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EU-Projekt „e-SENS“ erfolgreich abgeschlossen

Datum 13.04.2017

Das europäische IT-Projekt e-SENS (Electronic Simple European Networked Services) ist am 31. März 2017 offiziell zu Ende gegangen. Mit seinen Ergebnissen ermöglicht e-SENS die Bereitstellung grenzüberschreitender E-Government-Dienste und trägt so zur Stärkung des digitalen Binnenmarktes in Europa bei.

Das Projekt e-SENS, welches von der europäischen Kommission initiiert wurde, begann im April 2013. Über 100 öffentliche und private Akteure aus 22 europäischen Ländern haben an e-SENS mitgewirkt, dessen Ziel darin bestand, eine europaweite digitale Infrastruktur für rechtssichere und grenzüberschreitende E-Government-Dienste aufzubauen. Diese digitalen Verwaltungsdienste sollen Bürgerinnen und Bürgern, der Privatwirtschaft und der Verwaltung zur Verfügung stehen und von diesen genutzt werden, um grenzüberschreitende Verwaltungsprozesse innerhalb Europas zu erleichtern.


Die technischen Entwicklungen von e-SENS wurden in verschiedenen Anwendungsbereichen getestet und validiert. Im Bereich E-Beschaffung wurde es beispielweise ermöglicht, dass Informationen zwischen verschiedenen nationalen Ausschreibungssystemen erfolgreich ausgetauscht werden können. Von deutscher Seite wurde die Kommunikationsschnittstelle X-Vergabe in e-SENS eingebracht.
Europäische Unternehmen profitieren zum Beispiel davon, dass Lösungen entwickelt wurden, die den Gewerbeanmeldungsprozess vereinfachen und somit den Zugang zu neuen Märkten erleichtern.

e-SENS hat außerdem einen Beitrag dazu geleistet, dass europäische Bürgerinnen und Bürger einen leichteren und kostengünstigen Zugang zur Gesundheitsversorgung in anderen europäischen Staaten bekommen können. So wurde im Piloten „e-Confirmation“ gezeigt, dass die grenzüberschreitende Übermittlung einer Bestätigung, dass ein Patient krankenversichert ist, in Echtzeit möglich ist.
Dies sind nur einige Aspekte, die e-SENS geleistet hat. Mehr Informationen zu den Erfolgen finden Sie unter www.esens.eu.


Die von e-SENS erzielten Ergebnisse sollen auch nach Projektende erhalten und genutzt werden. Hier hat das Bundesverwaltungsamt (BVA) maßgeblich zur Sicherung der Nachhaltigkeit der Projektergebnisse beigetragen, indem unter der Leitung des BVA ein Vorschlag für ein europäisches IT-Organisationsmodell und einen rechtlichen Rahmen erarbeitet wurde. Aktuell wird ein Großteil der e-SENS-Ergebnisse im Rahmen des EU-Förderprogramms „Connecting Europe Facility“ gepflegt. Nach Ablauf des Förderprogramms im Jahr 2020 soll das in e-SENS entwickelte Organisationsmodell die Nachhaltigkeit der e-SENS-Ergebnisse und anderer europäischer IT-Lösungen sicherstellen.
Die Ergebnisse von e-SENS werden nicht nur durch die „Connecting Europe Facility“, sondern auch durch andere Projekte weiterverwendet. Am europäischen Projekt „The Once-Only Principle Project“ (TOOP) ist das BVA in leitender Position beteiligt. Mehr Infos dazu finden sich unter www.toop.eu


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