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verschiedene Nationalflaggen; Fahnen verschiedener Nationen; © iStock.com/scanrail

Bin­nen­markt­in­for­ma­ti­ons­sys­tem IMI, Na­tio­na­ler IMI Ko­or­di­na­tor (NI­MIC)

Das Bin­nen­markt­in­for­ma­ti­ons­sys­tem (Eng­lisch: In­ter­nal Mar­ket In­for­ma­ti­on Sys­tem, IMI) wird von der Eu­ro­päi­schen Kom­mis­si­on in Zu­sam­men­ar­beit mit den Mit­glied­staa­ten ent­wi­ckelt, um die eu­ro­päi­sche Ver­wal­tungs­zu­sam­men­ar­beit über die­ses Sys­tem zu er­leich­tern und zu ver­bes­sern.

Bei IMI han­delt es sich um ei­ne Soft­ware-An­wen­dung für den Aus­tausch von In­for­ma­tio­nen, mit des­sen Hil­fe die Mit­glied­staa­ten bei der all­täg­li­chen An­wen­dung der Bin­nen­markt­vor­schrif­ten ef­fi­zi­en­ter zu­sam­men­ar­bei­ten kön­nen.

IMI soll als In­stru­ment der Amts­hil­fe zur Über­win­dung der um­fang­rei­chen prak­ti­schen Hin­der­nis­se bei­tra­gen, die sich aus den un­ter­schied­li­chen Ver­wal­tungs- und Ar­beits­ab­läu­fen, den ver­schie­de­nen Spra­chen und dem Feh­len fes­ter An­sprech­part­ner in den an­de­ren Mit­glied­staa­ten er­ge­ben. Au­ßer­dem soll es durch Ver­rin­ge­rung des Ver­wal­tungs­auf­wands die Ef­fi­zi­enz und Wirk­sam­keit der all­täg­li­chen Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen den Mit­glied­staa­ten er­hö­hen.

Es hilft Sprach­bar­rie­ren zu über­win­den, weil es als Sys­tem, das in al­len 23 Amtss­pra­chen der EU ver­füg­bar ist, An­fra­gen in der ei­ge­nen Lan­des­s­pra­che er­mög­licht. Über die In­te­gra­ti­on ei­ner Rei­he vor­über­setz­ter Stan­dard­fra­gen und -ant­wor­ten so­wie die Mög­lich­keit au­to­ma­ti­scher Über­set­zung von Frei­text in Kom­men­tar­fel­dern kann der IMI-Nut­zer sei­ne An­fra­ge an ei­ne Be­hör­de im eu­ro­päi­schen Aus­land in sei­ner ei­ge­nen Lan­des­s­pra­che er­stel­len. Um­ge­kehrt er­hält die Part­ner­be­hör­de die An­fra­ge eben­falls in ih­rer je­wei­li­gen Lan­des­s­pra­che oder teil­wei­se in­klu­si­ve der Über­set­zung in ei­ne drit­te Amtss­pra­che, die sie laut vor­he­ri­ger An­ga­ben zu­sätz­lich be­herrscht.

Die Fi­nan­zie­rung des IMI er­folg­te bis En­de 2009 aus dem sog. IDABC-Pro­gramm der Eu­ro­päi­schen Kom­mis­si­on (in­te­r­ope­ra­ble Er­brin­gung eu­ro­pa­wei­ter elek­tro­ni­scher Be­hör­den­diens­te – E-Go­ver­n­ment-Diens­te – für öf­fent­li­che Ver­wal­tun­gen, Un­ter­neh­men und Bür­ger). Da­bei stan­den Haus­halts­mit­tel von ins­ge­samt 1,3 Mio. Eu­ro für den Fünf­jah­res­zeit­raum 2005–2009 zur Ver­fü­gung. Von 2010 bis En­de 2014 wer­den zur wei­te­ren Ent­wick­lung des Sys­tems Mit­tel aus dem neu­en Pro­gramm ISA in Hö­he von bis zu 4,65 Mio. Eu­ro be­reit ge­stellt wer­den.

In Deutsch­land stellt der Auf­bau von IMI auf­grund des fö­de­ra­len Staats­auf­baus ei­ne große Her­aus­for­de­rung dar, weil ei­ne Viel­zahl an un­ter­schied­li­chen Be­hör­den auf kom­mu­na­ler so­wie Län­der- und Bun­des­ebe­ne ein­zu­bin­den sind. Der Na­tio­na­le IMI-Ko­or­di­na­tor (NI­MIC, eng­lisch: na­tio­nal IMI coor­di­na­tor) für Deutsch­land ist im Bun­des­ver­wal­tungs­amt an­ge­sie­delt.

Zahl­rei­che De­tai­l­in­for­ma­tio­nen zum Bin­nen­markt­in­for­ma­ti­ons­sys­tem fin­den Sie auf der IMI-Web­sei­te der EU-Kom­mis­si­on.

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