. Wichtig ist auch die Kommunikation, nicht nur mit den am Schulleben beteiligten Gruppen, sondern auch nach außen: "Die Homepage der Schule ist Chefsache!", so Lauer.

Langjähriger Qualitätsprozess

Darüber hinaus muss die Schulleitung die Nachhaltigkeit für die nächste Generation stets im Blick haben. "Sie müssen zeigen, was für eine Qualität eine Deutsche Auslandsschule besitzt", appellierte Lauer an die neuen Schulleiterinnen und Schulleiter. Die Auslandsschularbeit werde auch stark von der Politik im Inland wahrgenommen. Daher sei es sowohl für die Schulleitungen wie für die Fachberater wichtig, mit den zuständigen Auslandsvertretungen vor Ort eng zusammenzuarbeiten. Der Leiter der ZfA stellte klar: "Die Deutschen Auslandsschulen wie auch die Sprachdiplomschulen sind wichtige Komponenten der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (AKBP). Denn einschließlich der Kindergartenzeit durchlaufen die Schülerinnen und Schüler an den geförderten Schulen einen fünfzehnjährigen Bildungsprozess".

Das frühere Image der DAS, vor allem Schulen für Kinder entsandter deutscher Experten zu sein, habe sich inzwischen stark gewandelt. Von den 82.000 Schülerinnen und Schülern an den DAS, die in der Regel als Begegnungsschulen konzipiert sind, sind ungefähr 80% einheimische bzw. nichtdeutsche Kinder. Zusammen mit den 362.500 Deutschlernenden an den DSD-Schulen ergibt sich daraus in etwa die Schülerzahl von Rheinland-Pfalz.

Als wichtige zentrale aktuelle Themen nannte Lauer die Umsetzung des 2014 eingeführten Auslandsschulgesetzes, durch das die DAS eine größere Selbstverantwortung gewonnen hätten, die Reform der Auslandslehrerbesoldung und die Partnerschulinitiative (PASCH) des Auswärtigen Amts.

Zusammenarbeit bei PASCH

In gespannter Erwartung auf den Einsatz als ZfA-FachberaterQuelle: ZfA

Der Leiter der ZfA bat die Schulleiter wie auch die Fachberater, im Rahmen von PASCH intensiv zusammenzuarbeiten. Dazu sollten sich die DAS als Zentren der deutschen AKBP mit Partnerschulen der Region vernetzen, um die Deutschlandbindung vor Ort zu verstärken.

Interesse an einer Auslandstätigkeit im Schuldienst? Aktuelle Stellenangebote auch für Schulleitungen und Fachberatungen finden Sie unter www.auslandschulwesen.de/bewerbung

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes betreut im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder die mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen und die rund 1.100 Sprachdiplomschulen personell, finanziell und pädagogisch. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.