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Bundesverwaltungsamt mit dem Bürgerpreis der Gemeinde Friedland ausgezeichnet

Datum 20.01.2016

Das Bundesverwaltungsamt (BVA) zählt zu den Empfängern des Bürgerpreises der Gemeinde Friedland. Der Preis wurde jetzt an Helfer, Institutionen und Organisationen verliehen, die 2015 mit besonderem Engagement die Erstaufnahme von Menschen im Grenzdurchgangslager Friedland sowie in der Region begleitet hatten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BVA sind in der Außenstelle Friedland für die Aufnahme von Spätaussiedlern zuständig.

Verleihung des Bürgerpreises der Gemeinde FriedlandQuelle: Gemeinde Friedland

Das Grenzdurchgangslager Friedland ist für rund 700 Menschen konzipiert. Im vergangenen Jahr allerdings waren dort zeitweise bis zu 3.500 Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und dem Irak sowie Spätaussiedler aus dem ehemaligen "Ostblock" untergebracht. Für den außergewöhnlichen Einsatz der in Friedland Beschäftigten und ehrenamtlichen Helfer fand Friedlands Gemeindebürgermeister Andreas Friedrich bei der Preisverleihung lobende Worte: "Schon seit 70 Jahren ist das Zusammenspiel der Menschen und Strukturen rund um das Lager erprobt", so Friedrich. In der krisenhaften Situation von 2015, als das Lager zeitweise siebenfach überbelegt war, habe das sehr geholfen.

An insgesamt zehn Personen wurde der Bürgerpreis während des Neujahrsempfangs der Gemeinde Friedland am 17. Januar überreicht. Stellvertretend für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BVA-Außenstelle Friedland nahm Frank Jenssen (Referat S II 5) die Auszeichnung in Form einer Urkunde entgegen. Außerdem wurden der Leiter der Landesaufnahmebehörde Heinrich Hörnschemeyer, Friedlands Ortsbürgermeister Wilfried Henze, die Vertreter der Caritasstelle und der Inneren Mission im Grenzdurchgangslager sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Friedlandhilfe, des DRK Suchdienstes, der beiden Kirchen, der Polizei sowie des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge für ihre besonderen Leistungen geehrt.

Im Grenzdurchgangslager Friedland befindet sich Deutschlands einzige Erstaufnahmeeinrichtung für Spätaussiedler. Das Bundesverwaltungsamt ist dort für die Registrierung und Verteilung der ankommenden Spätaussiedler zuständig. Das BVA stellt auch die Bescheinigung aus, mit der die Spätaussiedlereigenschaft verbindlich festgestellt und die deutsche Staatsangehörigkeit erworben wird.

In Friedland kamen im Jahr 2015 wieder mehr Spätaussiedler an als in den Vorjahren. Insgesamt waren es 6.118 Personen, gut doppelt so viele wie zwei Jahre zuvor. Die Zahl der Deutschstämmigen aus Russland, Kasachstan und anderen ehemaligen Sowjetrepubliken stieg nach einer Änderung des Bundesvertriebenengesetzes im dritten Jahr in Folge. Durch die Überbelegung des Lagers war auch die Spätaussiedleraufnahme mit besonderen Erschwernissen für die ankommenden Menschen und die Beschäftigten verbunden.

Aktuell sind in der BVA-Außenstelle Friedland 100 Mitarbeiter tätig. Um das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zu unterstützen, hat das BVA einen Teil seiner Räumlichkeiten dem BAMF zur Verfügung gestellt. Der Wechsel von 50 BVA-Beschäftigten in den Bereich der Flüchtlingsaufnahme sowie die Abgabe weiterer Büros an das BAMF stehen kurz bevor.

Allgemeine Informationen zum Bundesverwaltungsamt, dem zentralen Dienstleister des Bundes, finden Sie auf www.bva.bund.de.