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PASCH-Initiative ist 2015 in China weiter auf Erfolgskurs

Datum 15.12.2015

Die Anzahl der DSD-Schulen, der DSD-Diplome und der chinesischen DSD-Studienbewerber für Deutschland steigen auch in diesem Jahr. Die PASCH-Initiative "Schulen: Partner der Zukunft", die 2008 während der ersten Amtszeit von Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier ins Leben gerufen wurde, erfreut sich großer Beliebtheit an chinesischen Mittelschulen.

Im Laufe des Jahres 2015 konnte die Anzahl der Schulen in China, an denen das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz erworben werden kann, auf inzwischen 45 Schulen (Ziel: 55) erhöht und neue Schulen aus den Städten Chongqing, Lanzhou, Tianjin, Guangzhou und Peking in das PASCH-Netz aufgenommen werden. Weitere Schulen in Guangzhou, Hangzhou und anderen Städten stehen bereits in den Startlöchern, um auch ihren Schülern das DSD-Programm an ihren Schulen anzubieten. Insgesamt lernen fast 7000 chinesische Schülerinnen und Schüler an den DSD-Schulen Deutsch als erste oder zweite Fremdsprache.

Als Grund für die Wahl von Deutsch als 1. oder 2. Fremdsprache wird dabei von den vor allem naturwissenschaftlich und technisch interessierten Schülern nicht nur eine besondere Vorliebe für die deutsche Kultur, deutsche Autos, Fußballmannschaften, Musik und Literatur angegeben, sondern immer häufiger auch die Aussicht auf ein kostengünstiges Studium in Deutschland mit erstklassiger Ausbildung.

Dank der hervorragenden Vorbereitung der Schüler auf die DSD-Prüfungen durch engagierte und hochqualifizierte chinesische Deutschlehrer, vermittelte deutsche Programmlehrer und zahlreiche von der ZfA organisierte Fortbildungs-, Wettbewerbs- und Austauschangebote, bestehen jedes Jahr etwa 80% der Prüflinge die DSD II und ca. 70% der Prüflinge die DSD-I-Prüfungen.

DSD Programm 2015 in China weiter auf Erfolgskurs DSD Programm 2015 in China weiter auf ErfolgskursQuelle: Poppitz

In Kombination mit einer Zulassung an eine der chinesischen Eliteuniversitäten (211er Projekt) erhalten diese exzellent ausgebildeten Schüler die Gelegenheit, sich um einen Studienplatz an einer deutschen Universität ihrer Wahl (mit DSD II) bzw. an einem deutschen Studienkolleg (mit DSD I) zu bewerben.

In diesem Jahr bewarben sich insgesamt etwa 250 chinesische DSD-Schüler um einen Studienplatz in Deutschland. Während bei den chinesischen Jungen in erster Linie Maschinenbau oder Ingenieurswissenschaften als Studienwunsch angegeben wurde, entschieden sich die Mädchen häufiger für BWL, VWL oder Wirtschaftswissenschaften. Die Hälfte der DSD-II-Schüler kommt dabei momentan aus der Region Chengdu/Chongqing, die überwiegende Anzahl der DSD-I-Absolventen aus dem Großraum Shanghai.

Wie sich die Zahlen 2016 und darüber hinaus weiterentwickeln werden ist allerdings ungewiss: Sorgen chinesischer Eltern und Schüler wegen einer veränderten Sicherheitslage in Europa und eine Reform der chinesischen Hochschulzulassungsprüfung (Gaokao) lassen das Interesse an einem Studium in Deutschland sinken; dem stehen aber steigende DSD-Absolventenzahlen gegenüber. Eine Herausforderung, nicht nur für die drei ZfA-Fachberater in China.

Die PASCH-Initiative, mit der bei jungen Menschen nachhaltiges Interesse für das moderne Deutschland und die deutsche Sprache geweckt werden soll, wird vom Auswärtigen Amt koordiniert und gemeinsam mit der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), dem Goethe-Institut, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst und dem Pädagogischen Austauschdienst der Kultusministerkonferenz umgesetzt. PASCH vernetzt weltweit rund 1.800 Schulen, an denen Deutsch einen besonders hohen Stellenwert hat. Dazu gehören die von der ZfA geförderten 140 Deutschen Auslandsschulen sowie die rund 1.100 nationalen Schulen, die das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz anbieten.