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Merk­blatt End­be­glau­bi­gung

Be­an­tra­gung ei­ner End­be­glau­bi­gung zum Zwe­cke der Le­ga­li­sa­ti­on für ei­ne deut­sche Ur­kun­de zur Vor­la­ge im Aus­land (sie­he Lis­te der Staa­ten)

All­ge­mei­nes

Um ei­ne deut­sche öf­fent­li­che Ur­kun­de end­be­glau­bi­gen zu las­sen, be­darf es im ers­ten Schritt ei­ner Vor­be­glau­bi­gung. Die Vor­be­glau­bi­gung be­stä­tigt die Echt­heit der Un­ter­schrift und des Sie­gels des Aus­stel­lers ei­ner deut­schen öf­fent­li­chen Ur­kun­de, so­wie in der Re­gel die Ei­gen­schaft, in wel­cher der Un­ter­zeich­ner der Ur­kun­de ge­han­delt hat. Ur­kun­den, de­ren Vor­be­glau­bi­ger nicht die Echt­heit der Un­ter­schrift des Aus­stel­lers be­stä­tigt ha­ben, kön­nen vom Bun­des­ver­wal­tungs­amt nicht end­be­glau­bigt wer­den! Die ein­zi­ge Aus­nah­me hier­von stel­len Ur­sprungs­er­zeug­nis­se, Han­dels­rech­nun­gen bzw. rei­ne Pro­dukt­be­schrei­bun­gen und Pack­lis­ten dar, de­ren In­halt von ei­ner IHK ge­sich­tet und be­stä­tigt wird. Ver­trä­ge, Fir­me­n­er­klä­run­gen usw. hin­ge­gen sind no­ta­ri­ell und an­schlie­ßend durch das zu­stän­di­ge Land­ge­richt vor­zu­be­glau­bi­gen. Bit­te ge­ben Sie im­mer das Land an, in­dem die Ur­kun­de vor­ge­legt wer­den soll, z. B. Ara­bi­sche Re­pu­blik Sy­ri­en, Volks­re­pu­blik Chi­na, Kö­nig­reich Sau­di-Ara­bi­en usw.

All­ge­mei­nes zur End­be­glau­bi­gung von Ver­lu­st­an­zei­gen für Aus­weis­do­ku­men­te

Es wird dar­auf hin­ge­wie­sen, dass Ver­lu­st­an­zei­gen für Aus­weis­pa­pie­re von Per­so­nen, de­ren Iden­ti­tät nicht ein­deu­tig fest­steht, nicht end­be­glau­bigt wer­den kön­nen. Aus die­sem Grun­de ist ne­ben ei­ner Ver­lu­st­an­zei­ge bei ei­ner Stadt/Ge­mein­de bzw. Lan­des­po­li­zei (kei­ne Bun­des­po­li­zei) ei­ne Auf­ent­halts­be­schei­ni­gung bzw. ein Ti­tel ein­zu­rei­chen, aus der / aus dem her­vor­geht, dass bei der Ein­rei­se in die Bun­des­re­pu­blik ein Rei­se­pass vor­han­den war / vor­ge­legt wur­de. Soll­te bei der Aus­län­der­be­hör­de kein Rei­se­pass er­fasst wor­den sein, ist ei­ne End­be­glau­bi­gung der Ver­lu­st­an­zei­ge nicht mög­lich.


Vor­be­glau­bi­gung der Ur­kun­de

Die Vor­be­glau­bi­gung der Ur­kun­de er­folgt

1. für Pri­vat­per­so­nen durch:

  • das Land­ge­richt
  • die Lan­des­be­hör­de
  • die Bun­des­be­hör­de

2. für Un­ter­neh­men durch:

  • das Land­ge­richt
  • die Lan­des­be­hör­de
  • die Bun­des­be­hör­de
  • die In­dus­trie- und Han­dels­kam­mer/ Han­dels­kam­mer

zu 1. für Pri­vat­per­so­nen:

