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verschiedene Nationalflaggen; Fahnen verschiedener Nationen; © iStock.com/scanrail

EU-Twin­ning-Pro­jek­te

EU-Twin­ning-Pro­jek­te sind län­der­über­grei­fen­de Part­ner­schaftspro­jek­te, die auf In­itia­ti­ve der Eu­ro­päi­schen Kom­mis­si­on im Jahr 1998 ge­schaf­fen wur­den, um künf­ti­ge Mit­glied­staa­ten an die Eu­ro­päi­sche Uni­on (EU) her­an­zu­füh­ren und sie bei ih­ren Vor­be­rei­tun­gen auf ei­nen be­vor­ste­hen­den EU-Bei­tritt zu un­ter­stüt­zen. Seit dem Jahr 2002 wird das Twin­ning-Kon­zept je­doch auch in Län­dern oh­ne Bei­tritts­per­spek­ti­ve ge­nutzt und hat sich so­mit zu ei­nem In­stru­ment des In­sti­tu­tio­nen­auf­baus (engl. "In­sti­tu­ti­on Buil­ding") wei­ter­ent­wi­ckelt.

Im Rah­men der seit dem 01.01.2007 gel­ten­den EU-För­der­pro­gram­me ENI (Eu­ro­päi­sches Nach­bar­schafts­in­stru­ment), IPA (In­stru­ment für Her­an­füh­rungs­hil­fe) und der so­ge­nann­ten Über­lei­tungs­hil­fe (engl. "Tran­si­ti­on Fa­ci­li­ty") wer­den die för­de­rungs­fä­hi­gen Län­der bei der tief grei­fen­den Um­ge­stal­tung ih­rer po­li­ti­schen, wirt­schaft­li­chen und ge­sell­schaft­li­chen Struk­tu­ren un­ter­stützt. Hier­bei gilt es, die­se Län­der beim In­sti­tu­tio­nen­auf­bau, bei In­ves­ti­tio­nen zur Ver­bes­se­rung der ord­nungs­po­li­ti­schen In­fra­struk­tur und bei der Stär­kung des wirt­schaft­li­chen und so­zia­len Zu­sam­men­halts zu be­treu­en.

Dies er­folgt durch Fi­nan­zie­rung von tech­ni­scher Hil­fe so­wie durch EU-Twin­ning-Pro­jek­te.

Wäh­rend ei­nes sol­chen Pro­jekts geht ei­ne Be­hör­de aus ei­nem EU-Mit­glied­staat ei­ne Part­ner­schaft mit ei­ner Be­hör­de (engl. "Twin") des för­der­fä­hi­gen Lan­des ein, um die­ser bei der Um­set­zung der ge­mein­schaft­li­chen Rechts­vor­schrif­ten der EU (engl. "Uni­on ac­quis") durch ei­ne ge­ziel­te öf­fent­li­che Ver­wal­tungs­zu­sam­men­ar­beit zu hel­fen.

Im De­zem­ber 2004 wur­de dem BVA vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um des In­nern (BMI) die Auf­ga­be über­tra­gen, sich um EU-Twin­ning-Pro­jek­te im Be­reich der "all­ge­mei­nen klas­si­schen Ver­wal­tung" zu be­wer­ben und die­se durch­zu­füh­ren. Im Sep­tem­ber 2015 wur­de die Auf­ga­ben­über­tra­gung durch die neue Fach­auf­sicht im BMI ak­tua­li­siert. Das BVA ist nun ins­be­son­de­re für die Durch­füh­rung von Twin­ning-Pro­jek­ten im Pro­jekt­be­reich der Kor­rup­ti­ons­prä­ven­ti­on ver­ant­wort­lich. Dar­über hin­aus sind auch wei­ter­hin Twin­ning-Pro­jek­te im Be­reich der Ver­wal­tungs­or­ga­ni­sa­ti­on und -mo­der­ni­sie­rung so­wie in Fra­gen des öf­fent­li­chen Dien­stes, wie z.B. Per­so­nal­ver­wal­tung, Da­ten­schutz und Bür­ger­be­tei­li­gung, mög­lich.

Wie wird das BVA tä­tig?

Aus­schrei­bung

Twin­ning-Pro­jek­te wer­den von den för­de­rungs­fä­hi­gen Län­dern über die Eu­ro­päi­sche Kom­mis­si­on in den Mit­glied­staa­ten der EU aus­ge­schrie­ben.

