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Jugend debattiert-Finalisten besuchen Bundestag

Datum 25.02.2015

Vom 24. bis 27. Februar reisen die vier besten Debattanten der Internationalen Finalwoche und der Bundessieger des Wettbewerbs Jugend debattiert 2014 auf Einladung von Claudia Roth, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, nach Berlin.

Neben einem Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten werden die Jugendlichen an einer Plenarsitzung und einer Führung durch den Bundestag teilnehmen. Die Einladung erfolgte während der 8. Internationalen Finalwoche in Warschau Mitte Oktober 2014, bei der Claudia Roth als Ehrengast anwesend war. Die Abgeordnete ist im Unterausschuss Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik unter anderem auch für die deutsche Auslandsschularbeit zuständig.

Kern demokratischer Willensbildung

In ihrer Begrüßungsansprache vor der Finaldebatte über das Verbot von extremistischen Parteien würdigte Claudia Roth das Projekt und betonte: "Dieser Wettbewerb der Ideen und Argumente, dieser produktive Streit macht für mich den Kern einer demokratischen Willensbildung und Lösungsfindung aus und ist genau das Faszinosum, das eine Demokratie anzubieten hat, um die Menschen zu begeistern und zu überzeugen."

Vier Schüler, eine Streitfrage, zwei Pro-Meinungen, zwei Kontra-Positionen, 24 Minuten Dauer – im Saal des Konferenzzentrums Muranów im Museum der Geschichte der polnischen Juden verfolgten am 17. Oktober 2014 knapp 200 Zuhörer die aufregende Finaldebatte. Nach einer einwöchigen Turnierwoche ging die 16-jährige Anastasija Minitš aus Estland als internationale Siegerin des Debattierwettbewerbs hervor. Sie besucht die Sprachdiplomschule "Deutsches Gymnasium Tallinn". Den zweiten Platz belegte Regina Bartha von der Sprachdiplomschule "Karinthy Gymnasium" in Budapest. Beide Schulen werden von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) gefördert. Nun können die Finalisten ihre deutschen Sprachkenntnisse direkt in Berlin anwenden.

Gruppenfoto der vier internationalen Finalisten des DebattierwettbewerbsQuelle: Jdi

Debattieren auf Deutsch

"Jugend debattiert international – Länderwettbewerb in Mittel- und Osteuropa" ist ein Projekt des Goethe-Instituts, der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft", der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der ZfA. Jugend debattiert international hat sich zum Ziel gesetzt, Jugendliche aus Mittel- und Osteuropa vor allem dazu anzuregen, sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen kritisch auseinanderzusetzen.

Beim Debattieren auf Deutsch können sie außerdem ihre Fremdsprachenkenntnisse zum Einsatz bringen und verbessern. Das Projekt findet seit 2005 statt und insgesamt nahmen bereits mehr als 10.000 Schüler aus acht Ländern teil. Derzeit findet der Wettbewerb in den Ländern Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Russland, Ungarn und der Ukraine statt.