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German-Swiss-International School – Accra: Zeichen setzen

Datum 29.01.2015

Beim Wettbewerb "DAS – Gemeinsam lernen und leben – Inklusion an Deutschen Auslandsschulen" des Auswärtigen Amts gewann die German-Swiss-International-School – Accra mit ihrem Projekt "Lifestyle Inklusion" einen Sonderpreis.

Die Großen helfen den Kleinen, Kinder ohne Beeinträchtigung unterstützen Mitschülerinnen und Mitschüler mit Förderbedarf: An der German-Swiss-International-School – Accra (GSIS) wird Inklusion tagtäglich gelebt. In einer heterogenen Gemeinschaft lernen die Schüler, freundschaftlich miteinander umzugehen und menschliche Unterschiede zu tolerieren.

In einem Land wie Ghana, in dem Kinder mit Behinderung immer noch von ihren Familien versteckt werden und keinen Zugang zu Bildung erhalten, setzt die GSIS mit ihrem inklusiven Konzept ein besonderes Zeichen. Die Jury des Wettbewerbs würdigte das Engagement der Schule mit einem Sonderpreis.

Verantwortung übernehmen

Rund 10 Prozent der Schüler sind förderbedürftig – für die GSIS – Accra sind es "Kinder mit besonderen Herausforderungen". Schüler mit Körperbehinderungen, geistigen Behinderungen, Autismus, Sprachentwicklungsstörungen und Lernschwächen werden in den Unterricht integriert und gefördert. Auch durch das jahrgangsübergreifende Unterrichtskonzept gelingt die Inklusion: In den Schulstunden werden Aufgaben an gemischten Gruppentischen erarbeitet und Probleme sowie Lernfortschritte gemeinsam reflektiert. Ebenfalls Teil der Schulzeit ist die sogenannte "Time for Talents", in denen Schülerinnen und Schüler ihren kreativen oder sportlichen Interessen nachgehen können. Während der "Support and challenge"-Zeit unterstützen die Lehrkräfte die individuellen Lernprozesse der Kinder und Jugendlichen.

Schüler der German-Swiss-International-School - AccraQuelle: German-Swiss-International-School - Accra

Ein weiterer inklusiver Baustein ist das "Freispiel". In der gemeinsamen Spielzeit kommen Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen zusammen. Das Konzept geht auf: Die Kinder und Jugendlichen spielen miteinander und geben aufeinander Acht. Förderbedürftige Mitschüler übernehmen Verantwortung, helfen beim Schaukeln oder trocknen Tränen, wenn ein Kindergartenkind hingefallen ist. Ihrem Ziel, menschliche Verschiedenheit als Normalität anzusehen, damit Kinder wie der körperlich beeinträchtigte Michael sagen können "so bin ich eben", kommt die GSIS – Accra in diesen Momenten nahe.