  • Die Land­ge­rich­te sind für al­le ge­richt­li­chen und no­ta­ri­el­len Ur­kun­den (Ur­tei­le, Han­dels­re­gis­ter­aus­zü­ge, Voll­mach­ten usw.) zu­stän­dig. Über­set­zun­gen ei­nes ver­ei­dig­ten Über­set­zers/ Dol­met­schers müs­sen eben­falls vom zu­stän­di­gen Land­ge­richt vor­be­glau­bigt wer­den. Die Vor­be­glau­bi­gung muss von ei­nem/ ei­ner Prä­si­dent/en/in, Vi­ze­prä­si­dent/en/in oder ei­nem/ ei­ner Vor­sit­zen­dem/Vor­sit­zen­den Rich­ter/Rich­te­rin vor­ge­nom­men wer­den.
  • Die Be­hör­den der Bun­des­län­der (s. u.) sind für Ur­kun­den ih­rer Ver­wal­tungs­be­hör­den und Städ­te zu­stän­dig (z. B. Ge­burts­ur­kun­den, Zeug­nis­se, Le­dig­keits-, Mel­de­be­schei­ni­gun­gen, usw.).
  • Bun­des­be­hör­den sind für die von ih­nen aus­ge­stell­ten Ur­kun­den zu­stän­dig. Po­li­zei­li­che Füh­rungs­zeug­nis­se des Bun­des­am­tes für Jus­tiz müs­sen vom Ge­ne­ral­bun­des­an­walt beim Bun­des­ge­richts­hof/Bonn vor­be­glau­bigt wer­den.

zu 2. für Un­ter­neh­men:

  • Land­ge­richt, Lan­des- und Bun­des­be­hör­den wie oben zu 1.
  • Die In­dus­trie- und Han­dels­kam­mern/Han­dels­kam­mern sind aus­schließ­lich für Han­dels­pa­pie­re zu­stän­dig (z. B. Han­dels­rech­nun­gen, Ur­sprungs­zeug­nis­se, usw.)

Ist die Vor­be­glau­bi­gung durch den zu­stän­di­gen Vor­be­glau­bi­ger (s. o.) er­folgt (ers­ter Schritt), wer­den die Ur­kun­den im zwei­ten Schritt vom Bun­des­ver­wal­tungs­amt - im Auf­trag des Aus­wär­ti­gen Am­tes - end­be­glau­bigt. Die Ur­kun­den kön­nen dann in der aus­län­di­schen Aus­lands­ver­tre­tung zur Schluss­be­ar­bei­tung (Le­ga­li­sa­ti­on) vor­ge­legt wer­den (drit­ter Schritt).


Art der Über­sen­dung

Die Do­ku­men­te kön­nen dem Bun­des­ver­wal­tungs­amt per Post (ein­fa­cher Brief oder Ein­schrei­ben) zu­ge­sandt, per Bo­ten- oder Ku­rier­dienst über­bracht oder per­sön­lich ab­ge­ge­ben wer­den.

Ur­kun­den, die ein Ge­samt­ge­wicht von über 2,00 kg bzw. ei­ne Nach­nah­me­ge­bühr von 1.600,00 € über­schrei­ten, kön­nen nur per Bo­ten- oder Ku­rier­dienst über­bracht oder per­sön­lich ab­ge­ge­ben wer­den, ein Ver­sand ist nicht mög­lich.

Post­an­schrift:
Bun­des­ver­wal­tungs­amt
Re­fe­rat ZMV II 6 - Be­glau­bi­gun­gen
50728 Köln

Be­su­cher-/Ku­rier­an­schrift:
Bun­des­ver­wal­tungs­amt
Eu­pe­ner Str. 125
50933 Köln (Brauns­feld)


Kos­ten und Ab­lauf

Für je­des be­glau­big­te Do­ku­ment wird vom Bun­des­ver­wal­tungs­amt ei­ne Ge­bühr von 25,-- € er­ho­ben. Die Zu­sen­dung der be­glau­big­ten Do­ku­men­te er­folgt mit ei­nem Ge­büh­ren­be­scheid per Nach­nah­me an die in­län­di­sche An­schrift des An­trag­stel­lers. Bei An­trä­gen aus dem Aus­land muss die in­län­di­sche An­schrift ei­nes Emp­fangs­be­voll­mäch­tig­ten ge­nannt wer­den, der die per Nach­nah­me ver­schick­te Sen­dung be­zahlt und ent­ge­gen­nimmt. Bei per­sön­li­chem Er­schei­nen/Ent­sen­dung ei­nes Bo­ten kön­nen die Do­ku­men­te in der Re­gel noch am sel­ben Tag wie­der mit­ge­nom­men wer­den, wenn die Ge­bühr vor Ort mit EC-Kar­te oder in bar be­gli­chen wird.


