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Inklusion wird großgeschrieben: Deutsche Schule in Windhoek ist Partner der Special Olympics

Datum 05.12.2016

Freude erleben, Mut beweisen, das Selbstbewusstsein stärken, Freundschaften zwischen Menschen mit und ohne geistige Behinderung, Fähigkeiten ausbauen und dabei noch die körperliche Fitness verbessern – das sind nur einige Stärken des Engagements der Sportorganisation Special Olympics. Vier Jugendliche der Deutschen Höheren Privatschule Windhoek nehmen an den Special Olympics Weltwinterspielen 2017 teil.

Das Special Olympics "Floorball"-Team, bestehend aus Schülern der Deutschen Höheren Privatschule Windhoek, der Môreson School und der Dagbreek School for the Intellectually Impaired Deutsche Schule in Windhoek ist Partner der Special OlympicsQuelle: Peter Wilson

Auch in Namibia gibt es einen Nationalverband, die Special Olympics Namibia (SON), der sich für die Teilhabe von Jugendlichen und Erwachsenen mit geistiger Behinderung einsetzt und die Teilhabe an der Gesellschaft durch Sport stärken.

Peter Wilson, SON-Vorstandsmitglied, brachte den Ball einer beispielhaften Kooperation mit der Deutschen Höheren Privatschule Windhoek (DHPS) Anfang des Jahres ins Rollen: Im Rahmen der Special Olympics World Winter Games, die im März 2017 in Österreich stattfinden werden, wurden 14 Jugendliche mit geistigen Behinderungen ausgewählt, als Athleten im Hallenhockey ("Floorball") teilzunehmen. In Anlehnung an die wichtigsten Ziele der Special Olympics – nämlich Menschen mit und ohne geistige Behinderung zusammenzubringen, voneinander zu lernen und gemeinsam Barrieren abzubauen – sollten nun die richtigen Partner gefunden werden. Neben den 14 Athleten der Môreson School und der Dagbreek School for the Intellectually Impaired wurden jeweils vier Jugendliche ohne Behinderung der DHPS und der Shifidi Secondary School ausgewählt, die an den Special Olympics Weltwinterspielen 2017 teilnehmen werden.

Eine Schule für alle

"Es ist uns sehr wichtig, Sportler und Jugendliche mit und ohne geistige Behinderung, aus unterschiedlichsten Schulen und Kulturen zusammenzubringen", erklärt Wilson, der selbst DHPS-Schulvater ist. "Das Know-how und die Ausstattung der DHPS im Bereich Sport waren bei dieser Entscheidung natürlich nicht ganz unwichtig – ebenso wie das große Herz aller Beteiligten", ergänzt er und schwärmt von der guten Zusammenarbeit und dem großen Engagement von Schulleiterin Kristin Eichholz und Sportlehrer Thorsten Horenburg.

Zweimal pro Woche trainieren die Jugendlichen gemeinsam Deutsche Schule in Windhoek ist Partner der Special OlympicsQuelle: DHPS Windhoek

"Die DHPS ist eine Schule für alle! Von der Vielfalt der Nationen, Kulturen, Sprachen und auch der Begabungen profitieren alle Schülerinnen und Schüler", betont DHPS-Schulleiterin Eichholz. "Das Ziel unserer Schule ist es, jedem Schüler und jeder Schülerin die Förderung zu ermöglichen, die ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten entspricht. Das geschieht sowohl im inklusiven Unterricht als auch im außerunterrichtlichen Rahmen. Wir sind stolz auf die Kooperation mit den Athleten der Special Olympics und sind dankbar, ein Teil dieses Projekts zu sein."

Die Schüler trainieren fleißig, derzeit bereits zweimal die Woche. "Sie blicken gespannt auf die Special Olympics und freuen sich auf ihre große Reise im März. Wir drücken den jungen Sportlern natürlich schon jetzt fest die Daumen, wünschen ihnen viel Erfolg und vor allem unvergessliche, gemeinsame Erlebnisse", heißt es seitens der Schule.

Die Deutschen Höheren Privatschule Windhoek gehört zu den 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder betreut werden. Die ZfA fördert die Schulen in personeller, finanzieller und pädagogischer Hinsicht und begleitet ihre qualitätsorientierte Schulentwicklung. Sie berät bei der Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil, beim Aufbau des Deutschunterrichts in lokalen Schulen und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.