In Deutsch­land wer­den die­se Aus­schrei­bun­gen von dem zen­tra­len deut­schen An­sprech­part­ner für Twin­ning-Pro­jek­te, dem so ge­nann­ten "Na­tio­nal Con­tact Point" (NCP) im Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Ener­gie (BM­Wi) an die the­ma­tisch zu­stän­di­gen Bun­des­mi­nis­te­ri­en wei­ter­ge­lei­tet. Im Fall des Bun­des­ver­wal­tungs­am­tes ist dies das Bun­des­mi­nis­te­ri­um des In­nern, Re­fe­rat O4. Dort wer­den die vom NCP ver­mit­tel­ten Aus­schrei­bun­gen er­neut ge­sich­tet und bei po­li­ti­schem In­ter­es­se wird ei­ne nach­ge­ord­ne­te Be­hör­de wie das BVA be­auf­tragt, sich auf das Pro­jekt zu be­wer­ben und die­ses nach er­folg­tem Zu­schlag durch­zu­füh­ren.

Be­wer­bung und Aus­wahl­ver­fah­ren

Für ei­ne Pro­jekt­be­wer­bung ist zu­nächst ein schrift­li­ches Pro­jek­t­an­ge­bot, das so ge­nann­te "Pro­po­sal" zu er­stel­len und beim aus­schrei­ben­den Land ein­zu­rei­chen.

Al­le Län­der, die ein schrift­li­ches An­ge­bot ein­ge­reicht ha­ben, wer­den an­schlie­ßend zu ei­ner Prä­sen­ta­ti­on des Pro­jek­t­an­ge­bo­tes ein­ge­la­den. An die­sen Prä­sen­ta­tio­nen sol­len min­des­tens die künf­ti­gen "Haupt­ak­teu­re" ei­nes Pro­jekts, d.h. der/die Pro­jekt­lei­ter/in so­wie der/die Lang­zeit­be­ra­ter/in teil­neh­men. Üb­lich ist es je­doch, dort be­reits auch das ge­sam­te Kern­team des Pro­jekts vor­zu­stel­len.

Auf der Grund­la­ge des ein­ge­reich­ten Pro­po­sals und der er­gän­zen­den Prä­sen­ta­ti­on trifft das aus­schrei­ben­de Land die Ent­schei­dung über den Pro­jekt­zu­schlag. Über die Aus­wahl­ent­schei­dung wer­den die Be­wer­ber­län­der von der Eu­ro­päi­schen Kom­mis­si­on in­for­miert.

Die Be­hör­de, die das Pro­jekt für sich ge­win­nen konn­te, hat mit er­folg­tem Zu­schlag im Pro­gramm IPA vier Mo­na­te und im Pro­gramm ENI fünf Mo­na­te Zeit, ge­mein­sam mit der aus­län­di­schen Part­ner­be­hör­de die kon­kre­te Pro­jekt­kon­zep­ti­on zu er­stel­len und in ei­nem Twin­ning-Ver­trag ver­bind­lich fest­zu­le­gen.


Pro­jekt­durch­füh­rung

Nach Ver­trags­schluss be­ginnt die ei­gent­li­che Pro­jekt­durch­füh­rung. Da­bei über­nimmt das BVA die Pro­jekt­lei­tung mit al­len da­mit ver­bun­de­nen Auf­ga­ben und Ver­ant­wort­lich­kei­ten.

Die­se um­fas­sen zu­nächst die ad­mi­nis­tra­ti­ve und fi­nan­zi­el­le Ab­wick­lung des Pro­jekts ge­mäß den um­fang­rei­chen Vor­schrif­ten der EU. Dar­über hin­aus ist die Pro­jekt­lei­tung des BVA ge­gen­über der EU für das Er­rei­chen der im Twin­ning-Ver­trag ver­ein­bar­ten Pro­jekt­zie­le ins­ge­samt ver­ant­wort­lich.

De­tail­lier­te­re In­for­ma­tio­nen über Ab­läu­fe, Ver­fah­rens­wei­sen und zu be­ach­ten­de Vor­schrif­ten bei der Durch­füh­rung von Twin­ning-Pro­jek­ten kön­nen dem Twinning Handbuch der EU (eng­lisch) ent­nom­men wer­den.


Twin­ning-Ak­ti­vi­tä­ten des BVA

Al­ba­ni­en

Bos­ni­en und Her­ze­go­wi­na

Ma­ze­do­ni­en

Re­pu­blik Mol­dau

Mon­te­ne­gro

Po­len

Ru­mä­ni­en

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