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Museum Friedland eröffnet

Datum 23.03.2016

Am 18. März wurde mit einem feierlichen Festakt durch den niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil der erste Bauabschnitt des Museums Friedland eröffnet und der Öffentlichkeit übergeben. Unter den 500 geladenen Gästen aus Land und Bund befanden sich auch der Präsident des BVA Christoph Verenkotte, der Leiter der Außenstelle Friedland Joachim Mrugalla und der zuständige Gruppenleiter Wolfgang Sehmsdorf.

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil hält die FestredeQuelle: BVA

Mit dem Museum wird unter dem Motto „Abschied, Ankunft, Neubeginn“ die überragende Bedeutung des 1945 auf Anordnung der britischen Besatzungsmacht eingerichteten Lagers für die Erstaufnahme von Flüchtlingen dokumentiert. Die Einrichtung des Museums wurde im Oktober 2006 durch den Landtag des Landes Niedersachsen beschlossen. Im Mittelpunkt des mit 20 Millionen Euro veranschlagten Projekts steht die Aufarbeitung der Zuwanderung der weit über 4 Millionen Menschen, die im Lager die erste Zuflucht gefunden haben. Die nationale Bedeutung des Projekts wird durch einen Zuschuss des Bundes zu den Kosten des Museums von 10 Millionen Euro gewürdigt.

Im ersten Bauabschnitt wurde der historische Friedländer Bahnhof zu einem attraktiven Ausgangspunkt für den durch das aktive Grenzdurchgangslager verlaufenden Museumspfad. Mit herausragenden Videoinstallationen, vielfältigen, auch medial unterstützten Informationen und interessanten Ausstellungsstücken wird die leidvolle Geschichte von Flüchtlingen, Vertriebenen, Heimkehrern, DDR-Flüchtlingen und Aussiedlern anschaulich und lebendig.

Damit spiegelt sich in der Ausstellung auch die Tätigkeit der Außenstelle Friedland des Bundesverwaltungsamtes wieder. Die Außenstelle hat die Aufgabe der Beauftragten der Bundesregierung für die Verteilung der Aussiedler seit 1988 unter Übernahme des Personals fortgeführt, die ankommenden Aussiedler und Spätaussiedler registriert und auf die Bundesländer verteilt. So ist die Außenstelle mit ihrem Leiter Joachim Mrugalla im Arbeitskreis „Museum Friedland“, einem Zusammenschluss der in Friedland ansässigen Organisationen und gesellschaftlichen Gruppen, vertreten und unterstützt auch insofern das Museumsprojekt.

Im zweiten Bauabschnitt entsteht ein Besucher-, Medien- und Dokumentationszentrum, das Grundstück dafür wurde u. a. auch vom Bundesverwaltungsamt zur Verfügung gestellt.
Mit seiner bis in die Anfänge des Lagers zurückreichenden Zentralkartei wird es auch ein Baustein der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Migrationsgeschehens werden, wenn mit dem geplanten dritten Bauabschnitt des Museums die Akademie Friedland, eine internationale Jugendbegegnungsstätte mit angeschlossenem Forschungszentrum, eingerichtet werden wird.

Die großen Anstrengungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesverwaltungsamtes, die besonders in den turbulenten Jahren nach dem Fall des Eisernen Vorhangs mit besonderem Engagement einen Teil dieser Geschichte mitgeschrieben haben, werden durch das Projekt würdigend in den angemessenen historischen und gesellschaftlichen Kontext gestellt.

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