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Die Prüf­stel­le „Eu­ro­päi­scher So­zi­al­fonds“ im Bun­des­ver­wal­tungs­amt

Der ESF ist ein Struk­tur­fonds der Eu­ro­päi­schen Uni­on (EU), der ein­ge­rich­tet wur­de, um Un­ter­schie­de bei Wohl­stand und Le­bens­stan­dard in den Mit­glieds­staa­ten und Re­gio­nen der EU ab­zu­bau­en und da­durch den wirt­schaft­li­chen und so­zia­len Zu­sam­men­halt zu för­dern.

Vor­aus­set­zung für ei­ne För­de­rung ist, dass die Ein­rich­tun­gen ge­eig­net sind, för­der­wür­di­ge Pro­jek­te er­folg­reich durch­zu­füh­ren. Dies wird von der im Jahr 2005 im BVA ein­ge­rich­te­ten Prüf­stel­le ESF über­wacht.

Die Prüf­stel­le ESF ist für die Über­prü­fung al­ler ESF-För­der­pro­gram­me auf Bun­des­ebe­ne zu­stän­dig. Auf­ga­be ist die ord­nungs­ge­mä­ße Durch­füh­rung von Stich­pro­ben­prü­fun­gen, Sy­stem­prü­fun­gen so­wie Prü­fun­gen von Fi­nanz­kor­rek­tu­ren.

Im Auf­trag der Eu­ro­päi­schen Uni­on

Seit 1957 stellt die Eu­ro­päi­sche Uni­on ih­ren Mit­glied­staa­ten in Form des Eu­ro­päi­schen So­zi­al­fonds fi­nan­zi­el­le Mit­tel zur Ver­fü­gung, um die Le­bens- und Ar­beits­be­din­gun­gen der EU-Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zu ver­bes­sern und Be­nach­tei­li­gun­gen auf­grund des Ge­schlechts, des Al­ters oder der Her­kunft aus­zu­glei­chen.
Um si­cher­zu­stel­len, dass die Be­wil­li­gung und Aus­zah­lung von För­der­gel­dern stets im Ein­klang mit gel­ten­dem Recht steht, hat die Eu­ro­päi­sche Uni­on je­den Mit­glied­staat da­zu ver-pflich­tet, ei­ne un­ab­hän­gi­ge Prüf­be­hör­de ein­zu­rich­ten.
Die Prüf­be­hör­de auf Bun­des­ebe­ne ist das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Ar­beit und So­zia­les (BMAS). Die­ses hat wie­der­um das BVA be­auf­tragt, Prü­fun­gen und Kon­trol­len durch­zu­füh­ren.
Als Prüf­stel­le kon­trol­liert das BVA die recht­mä­ßi­ge Be­wil­li­gung und Aus­zah­lung von För­der­mit­teln. Ziel der Prüftä­tig­keit ist, ei­ne ord­nungs­ge­mä­ße Auf­ga­ben­wahr­neh­mung der Be­wil­li­gungs­be­hör­den und da­mit das Funk­tio­nie­ren des Ver­wal­tungs- und Kon­troll­sys­tems in Deutsch­land zu si­chern.

Der Zu­fall ent­schei­det

In der För­der­pe­ri­ode von 2014 bis 2020 be­lau­fen sich die För­der­mit­tel auf ins­ge­samt rund 2,7 Mil­li­ar­den Eu­ro. Da­mit wird in ver­schie­de­nen ziel­grup­pen­spe­zi­fi­schen För­der­pro­gram­men ei­ne Viel­zahl von Pro­jek­ten un­ter­stützt.
Die Kon­trol­len er­fol­gen stich­pro­ben­ar­tig, d. h. an­hand ein­zel­ner Vor­ha­ben. Dies sind so­ge­nann­te Vor­ha­ben­prü­fun­gen gem. Art. 127 Abs. 1 S. 1 Alt. 2 VO (EU) 1303/2013 i. V. m. Art. 27 und 28 VO (EU) Nr. 480/2014. Die Prüf­be­hör­de er­mit­telt die zu prü­fen­den Vor­ha­ben nach dem Zu­falls­prin­zip und über­mit­telt das Er­geb­nis der Stich­pro­ben­zie­hung an die Prüf­stel­len.
Zu­sätz­lich zu ein­zel­nen Pro­jek­ten über­prüft die Prüf­stel­le auch das Ver­wal­tungs­sys­tem selbst. In so­ge­nann­ten Sy­stem­prü­fun­gen gem. Art. 127 Abs. 1 S. 1 Alt. 1 VO (EU) 1303/2013 ana­ly­siert sie die In­sti­tu­tio­nen und die Ge­schäftspro­zes­se ei­nes För­der­pro­gramms auf al­len be­tei­lig­ten Ebe­nen.

