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Aus­lands­schul­ar­beit

Das deut­sche Aus­lands­schul­we­sen ist in­te­gra­ler Be­stand­teil der Aus­wär­ti­gen Kul­tur- und Bil­dungs­po­li­tik. Welt­weit er­mög­li­chen 140 Deut­sche Aus­lands­schu­len, rund 25 Deutsch-Pro­fil-Schu­len und rund 1.100 Schu­len, die das Deut­sche Sprach­di­plom der Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz an­bie­ten, ei­nen in­ten­si­ven Aus­tausch der Kul­tu­ren. Or­ga­ni­siert wird das von Bund und Län­dern ge­tra­ge­ne Sys­tem von der Zen­tral­stel­le für das Aus­lands­schul­we­sen (ZfA) im Bun­des­ver­wal­tungs­amt.

Logo der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen: eine stilisierte Brücke in den Farben der Bundesrepublik Deutschland

Ne­ben der Pfle­ge der po­li­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Be­zie­hun­gen gilt die Aus­wär­ti­ge Kul­tur- und Bil­dungs­po­li­tik (AKBP) als ei­ne der drei Säu­len der deut­schen Au­ßen­po­li­tik, für die das Aus­wär­ti­ge Amt (AA) ver­ant­wort­lich ist. Im Bun­des­tag setzt sich der Un­ter­aus­schuss für Aus­wär­ti­ge Kul­tur- und Bil­dungs­po­li­tik für al­le Be­lan­ge der AKBP und so­mit für das Aus­lands­schul­we­sen ein.

För­de­rung von Schu­len welt­weit

Im Auf­trag des Aus­wär­ti­gen Amts, das aus sei­nem vom Bun­des­tag be­schlos­se­nen Haus­halt die öf­fent­li­chen Mit­tel zur Fi­nan­zie­rung be­reit­stellt, be­treut die ZfA welt­weit 140 Deut­sche Aus­lands­schu­len, rund 25 Deutsch-Pro­fil-Schu­len so­wie rund 1.100 Schu­len im na­tio­na­len Bil­dungs­we­sen, die das Deut­sche Sprach­di­plom (DSD) der Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz (KMK) an­bie­ten. Sie för­dert die Schu­len in fi­nan­zi­el­ler, per­so­nel­ler und päd­ago­gi­scher Hin­sicht und be­glei­tet ih­re qua­li­täts­ori­en­tier­te Schul­ent­wick­lung.

Rund 2.000 von der ZfA aus Deutsch­land ver­mit­tel­te Lehr­kräf­te un­ter­rich­ten an den ge­för­der­ten Schu­len. Die Be­wer­be­rin­nen und Be­wer­ber um ei­ne Stel­le als Bun­des­pro­gramm­lehr­kraft (BPLK) durch­lau­fen da­bei ein Aus­wahl­ver­fah­ren der ZfA. Die Aus­lands­dienst­lehr­kräf­te (ADLK) wer­den zu­nächst auf An­trag durch die je­wei­li­gen Bun­des­län­der für den Aus­lands­schul­dienst frei­ge­stellt und im Ver­mitt­lungs­fall für die Ver­trags­dau­er be­ur­laubt. So­wohl ADLK als auch BPLK wer­den von der ZfA an die Schu­len ver­mit­telt. Da ein Lehr­auf­ent­halt im Aus­land gut vor­be­rei­tet wer­den muss, führt die ZfA re­gel­mä­ßig Fort- und Wei­ter­bil­dun­gen für die Lehr­kräf­te durch.

Zu­sätz­lich setzt die ZfA Fach­be­ra­te­rin­nen und Fach­be­ra­ter für Deutsch ein. Ih­re Auf­ga­be ist es, ins­be­son­de­re ein­hei­mi­sche Deutsch­lehr­kräf­te an den Sprach­di­plom­schu­len im Aus­land me­tho­disch und di­dak­tisch zu be­treu­en und vor al­lem die Prü­fun­gen zum DSD zu ko­or­di­nie­ren und ab­zu­neh­men.

Mit ih­rer Ar­beit ver­wirk­licht die ZfA fol­gen­de Zie­le der aus­wär­ti­gen Kul­tur- und Bil­dungs­po­li­tik:

• die Be­geg­nung mit Kul­tur und Ge­sell­schaft des Gast­lands
• die För­de­rung der deut­schen Spra­che
• die schu­li­sche Ver­sor­gung deut­scher Kin­der im Aus­land
• die Un­ter­stüt­zung des Wirt­schafts- und Bil­dungs­stand­orts Deutsch­land

Deutsche Auslandsschulen: Öffentlich-Private Partnerschaft

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Die ZfA verwaltet den größten Anteil des vom Bund bereitgestellten Schulfonds zur Förderung der schulischen Arbeit im Ausland. Im Durchschnitt deckt die Förderung der Deutschen Auslandsschulen rund 30 Prozent ihrer Finanzierung ab. Den überwiegenden Anteil der benötigten Gelder erwirtschaften die Schulen über Schulgelder selbst. Die Deutschen Auslandsschulen werden in der Regel durch private Schulvereine getragen.

Deutsch-Profil-Schulen

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Deutsch-Profil-Schulen (DPS) sind nationale Schulen mit einem ausgeprägten deutschen Unterrichts- und Prüfungsprofil. Unterrichtet werden das Fach Deutsch und mindestens ein weiteres deutschsprachiges Fach in signifikantem Umfang bis zur Abschlussprüfung der Sekundarstufe II. Beide Fächer sind Teil der nationalen Abschlussprüfung.

