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Staats­an­ge­hö­rig­keit

In Ab­stim­mung mit den Aus­lands­ver­tre­tun­gen des Aus­wär­ti­gen Am­tes be­ar­bei­tet das BVA un­ter­schied­li­che Ver­fah­ren. Die oft tra­gi­schen Ein­zel­schick­sa­le sind da­bei in­di­vi­du­ell und mit Rück­sicht zu be­han­deln.

Im "Fest­stel­lungs­ver­fah­ren" prüft das BVA, ob An­trag­stel­ler noch die deut­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit be­sit­zen. Vor al­lem in Ost­eu­ro­pa be­trifft dies Men­schen, de­ren Vor­fah­ren Deut­sche wa­ren.

An­spruch auf "Wie­der­ein­bür­ge­rung" ha­ben Op­fer des na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Sys­tems, de­nen die deut­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit von 1933 bis 1945 rechts­wid­rig ent­zo­gen wur­de.

Deut­sche, die heu­te im Aus­land le­ben, ver­lie­ren in der Re­gel ih­re deut­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit, so­bald sie ei­ne frem­de Staats­an­ge­hö­rig­keit an­neh­men. Um dies zu ver­mei­den, kön­nen sie beim BVA ei­ne "Bei­be­hal­tungs­ge­neh­mi­gung" be­an­tra­gen.

Ei­ne wei­te­re Auf­ga­be: Ju­gend­li­che, die ne­ben der deut­schen ei­ne an­de­re Staats­bür­ger­schaft be­sit­zen, müs­sen nach Er­rei­chen der Voll­jäh­rig­keit er­klä­ren, wel­che Staats­an­ge­hö­rig­keit sie bei­be­hal­ten wol­len ("Op­ti­ons­ver­fah­ren"). Lebt der op­ti­ons­pflich­ti­ge Ju­gend­li­che im Aus­land, ist das BVA zu­stän­dig.

Die An­er­ken­nung von Aus­sied­lern und Spätaus­sied­lern er­folgt nach dem "Bun­des­ver­trie­be­nen­ge­setz" (BVFG). Das BVA ent­schei­det über Auf­nah­me und re­gio­na­le Ver­tei­lung von Aus­sied­lern und Spätaus­sied­lern.

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Suchmeldungen an einem Kiosk

Zen­tral­kar­tei

In der Au­ßen­stel­le Fried­land des Bun­des­ver­wal­tungs­am­tes be­fin­det sich die zen­tra­le Aus­kunfts- und Er­fas­sungs­stel­le für Spätaus­sied­ler, Aus­sied­ler, Heim­keh­rer so­wie ent­las­se­ne Kriegs­ge­fan­ge­ne. In die­ser Zen­tral­kar­tei sind nicht nur sämt­li­che Aus­sied­ler er­fasst, die von 1956 bis 1991 ins Bun­des­ge­biet ein­ge­reist und re­gis­triert wor­den sind, son­dern auch die his­to­risch be­deut­sa­men Un­ter­la­gen über die Heim­kehr der ca. zwei­hun­dert­tau­send Kriegs­ge­fan­ge­nen, die zwi­schen 1946 und 1953 das da­ma­li­ge Grenz­durch­gangs­la­ger Fried­land durch­lau­fen ha­ben. Hin­ter je­dem die­ser Vor­gän­ge ver­birgt sich ein Ein­zel­schick­sal.

Ver­zicht auf die deut­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit

Auf die deut­sche Staats­an­ge­hö­ri­ger kann ver­zich­ten, wer meh­re­re Staats­an­ge­hö­rig­kei­ten be­sitzt. Da­zu ist ei­ne schrift­li­che Er­klä­rung nö­tig. Ge­wis­se ge­setz­li­che Ein­schrän­kun­gen sind zu be­ach­ten. Rechts­wirk­sam ist der Ver­zicht al­ler­dings nur dann, wenn die Er­klä­rung von der zu­stän­di­gen Be­hör­de ge­neh­migt und hier­über ei­ne ent­spre­chen­de Ur­kun­de aus­ge­stellt wor­den ist, die dem Ver­zich­ten­den aus­ge­hän­digt wor­den sein muss.

Teaserbild Register EStA

Re­gis­ter ES­tA - Ent­schei­dun­gen in Staats­an­ge­hö­rig­keits­an­ge­le­gen­hei­ten

Das Bun­des­ver­wal­tungs­amt führt das Re­gis­ter, in dem al­le seit 28.08.2007 von deut­schen Staats­an­ge­hö­rig­keits­be­hör­den ge­trof­fe­nen Ent­schei­dun­gen ge­sam­melt und ge­spei­chert wer­den (Rechts­grund­la­ge: § 33 Staats­an­ge­hö­rig­keits­ge­setz).

Teaserbild Optionsverfahren

Op­ti­ons­ver­fah­ren

Seit dem 01. Ja­nu­ar 2000 er­wirbt ein Kind aus­län­di­scher El­tern un­ter den Vor­aus­set­zun­gen des § 4 Abs. 3 StAG die deut­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit durch Ge­burt im In­land. Zwi­schen dem 02. Ja­nu­ar 1990 und dem 31. De­zem­ber 1999 im In­land ge­bo­re­ne Kin­der konn­ten die deut­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit durch Ein­bür­ge­rung ge­mäß § 40 b StAG er­wer­ben.

Teaserbild Fons Civitatis

Fons Ci­vi­ta­tis

Mit die­sem Ver­zeich­nis bie­ten wir Ih­nen ei­ne Er­mitt­lungs­hil­fe bei der Su­che nach staats­an­ge­hö­rig­keits­recht­li­chen Un­ter­la­gen.

Fest­stel­lung der deut­schen Staats­an­ge­hö­rig­keit
(Staats­an­ge­hö­rig­keits­aus­weis und Ne­ga­tiv­be­schei­ni­gung)

Im Ver­fah­ren zur Fest­stel­lung der deut­schen Staats­an­ge­hö­rig­keit prüft das Bun­des­ver­wal­tungs­amt, ob der An­trag­stel­ler die deut­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit be­sitzt.