In ganz Deutsch­land im Ein­satz

Der Ar­beit­sall­tag der Be­schäf­tig­ten der Prüf­stel­le be­steht je­doch nicht nur aus der Prü­fung von Zu­wen­dungs­ak­ten am Schreib­tisch. Sie sind in ganz Deutsch­land un­ter­wegs und bei den Zu­wen­dungs­emp­fän­gern, wie z. B. Ver­bän­den, Ver­ei­nen und In­sti­tu­ten, vor Ort. Erst durch die Vor-Ort-Prü­fung bei den Pro­jekt­trä­gern kön­nen sich die Prü­fe­rin­nen und Prü­fer da­von über­zeu­gen, dass die För­der­mit­tel tat­säch­lich zweck­ent­spre­chend ver­wen­det wer­den. Die Er­geb­nis­se je­der Prü­fung wer­den in ei­nem Be­richt fest­ge­hal­ten.

Auf­ga­be mit er­heb­li­cher fi­nan­zi­el­ler Be­deu­tung

Die Fest­stel­lun­gen der Prü­fe­rin­nen und Prü­fer kön­nen so­wohl auf Pro­jek­tebe­ne als auch auf Bun­des­ebe­ne so­wie auf EU-Ebe­ne er­heb­li­che fi­nan­zi­el­le Aus­wir­kun­gen ent­fal­ten.
Hat ein Zu­wen­dungs­emp­fän­ger För­der­mit­tel zu Un­recht aus­ge­ge­ben, ist es Auf­ga­be der zu­stän­di­gen Be­wil­li­gungs­be­hör­de, die­se zu­rück­zu­for­dern.
Die Eu­ro­päi­sche Uni­on er­hält von der Prüf­be­hör­de je­des Jahr ei­nen Kon­troll­be­richt.
Die­ser ent­hält un­ter an­de­rem ei­ne Be­schrei­bung der wich­tigs­ten Er­geb­nis­se so­wie die Schluss­fol­ge­run­gen, die aus den Prü­fun­gen für die Ver­wal­tungs- und Kon­troll­sys­te­me und ih­re Funk­ti­ons­wei­se ge­zo­gen wur­den. Wenn die Ge­samt­feh­ler­quo­te ei­nen ge­wis­sen Grenz­wert über­schrei­tet, kann die Eu­ro­päi­sche Uni­on ge­gen­über Deutsch­land ei­nen Zah­lungs­stopp für sämt­li­che För­der­mit­tel aus dem Eu­ro­päi­schen So­zi­al­fonds aus­spre­chen.

Viel­sei­ti­ge Rechts­kennt­nis­se ge­fragt

Die Prü­fe­rin­nen und Prü­fer wen­den ei­ne Viel­zahl von in­ter­na­tio­na­len und na­tio­na­len Vor-schrif­ten an. Sie ori­en­tie­ren sich an ho­hen fach­li­chen Stan­dards und ak­tua­li­sie­ren und er­wei-tern ste­tig ih­re Fach­kennt­nis­se. Ne­ben den ein­schlä­gi­gen EU-Ver­ord­nun­gen wer­den Vor-schrif­ten aus den ver­schie­de­nen Ge­bie­ten des öf­fent­li­chen Rechts, wie Haus­halts­recht, Zu-wen­dungs­recht, Ver­ga­be­recht, all­ge­mei­nes Ver­wal­tungs­recht, Rei­se­kos­ten­recht oder Ta­rif-recht, her­an­ge­zo­gen.

Noch Fra­gen?

Die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter des Re­fe­rats ste­hen Ih­nen ger­ne für Fra­gen zur Ver­fü­gung.

Ihr Kontakt

Frau Dr. Kat­rin Eschmöl­ler

Telefon:
022899 358-4708

E-Mail:
katrin.eschmoeller@bva.bund.de

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Bundesverwaltungsamt
50728 Köln
Deutschland

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