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DSD-Diplome in Berlin und Bremen verliehen

Datum 03.07.2015

"Erstmal richtig Deutsch lernen" wünschen sich viele Migrantenkinder, die jetzt in Deutschland leben. In sogenannten Willkommensklassen werden junge Einwanderer sprachlich auf ihren regulären Schulbesuch vorbereitet. Krönender Abschluss: die feierliche Verleihung des Deutschen Sprachdiploms (DSD) der Kultusministerkonferenz. 219 Schülerinnen und Schüler erhielten das begehrte Diplom jetzt in Berlin und Bremen.

Mark Rackles, Staatssekretär für Bildung in der Senatsverwaltung Berlin freute sich, gemeinsam mit dem Generalsekretär der Kultusministerkonferenz, Udo Michallik, sowie Vertretern des Auswärtigen Amts und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) am 29. Juni die DSD-Urkunden an 124 junge Deutschlernende zu überreichen. Rund ein Jahr lang haben sich die Schülerinnen und Schüler aus verschiedensten Herkunftsländern in den Willkommensklassen Berliner Schulen intensiv mit der deutschen Sprache beschäftigt. Sie können stolz auf ihre erreichten Leistungen sein. Die Diplome bescheinigen ihnen Sprachkenntnisse auf dem Niveau B1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen. Nach den Sommerferien wechseln sie in reguläre Klassen und haben beste Grundlagen gelegt, um am Unterricht teilnehmen und Freundschaften zu Mitschülern schließen zu können.

Solides sprachliches Fundament erworben

Am 1. Juli konnte Joachim Lauer, Leiter der ZfA, in Bremen 95 Schülerinnen und Schülern zum bestandenen DSD I-Diplom gratulieren. "Ihr habt jetzt einen wichtigen Schulabschnitt mit dem Deutschen Sprachdiplom abgeschlossen. Mit mehr Muße könnt ihr euch nun um das andere Leben in Deutschland kümmern, in eurem Stadtviertel, an einer Bremer Schule, mit Klassenkameraden und Freunden aus Bremen, vielleicht auch in einem Bremer Sportverein", betonte Lauer. "Denn dafür habt ihr euch ein solides sprachliches Fundament erworben, das es euch leichter macht, nicht nur dem Unterricht zu folgen, sondern euch insgesamt in Deutschland wohl zu fühlen."

Neben Berlin und Bremen haben noch weitere sechs Bundesländer das DSD I - Programm für die Integrationsklassen eingeführt. Es wird auch in Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Hessen und Bayern angeboten. Pädagogisch und organisatorisch begleitet wird das DSD-Programm in Deutschland von der ZfA, die die Prüfung bereits seit mehr als 40 Jahren in über 65 Ländern durchführt. Jährlich nehmen über 65.000 Schülerinnen und Schüler an den Prüfungen teil.

DSD setzt klare Standards

In Deutschland hatte 2010 Hamburg den Anfang gemacht: Ein Gymnasium stellte damals bei der KMK den Antrag, als DSD-Schule anerkannt zu werden, um so die Möglichkeit zu bekommen, die Sprachkenntnisse ihrer aus internationalen Vorbereitungsklassen stammenden Schülerinnen und Schüler zu zertifizieren, deren Förderbedarf festzustellen und zugleich die Qualität des in diesen Lerngruppen erteilten Unterrichts zu ermitteln.

"Mittlerweile ist deutlich: Das DSD I setzt klare Standards für den Deutsch als Fremdsprache (DaF) / Deutsch als Zweitsprache (DaZ)-Unterricht auch in Deutschland. Es stärkt durch Vernetzung und erweiterte Fortbildung die Position der Lehrer in den Vorbereitungsklassen. Es motiviert die aus dem Ausland stammenden Schüler, die die Möglichkeit haben, ein international anerkanntes Diplom zu erwerben," erklärt Dr. Ulrich Dronske, der in der ZfA für das DSD in Deutschland verantwortlich ist. "Außerdem fördert das DSD-Programm in Deutschland die Kommunikation über die im schulischen Kontext stattfindende sprachliche Erstintegration über die Ländergrenzen hinweg, und es ist ein integraler Bestandteil einer Willkommenskultur in Deutschland."

Ein Video zur DSD-Diplomverleihung in Bremen finden Sie hier.