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Lesefüchse in Berlin - Internationales Finale

Datum 28.09.2017

Vom 9. bis 15. September 2017 waren die 14 besten jungen Lesefüchse aus insgesamt zehn Ländern eine Woche in Berlin, um sich miteinander über ihre Lesefreude auszutauschen und festzustellen: wer gerne liest, ist echt im Vorteil.

Gruppenbild der Teilnehmenden Lesefüchse in Berlin – Internationales FinaleQuelle: ZfA

Der Wettbewerb "Lesefüchse International" wurde von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) initiiert, um Deutschschülerinnen und -schülern in Mittel- und Osteuropa deutschsprachige Jugendliteratur nahezubringen. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Internationalen Literaturfestival Berlin statt.

Alle Lesefüchse hatten insgesamt vier zeitgemäße und spannende Jugendbücher gelesen: "Like me" von Thomas Feibel, "Zeit der großen Worte" von Herbert Günther, "Echt" von Christoph Scheuring und "Brennendes Wasser" von Lukas Erler. Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer galt, dass sich die Auseinandersetzung mit der Thematik und die anschließende Diskussion auf einem außerordentlichen Niveau bewegten. In puncto Sachkenntnis und Textbezug erwiesen sich die Lesefüchse als sicher. Leidenschaftliche Beiträge und eine Interaktion, die stets auch von Rücksichtnahme den Vorrednerinnen und Vorrednern gegenüber geprägt waren, erfreuten und erstaunten bisweilen das sachkundige Publikum.

Beeindruckend war darüber hinaus, dass der persönliche Zugewinn in der Auseinandersetzung mit den Mitstreitern im Vordergrund stand. Für die aus Valentin Pomakov, Gewinner der Lesefüchse 2016, Heike Toledo von der ZfA und Kathrin Köller, Fachjournalistin für Kinder- und Jugendliteratur, bestehende Jury zitieren wir an dieser Stelle Heike Toledo: "Man merkt gar keinen Unterschied, ob jetzt deutsche Jugendliche diskutiert haben oder Schülerinnen und Schüler aus dem Ausland, die Deutsch als Fremdsprache lernen."

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, außer dass es natürlich eine Gewinnerin gab: Natālija Šreibere aus Lettland. Aber Sieger sind richtige Sieger, wenn sie richtige Mitstreiter hatten und das ist nun mal der Charakter des Lesewettbewerbes: nicht der Gewinner steht im Vordergrund, sondern der Spaß am Diskutieren und am internationalen Miteinander und natürlich Berlin.

Wir freuen uns sehr für Dalia Karpauskaite, Schülerin des Jesuitengymnasiums Kaunas, und ihre Lehrerin Lina Milkintiene, die begeistert und voller neuer Ideen aus Berlin zurückgekehrt sind.


Michael Brehm, Fachberater/Koordinator