Ser­vice­zei­ten für Be­su­cher

Mon­tag, Mitt­woch und Don­ners­tag von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Diens­tag von 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr
Frei­tag von 8:00 Uhr bis 13:00 Uhr

An­sprech­part­ner/-in­nen beim Bun­des­ver­wal­tungs­amt

An­sprech­part­ner ste­hen Ih­nen

Mon­tag, Mitt­woch und Don­ners­tag von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr,
Diens­tag von 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr so­wie
Frei­tag von 8:00 Uhr bis 13:00 Uhr

un­ter der zen­tra­len Ruf­num­mer 0228 / 99 358 - 4100

oder per E-Mail: Kon­takt

oder per Fax: 0228 / 99 358 - 2893

zur Ver­fü­gung.

Ei­ne Weg­be­schrei­bung zum Dienst­ge­bäu­de des Bun­des­ver­wal­tungs­am­tes in Köln-Brauns­feld fin­den Sie hier.


Be­hör­den der Bun­des­län­der, die Vor­be­glau­bi­gun­gen vor­neh­men

Ba­den-Würt­tem­berg

Re­gie­rungs­prä­si­di­um

Aus­nah­me: Schul­zeug­nis­se (Mi­nis­te­ri­um für Kul­tur und Sport), Hoch­schul­zeug­nis­se (Mi­nis­te­ri­um für Wis­sen­schaft und For­schung)

Bay­ernRe­gie­rung
Ber­linLan­des­amt für Bür­ger- und Ord­nungs­an­ge­le­gen­hei­ten
LA­BO II A, "Zen­tra­le Ein­woh­ne­ran­ge­le­gen­hei­ten"
Bran­den­burgMi­nis­te­ri­um des In­ne­ren in Pots­dam
Bre­menSe­na­tor für In­ne­res, Kul­tur und Sport
Ham­burgBe­hör­de für In­ne­res
Hes­senRe­gie­rungs­prä­si­di­um
Meck­len­burg-Vor­pom­mernIn­nen­mi­nis­te­ri­um Meck­len­burg-Vor­pom­mern in Schwe­rin
Nie­der­sach­senPo­li­zei­di­rek­tio­nen Braun­schweig, Göt­tin­gen, Han­no­ver, Lü­ne­burg, Ol­den­burg und Os­na­brück
Nord­rhein-West­fa­lenBe­zirks­re­gie­rung
Rhein­land-PfalzAuf­sichts- und Dienst­leis­tungs­di­rek­ti­on in Kai­sers­lau­tern
Saar­landMi­nis­te­ri­um für In­ne­res und Eu­ro­paan­ge­le­gen­hei­ten
Sach­senLan­des­di­rek­ti­on Sach­sen
Sach­sen-An­haltLan­des­ver­wal­tungs­amt in Mag­de­burg
Schles­wig-Hol­steinIn­nen­mi­nis­te­ri­um Schles­wig-Hol­stein in Kiel
Thü­rin­genLan­des­ver­wal­tungs­amt Thü­rin­gen in Wei­mar


Lis­te der Staa­ten bzw. Ver­tre­tun­gen, für die ei­ne End­be­glau­bi­gung durch das BVA er­for­der­lich ist


1.Af­gha­nis­tan
2.Volks­re­pu­blik Ban­gla­desch
3.Uni­on Myan­mar (Bir­ma)
4.Volks­re­pu­blik Chi­na
5.Re­pu­blik Irak
6.Is­la­mi­sche Re­pu­blik Iran (au­ßer Hoch­schul­zeug­nis­se)
7.Kö­nig­reich Jor­da­ni­en
8.Kö­nig­reich Kam­bo­dscha
9.Staat Ka­tar
10.Li­ba­ne­si­sche Re­pu­blik (nur Ur­kun­den aus dem Uni- bzw. Hoch­schul­be­reich)
11.Re­pu­blik Ma­li
12.Mau­re­ta­ni­en
13.Kö­nig­reich Ne­pal
14.Re­pu­blik Ru­an­da
15.Kö­nig­reich Sau­di-Ara­bi­en
16.De­mo­kra­ti­sche Re­pu­blik So­ma­lia
17.Re­pu­blik Su­dan
18.Ara­bi­sche Re­pu­blik Sy­ri­en
20.Tai­peh-Han­dels­bü­ro, Vi­sa-Ab­tei­lung (nur Ur­kun­den aus dem Jus­tiz­be­reich)
21.Re­pu­blik To­go