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Aus­gleichs­zah­lung nach § 38 Abs. 2 Atom­ge­setz (AtG)

Das Bun­des­ver­wal­tungs­amt (BVA) ist nach § 38 Abs. 4 S. 1 Atom­ge­setz (AtG) zu­stän­dig für An­trä­ge auf Aus­gleich­zah­lun­gen nach § 38 Abs. 2 AtG.
Die Ein­zel­hei­ten des Ver­fah­rens sind in Ar­ti­kel IV Nr. 1 - 4 der „Richt­li­nie zur Ab­wick­lung von Aus­gleichs­an­sprü­chen nach § 38 Abs. 2 AtG nach dem Re­ak­tor­un­fall in Tscher­no­byl (Aus­gleichs­richt­li­nie)“ - er­gänzt durch die am 31.01.1989 zwi­schen Bund und Län­dern ge­trof­fe­ne Ver­ein­ba­rung über die An­trags­be­ar­bei­tung - ge­re­gelt. In Ab­spra­che mit dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Um­welt, Na­tur­schutz, Bau und Re­ak­tor­si­cher­heit (BMUB) wird auf­grund der teils ab­wei­chen­den Pra­xis noch ein­mal aus­drück­lich dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die­ses Ver­fah­ren zu­künf­tig un­be­dingt zu be­ach­ten ist. Da­nach gilt Fol­gen­des:

Ge­schä­dig­te rei­chen den An­trag auf Aus­gleich nach § 38 Abs. 2 AtG bei den je­weils von den Län­dern be­nann­ten zu­stän­di­gen Be­hör­den ein. Da­bei ist aus­schließ­lich das An­trags­for­mu­lar des BVA in der ak­tu­ells­ten Fas­sung zu ver­wen­den.

Ne­ben dem An­trags­for­mu­lar müs­sen fol­gen­de Un­ter­la­gen im Ori­gi­nal vor­ge­legt wer­den:

- Mess­pro­to­koll ei­ner an­er­kann­ten Mess­stel­le mit Da­tum und Er­geb­nis der Mes­sung; ggfs. Nach­weis der Un­ter­su­chungs­kos­ten

- Amt­li­cher Ver­nich­tungs­nach­weis der Ka­te­go­rie 1 (KAT 1) mit Han­dels­pa­pier­num­mer und dem Da­tum des Han­dels­pa­piers. So­fern hier nur ei­ne Ko­pie vor­ge­legt wer­den kann, er­folgt der Nach­weis in Ver­bin­dung mit der Ori­gi­nal­rech­nung der Ver­wer­tungs­ge­sell­schaft. Bit­te be­ach­ten Sie, dass nach Ar­ti­kel 1 Nr. 3 der Aus­gleich­richt­li­nie aus­zu­glei­chen­de Scha­dens­fäl­le zu ver­nich­ten sind. Dem­nach kommt nur ein Nach­weis der KAT 1 in Fra­ge. Nur so kann si­cher­ge­stellt wer­den, dass das ver­strahl­te Wild nicht mehr in den Ver­kehr kommt.

Die Lan­des­be­hör­den prü­fen die Voll­stän­dig­keit und Rich­tig­keit der er­for­der­li­chen Un­ter­la­gen und be­stä­ti­gen die­se mit Un­ter­schrift und Sie­gel. Dann er­folgt die Wei­ter­lei­tung der An­trä­ge an das BVA. Die Ori­gi­nal­nach­wei­se ver­blei­ben bei den Lan­des­be­hör­den bis zum Ab­lauf der Auf­be­wah­rungs­frist (fünf Jah­re).
Die wei­te­re Prü­fung und Aus­zah­lung er­folgt durch das BVA.
Bei Ein­zel­fall­prü­fun­gen durch den Bun­des­rech­nungs­hof (BRH) wer­den die Ori­gi­nal­un­ter­la­gen bei den zu­stän­di­gen Lan­des­be­hör­den an­ge­for­dert.

Ab­schlie­ßend wird dar­auf hin­ge­wie­sen, dass ab so­fort neue An­trags­for­mu­la­re zur Ver­fü­gung ste­hen. Die­se sind ab dem 01.01.2017 aus­schließ­lich zu nut­zen. An­trä­ge, die mit ei­ner äl­te­ren For­mu­lar­ver­si­on ein­ge­reicht wer­den, kön­nen nicht be­ar­bei­tet wer­den und wer­den an die Lan­des­be­hör­den zu­rück­ge­ge­ben.
Der an­lie­gen­de An­trag muss aus­ge­druckt, aus­ge­füllt und dem/der zu­stän­di­gen Land­rat­samt/Ord­nungs­be­hör­de vor­ge­legt wer­den. Die­ses/Die­se lei­tet den An­trag nach Be­stä­ti­gung der Rich­tig­keit und der Voll­stän­dig­keit der An­ga­ben und der Nach­wei­se dem Bun­des­ver­wal­tungs­amt zu.

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