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"Jeder in Deutsche Auslandsschulen investierte Euro kommt doppelt und dreifach zurück"

Datum 26.02.2015

"Jeder in Deutsche Auslandsschulen investierte Euro kommt doppelt und dreifach zurück" heißt es in einem Artikel der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) vom 22.02.2015. Die Deutschen Auslandsschulen und die Sprachdiplomschulen leisteten demnach einen Beitrag zum Fachkräftemangel in Deutschland, aber auch zur Vermeidung von Jugendarbeitslosigkeit in den Sitzländern.

Bei der Zuwanderung nach Deutschland stelle die Sprachbarriere eine schwer zu überwindende Hürde dar. "Abhilfe ließe sich leicht schaffen durch die Gründung von mehr deutschsprachigen Schulen in Osteuropa", folgern die FAS-Autoren Michael Martens und Rupert Neudeck in ihrem Beitrag. Auch wenn Mittel- und Osteuropa bereits zu den Schwerpunktregionen gehört, die im Rahmen der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik vom Auswärtigen Amt besonders gefördert werden, haben die beiden Journalisten noch einen zusätzlichen Bedarf ausgemacht: "Die Schulen könnten viel mehr Schüler haben, wenn sie aus dem Bundeshaushalt mehr Mittel bekämen - und warum nicht außerdem von der Industrie? Die Deutsche Schule in Belgrad zum Beispiel könnte leicht die doppelte Anzahl an Schülern aufnehmen, wäre sie nicht längst an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen."

Als gelungenes Beispiel nennt der Artikel das Loyola-Gymnasium Prizren, Kosovo. Neben einer allgemeinbildenden Schulausbildung haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz abzulegen, das ihnen mit dem nationalen Abschluss nach der Sekundarstufe II erlaubt, direkt an deutschen Hochschulen zu studieren. Darüber hinaus bietet die Schule den Jugendlichen ein umfassendes Berufsorientierungskonzept an.

Preisträger des Loyola-Gymnasiums mit Bundestagsvizepräsidentin Ulla Schmidt und Staatsministerin Prof. Dr. Maria BöhmerQuelle: ZfA/ Dirk Enters

Auf das Leben vorbereitet

Von Anfang an pflegte das Loyola-Gymnasium Kontakte zu Förderern in Deutschland. So konnten seit 2010 hochmotivierte Absolventen als Auszubildende an mehrere mittelständische Unternehmen in Westfalen vermittelt werden. Gut die Hälfte der 14 jungen Menschen, die dieses Jahr im Rahmen der Ausbildungsinitiative nach Westfalen kamen, waren Mädchen. Besonders Begabte erwartet hier ein Duales Studium. Für dieses Projekt wurde die Schule im Rahmen des vom Auswärtigen Amt initiierten Auslandsschul-Wettbewerbs "Beruf macht Schule" mit dem zweiten Platz ausgezeichnet. "An der Loyola-Schule in Prizren werden 700 Schüler in deutscher und albanischer Sprache auf das Leben vorbereitet. Die Schule ist ein Beispiel dafür, was wir mit unserer Kulturaußenpolitik erreichen können. Man brauchte eigentlich ein halbes Dutzend deutschsprachiger Schulen im Kosovo - zwei in Prishtina, eine im ethnisch geteilten Mitrovica für albanische und serbische Kinder, eine in Peja", lautet das Fazit der FAS-Redakteure.

Hervorragende deutsche Sprachkenntnisse und eine fundierte Schulausbildung erhöhen zudem auch die Chancen der Jugendlichen vor Ort, erfolgversprechende berufliche Perspektiven zu entwickeln, nicht nur in Mittel- und Osteuropa, sondern in vielen Teilen der Welt.

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes betreut im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder die mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen und die rund 1.100 Sprachdiplomschulen personell, finanziell und pädagogisch. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

Den ganzen Artikel der FAS lesen Sie unter http://www.faz.net/aktuell/politik/inland