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Deutsche Schule Bilbao: Perspektiven in der deutschen Wirtschaft

Datum 23.01.2015

Den 3. Platz des Wettbewerbs "Beruf macht Schule" des Auswärtigen Amts gewann die Deutsche Schule Bilbao für ihr ganzheitliches Projekt zur beruflichen Orientierung von Schülern.

Die Weltwirtschaft hat an vielen Orten ihre Spuren hinterlassen, auch in Spanien, wo die Jugendarbeitslosigkeit aktuell bei über 50 Prozent liegt. Umso wichtiger sind qualifizierte Beratungsangebote für die berufliche Zukunft junger Schülerinnen und Schüler. An der Deutschen Schule Bilbao (DSB) wurden verschiedene Projekte ins Leben gerufen, die die zukünftigen Absolventen bereits während ihres Schulaufenthalts mit dem Thema beruflicher und akademischer Bildung vertraut machen sollen. Ein wesentlicher Bestandteil der Studien- und Berufsberatung der DSB, die beim Wettbewerb mit einem Preisgeld von 2.500 Euro ausgezeichnet wurde, bildet die Information über die vielfältigen Möglichkeiten in Deutschland. Neben offenen Angeboten zu Berufsfindungstests, Stipendien und mehrwöchigen Schnupperangeboten an deutschen Universitäten, finden auch regelmäßige Veranstaltungen und unterrichtsbegleitende Projekte statt. Anlässlich der Preisverleihung hob Prof. Dr. Maria Böhmer, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, einmal mehr den hohen Stellenwert solcher Angebote hervor: "Die Preisträger des Wettbewerbs zeigen, wie wichtig und effizient eine umfassende und frühe Berufsorientierung sein kann. Sie sorgen für die Fachkräfte von morgen, hier und in der ganzen Welt."

Ab in den Norden!

Bereits seit 2005 besteht zwischen der DSB und insgesamt neun Europa-Schulen Schleswig-Holsteins eine Praktikumsvereinbarung. Jedes Jahr im September fahren die Schülerinnen und Schüler der zwölften Klassen für insgesamt zwei Wochen in das nördliche Bundesland, um dort ein Betriebspraktikum zu absolvieren. Die Auswahl der Teilnehmer ist vielfältig: Vom Kindergarten bis hin zum Wasser- und Schifffahrtsamt und einer Anwaltskanzlei ist nahezu jeder Berufszweig vertreten. Ziel dieses Praxisprojekts ist neben der berufsorientierenden Maßnahme auch die Förderung der erworbenen Sprachkompetenzen der Deutschlerner. Durch den direkten Austausch mit dem Gastland und dem Arbeitsmarkt vermittelt das Praktikumsprojekt zudem wertvolle interkulturelle Kompetenzen.

Orientierungsmesse an der Deutschen Schule

Stand der DS Bilbao auf der Schulleitertagung der Deutschen Auslandsschulen 2015 in BerlinQuelle: ZfA/Dirk Enters

Aber nicht nur der betriebliche Bildungszweig wird an der DSB in den Fokus der Oberstufenschüler gerückt. Die Auslandsschule bietet eine zweitätige Berufs- und Studienmesse für Zehnt- bis Zwölftklässler an. Vertreter verschiedener Fachhochschulen, Hochschulen und Universitäten liefern dabei in einer Mischung aus Vorträgen und Informationsständen grundlegende Informationen zu einem Studium an deutschen oder spanischen Einrichtungen.

Zudem wird das duale Bildungssystem den Oberstufenschülerinnen und -schülern im Rahmen der Messe näher gebracht. Informationsstände zu kaufmännischen Zweigen an der Berufsschule Formación Empresarial Dual Alamana (FEDA) und einem BWL-Studium mit Bachelorabschluss an der Europäischen Wirtschaftsakademie EWA gewähren den Jugendlichen hilfreiche Einblicke. Ergänzend hierzu besteht die Möglichkeit, mit Vertretern deutscher Firmen, die auch vor Ort Niederlassungen betreiben, erste Kontakte zu knüpfen.

Ehemalige berichten von ihren Erfahrungen

Ein wesentlicher Aspekt der Orientierungstage bildet zudem die Arbeit mit einem mittlerweile gut ausgebauten Netz von ehemaligen Schülern der DSB. Die anwesenden Alumni stehen interessierten Schülerinnen und Schülern zum Erfahrungsaustausch zur Verfügung. Hierbei kommen alljährlich Gespräche zu Studium und Ausbildung in Deutschland zustande, die sich einer regen Teilnahme der Jugendlichen erfreuen.

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes betreut im Auftrag des Auswärtigen Amtes und unter Mitwirkung der Länder die mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen und die rund 1.100 Sprachdiplomschulen personell, finanziell und pädagogisch. Neben den allgemeinbildenden Schulen, an denen Projekte zur Berufs- und Studienorientierung angeboten werden, betreut die ZfA acht Berufsbildungszentren und drei Fachoberschulen an Deutschen Auslandsschulen, sowie zwei selbstständige Berufsschulen. Alle Standorte und Best-Practice-Beispiele finden Sie unter www.auslandsschulwesen.de/berufliche_Bildung.