Betreuung des DSD-Programms

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Für die geförderten DSD-Schulen werden zusätzlich zu den Projektmitteln der ZfA-Fachberaterinnen und Fachberater Mittel für die DSD-Testerstellung und wissenschaftliche Begleitung, die administrative Prüfungsabwicklung, die zentrale Bewertung der schriftlichen Arbeiten und die Erstellung von Fortbildungsmaterial, beispielsweise auf der PASCH-Lernplattform auf www.pasch-net.de, eingesetzt.

Sowohl die Fachberaterinnen und Fachberater der ZfA als auch die Deutsch-Fachleiterinnen und -Fachleiter an Deutschen Auslandsschulen mit DSD-Angebot werden inhaltlich und pädagogisch vom Fachbereich Deutsches Sprachdiplom/Deutsch als Fremdsprache betreut.

Die Fortbildung einheimischer Deutschlehrkräfte gewinnt immer mehr an Bedeutung, sodass viele Schulen in relativ hoher Selbstständigkeit das DSD-Programm durchführen können. Hier finden Sie weitere Informationen zum Deutschen Sprachdiplom.

Bund-Länder-Kooperation

Wichtige Partner der deutschen Auslandsschularbeit sind die Länder. Sie beurlauben verbeamtete oder fest angestellte Lehrkräfte als ADLK für den Auslandsschuldienst. Außerdem ist die Kultusministerkonferenz (KMK) verantwortlich für die Anerkennung der deutschen Abschlüsse, die an Schulen im Ausland erworben werden können. Dazu zählen neben dem Abitur die Fachhochschulreife, die Abschlüsse nach der Sekundarstufe I sowie das DSD. Weitere Informationen zu den Abschlüssen an Deutschen Auslandsschulen finden Sie unter: Abschlüsse an Deutschen Auslandsschulen.

Für die Zusammenarbeit von Bund und Ländern wurde im Oktober 1992 ein gemeinsames Beratungsgremium ins Leben gerufen: der Bund-Länder-Ausschuss für Schulische Arbeit im Ausland (BLASchA). Im BLASchA werden alle wichtigen Grundsatzfragen behandelt, die im Zusammenhang mit der schulischen Arbeit im Ausland stehen. Dies gilt insbesondere für prüfungsrelevante Themen. So sorgt der BLASchA beispielsweise für die Umsetzung der Kerncurricula an den Deutschen Auslandsschulen und betreut die schulische Lehrplanarbeit. Im BLASchA üben Bund und Länder die Schulaufsicht über die Auslandsschulen im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeit aus.

Qualitätssicherung

Die Qualität an Deutschen Auslandsschulen wird im Rahmen der Prüfungsbesuche der KMK-Beauftragten sowie der Bund-Länder-Inspektion (BLI) überprüft. Dabei geht es insbesondere um die Unterrichtsqualität. Die BLI wird von Inspektoren der ZfA und der Bundesländer in einem Zyklus von etwa sechs Jahren durchgeführt. Aus dem daraus resultierenden Bericht entwickelt die inspizierte Schule Entwicklungsziele, die schließlich in einen schulischen Aktionsplan münden. Nach drei Jahren führt die ZfA einen Bilanzbesuch an der jeweiligen Schule durch. Bei diesem Besuch werden die bisher erreichten Schritte bewertet und in einem Bericht an die Schule gespiegelt. So wird den Schulen eine Zwischenevaluation auf dem Weg zur nächsten BLI ermöglicht. Die vereinbarten Schulentwicklungsziele fließen in die Förderverträge der ZfA mit den Schulen ein. Hier finden Sie weitere Informationen zum Pädagogischen Qualitätsmanagement.

Die Qualität des DSD-Programms in einer Regionl, welches neben dem erweiterten Deutschunterricht auch Vernetzungsprojekte, Wettbewerbe, Fortbildungen, Schulleiterkonferenzen und die Prüfungen umfasst, wird über die "Evaluation der Förderung von Deutsch als Fremdsprache" (EvaDaF) erfasst. Sowohl die Fachberater der ZfA als auch die DSD-Schulen erhalten auf der Grundlage eines Qualitätsrahmens eine Rückmeldung zu Stärken und Entwicklungsbereichen des DSD-Programms, die in einer konkretisierten Zielvereinbarung zwischen ZfA und Fachberatern mündet.

Schulen: Partner der Zukunft (PASCH)

Seit im Jahr 2008 die Initiative "Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH) vom Auswärtigen Amt ins Leben gerufen wurde, hat das Auslandsschulwesen stetig an Bedeutung gewonnen. PASCH ist ein Gemeinschaftsprojekt der ZfA, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, des Goethe-Instituts und des Pädagogischen Austauschdienstes der KMK und vernetzt weltweit mehr als 1.800 Schulen, an denen Deutsch einen besonderen Stellenwert hat.

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Durch PASCH sollen lebendige, langfristige Bindungen zu Deutschland aufgebaut werden. Ziel ist eine internationale weltumspannende Lerngemeinschaft, die Schulen, ihre Lehrkräfte und ihre Schüler dazu anregt, sich untereinander auszutauschen und in deutscher Sprache zusammenzuarbeiten. Neben der Förderung der deutschen Sprache im Ausland intensivieren die PASCH-Partner beispielsweise durch Stipendienprogramme oder die Entwicklung von Austauschprogrammen die Begegnung mit der Kultur des Sitzlandes. Weitere Informationen finden Sie hier: PASCH-Initiative und auf www.pasch-net.de.